WAKS
Hamburger Ensemble
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Das Ensemble WAKS aus Hamburg wurde im Jahr 2014 von Inge Mandos, Klemens Kaatz und Hans-Christian Jaenicke gegründet.
Geschichte
Ausgangspunkt der Zusammenarbeit war die Auseinandersetzung von Inge Mandos und Klemens Kaatz mit Feldaufnahmen der sowjetischen Musikethnografinnen Sofia Magid und Moishe Beregovski. In den Produktionen des Ensembles werden diese, ursprünglich auf Wachswalzen aufgenommenen Originalstimmen in neue musikalische Arrangements eingebunden; Mandos singt dabei gemeinsam mit den historischen Stimmen.[1] Die zugrunde liegenden Aufnahmen wurden der Publikation »Unser Rebbe, unser Stalin...«. Jiddische Lieder aus den St. Petersburger Sammlungen von Moishe Beregowski (1892–1961) und Sofia Magid (1892–1954)[2] von Elvira Grözinger und Susi Hudak-Lazić entnommen.
Im Verlauf der musikalischen Zusammenarbeit weitete das Ensemble seine Tätigkeit auf historische und genealogische Recherchen aus.
Künstlerische Arbeit
Die künstlerische Arbeit von WAKS wird von der Musikwissenschaftlerin Monika E. Schoop als musikalische Erinnerungsarbeit beschrieben. Sie verbindet musikalische Praxis, historische Recherche und dokumentarische Elemente.
Das erste Album WAKS: Yiddish Voices (2015) basiert auf der praktischen Umsetzung des gemeinsamen Singens mit den historischen Stimmen und wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.[3] Das zweite Album OVES: Resonance of the Past (2019) vertieft die biografische und genealogische Dimension des Projekts und bezog Rechercheergebnisse zu Familiengeschichten der historischen Sängerinnen und Sänger ein. Mit dem dritten Album Sofias Reisen – di Rayzes fun Sofia (2026) rückte das Ensemble die Person Sofia Magids in den Mittelpunkt. Das Album enthält 13 Lieder aus der Magid-Sammlung und thematisiert deren dokumentierte Forschungsreisen.
Diskographie
- 2015: Yiddish Voices, Pike’s Nice Records
- 2019: OVES: Resonance of the Past, Pike’s Nice Records
- 2026: Sofias Reisen – di Rayzes fun Sofia, Ergin Records.
Weblinks
- Album WAKS – Yiddish Voices im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek