Wagenborg-R-Klasse
Mehrzweckfrachtschiffsklasse
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Die R-Klasse ist eine Klasse von Mehrzweckschiffen der niederländischen Reederei Wagenborg Shipping. Die Schiffe wurden auf der Werft Ferus Smit Leer gebaut.[1]
Roerborg | ||||||||||||||
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Geschichte
Die Schiffe der R-Klasse wurden von 2012 bis 2014 auf der Werft Ferus Smit Leer in Leer für die Reederei Wagenborg Shipping in Delfzijl gebaut. Insgesamt entstanden drei Einheiten. Die Schiffe der Serie waren die bis dahin größten von Ferus Smit gebauten Einheiten.[2] Die nach Flüssen benannten Schiffe kamen unter der Flagge der Niederlande mit Heimathafen Delfzijl in Fahrt.
Beschreibung
Die Schiffe werden von einem Viertakt-Neunzylinder-Dieselmotor des Typs Wärtsilä 9L32C mit 4.500 kW Leistung angetrieben. Der Motor wirkt über ein Untersetzungsgetriebe auf einen Verstellpropeller in einer Kortdüse.[1] Die Schiffe sind mit einem mit 650 kW Leistung angetriebenen Bugstrahlruder ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen ein vom Hauptmotor angetriebener Wellengenerator und zwei von Dieselmotoren angetriebene Generatoren zur Verfügung.[1] Weiterhin wurde ein von einem Dieselmotor angetriebener Notgenerator verbaut.[3]
Die Schiffe verfügen über zwei kastenförmige Laderäume. Die Laderäume sind jeweils 60,59 m lang, 17,0 m breit und 13,55 m hoch. Laderaum 1 ist aufgrund der Rumpfform auf den vorderen rund 13,5 m etwas schmaler. Die Kapazität der Laderäume beträgt rund 26.750 m³.[3] Die Laderäume können mithilfe von zwei Getreideschotten unterteilt werden. Die Schotten können jeweils an fünf Positionen errichtet werden. Sie können auch als Zwischendeck genutzt werden, mit dem die Laderäume teilweise in der Höhe unterteilt werden können. Die Zwischendecks können jeweils in einer Höhe eingehängt werden. Die Laderäume sind mit jeweils neun Stapellukendeckeln verschlossen, die mithilfe eines Lukenwagens bewegt werden können. Die Tankdecke kann mit 15 t/m², das Zwischendeck mit 3,5 t/m² und die Lukendeckel mit 1,75 t/m² belastet werden.
Die Schiffe sind für den Transport von Containern vorbereitet. Die Containerkapazität beträgt 562 TEU.
Die Decksaufbauten befinden sich im hinteren Bereich der Schiffe. Hier sind unter anderem vierzehn Einzelkabinen für die Schiffsbesatzung eingerichtet.[1] Am Heck befindet sich ein Freifallrettungsboot.

Die Schiffe verfügen über eine spitz zulaufende Bugform ohne Wulstbug mit einem negativen Steven, die auf der als „Kanu-Bug“ bezeichneten Bugform der Werft basiert. Sie soll zu einem verringerten Wasserwiderstand führen und erlaubt in Verbindung mit der Kortdüse die Nutzung einer weniger starken Antriebsmaschine, was zu einem geringeren Treibstoffverbrauch und somit auch geringeren Schadstoffemissionen führt.[4] In Verbindung mit dem negativen Steven soll der Bug auch Vorteile beim Brechen von Meereis haben. Darüber hinaus wird bei der Konstruktion durch den im Verhältnis zur Gesamtlänge der Schiffe längeren Rumpf auch ein längerer Laderaum ermöglicht.[1][5] Der Rumpf der Schiffe ist eisverstärkt (Eisklasse 1A).
Schiffe
| R-Klasse | ||||
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| Bauname | Baunummer | IMO-Nummer | Stapellauf Ablieferung | Umbenennungen und Verbleib |
| Reestborg[6] | 403 | 9592563 | 25. Januar 2013 13. März 2013 | |
| Reggeborg[7] | 404 | 9592575 | 18. Dezember 2013 14. Februar 2014 | |
| Rudderborg[8] | 405 | 9592599 | 4. Juli 2014 12. September 2014 | in Fahrt als Roerborg |
