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Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2027

18. Wahl des deutschen Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung From Wikipedia, the free encyclopedia

Die 18. Wahl des deutschen Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung soll am 30. Januar 2027 im Reichstagsgebäude in Berlin stattfinden.[1][2] Die zweite fünfjährige Amtszeit des amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027. Eine unmittelbare Wiederwahl für eine dritte Amtszeit in Folge ist gemäß Artikel 54 Abs. 2 Grundgesetz nicht zulässig, so dass Steinmeier bei dieser Wahl nicht erneut kandidieren kann.

Voraussichtliche Sitzverteilung in der 18. Bundesversammlung
        
Insgesamt 1260 Sitze
‹ 2022 • Flagge Deutschlands • 0000 ›
Wahl des Bundespräsidenten
durch die 18. Bundesversammlung
(1260 Mitglieder – absolute Mehrheit: 631)
Standarte des Bundespräsidenten
Standarte des Bundespräsidenten
Berlin, 30. Januar 2027


Bundespräsident
vor der Wahl
Frank-Walter Steinmeier
SPD (ruhend)

Zusammensetzung der Bundesversammlung

Die Bundesversammlung setzt sich nach Art. 54 Abs. 3 GG aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Anzahl von Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden. Gemäß dem 2023 verabschiedeten Bundestagswahlrecht ist die Zahl der Mitglieder des Deutschen Bundestages auf regulär 630 festgeschrieben. Die Verteilung der 630 von den einzelnen Landesparlamenten zu wählenden Mitglieder hängt von den Bevölkerungszahlen der Länder ab, dabei bleiben Ausländer (§ 2 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes) unberücksichtigt.[3] Das Verfahren regelt das Gesetz über die Wahl des Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung.

Die Länderparlamente wählen Delegierte für die Bundesversammlung nicht nur unter ihren Abgeordneten aus, sondern auch Prominente und andere Bürger.

Weitere Informationen Gesamt, CDU/CSU ...
Zusammensetzung nach Fraktionen und Parlamenten[4]
Gesamt CDU/CSU AfD SPD Grüne Linke FW FDP BSW SSW Sonstige
Baden-Württemberg 0082
Bayern 0099
Berlin 0026
Brandenburg 0021
Bremen 0005
Hamburg 0013
Hessen 0045
Mecklenburg-Vorpommern 0013
Niedersachsen 0063
Nordrhein-Westfalen 0134
Rheinland-Pfalz 0031
Saarland 0008
Sachsen 0033
Sachsen-Anhalt 0017
Schleswig-Holstein 0023
Thüringen 0017
Landesparlamente 0630
Bundestag 0630 208 150 120 85 64 – – – 1 2 a
Bundesversammlung insgesamt 1260
Anteil 000100 %
Schließen
a 
Fraktionslose Abgeordnete, die für die AfD in den Bundestag gewählt wurden. Einer ist weiterhin Mitglied der AfD und einer parteilos.

Ausgangslage

Der amtierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kann bei dieser Wahl nicht wiedergewählt werden, da er die in Art. 54 Abs. 2 GG vorgegebene Anzahl von maximal zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten erreicht hat.

Der aussichtsreichste Vorschlag eines Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten wird in der Regel durch die regierungstragenden Bundestagsfraktionen oder gemeinsam von Regierung und (Teilen der) Opposition eingebracht.[5][6] Gemäß Grundgesetz ist jeder Deutsche wählbar, der das Wahlrecht zum Bundestag besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.

Kandidaten

Gesellschaftliche Debatte im Vorfeld

Diskussionen und Spekulationen im Vorfeld der Wahl bezeugen das Bestehen einer gesellschaftlichen Debatte.[7][8][9] Die damalige Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), äußerte im März 2024, eine Frau im Amt würde „eine Ermunterung für viele Frauen in Deutschland und darüber hinaus“ darstellen.[10]

Schon vor der letzten Wahl im Jahr 2022 wurde die Tatsache, dass es bis dato noch keine Frau im Amt des Bundespräsidenten gab, breit diskutiert.[11][12][13] Der damals für eine zweite Amtszeit kandidierende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erfuhr allerdings über ein breites politisches Spektrum hinweg Unterstützung.[14][15] Bisher hatten diejenigen Frauen, die für das Amt kandidierten, meist schon aufgrund der jeweils vorherrschenden Mehrheitsverhältnisse keine Aussicht auf Erfolg.[16]

Im August 2025 äußerte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass er sich eine Frau als nächste Bundespräsidentin sehr gut vorstellen könne.[17] Im April 2026 sprach sich der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder für die bayerische Landtagspräsidentin und CSU-Politikerin Ilse Aigner als Kandidatin aus.[18]

Mit allen Vorbehalten scheint sich abzuzeichnen, dass sich die Parteien bereits im Vorfeld auf eine Frau im Amt des Bundespräsidenten einigen könnten. Als mögliche Kandidatinnen sind hierbei vor allem Ilse Aigner, Annegret Kramp-Karrenbauer und Juli Zeh im Gespräch.[19][20][21][22][23][24]

Siehe auch

Einzelnachweise

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