Wahlkreis Wil

Bezirk im Kanton St. Gallen, Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Wahlkreis Wil ist eine Verwaltungseinheit des Schweizer Kantons St. Gallen, die nach der neuen St. Galler Kantonsverfassung vom 10. Juni 2001 gebildet wurde. Er besteht aus den beiden früheren Bezirken Wil und Untertoggenburg (ohne Ganterschwil und Mogelsberg, die zum Wahlkreis Toggenburg kamen).

Schnelle Fakten Basisdaten, Karte ...
Wahlkreis Wil
Basisdaten
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen St. Gallen (SG)
BFS-Nr.: 1728
Fläche: 145,24 km²
Höhenbereich: 470–1061 m ü. M.
Einwohner: 79'907[1] (31. Dezember 2024)
Bevölkerungsdichte: 550 Einw. pro km²
Karte
Karte von Wahlkreis Wil
Karte von Wahlkreis Wil
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Politik und Wirtschaft

Der Hof in Wil, wo früher oft die Fürstäbte von St. Gallen residierten.[2] Heute würde Wil gerne eine Zen­trums­funktion einnehmen, aber Degersheim und Flawil sind weit weg[3] und der angrenzende Hinterthurgau gehört zum Nachbarkanton.

Politisch stehen sich die Gemeinden im Wahlkreis Wil nahe. Grösste Partei ist die Schweizerische Volkspartei (SVP).[3] Sie erreichte 2016 genau 30 Prozent der Wählerstimmen,[4] hat aber vier Jahre später an Stimmen verloren.[5] Sie hat die CVP als stärkste Partei abgelöst. CVP, FDP und SP bewegen sich um rund 15 bis 20 Prozent. Die Grünen erreichen Anteile über 5 Prozent.[4] Die Stadt Wil schert politisch nicht links aus wie die Kantonshauptstadt.[3]

Sitze im Kantonsrat (2024–2028)[6]
1
2
1
5
3
6
1 2 1 5 3 6 
Insgesamt 18 Sitze
Sitzverteilung
Wahljahr2004[7]2008[8]2012[9]2016[10]2020[5]2024[6]
Grüne211121
SP523322
GLP111
Die Mitte (bis 2020 CVP)854455
BDP1
FDP543433
SVP765656
insgesamt27[Anm. 1]1818181818

Für Degersheim und Flawil hat die Zugehörigkeit zum Wahlkreis Wil, obwohl sie nach St. Gallen orientiert sind, Vorteile, denn im Wahlkreis St. Gallen hätten sie nur wenig Gewicht.[3]

Bahnhof Uzwil. Viele Be­wohner der Wahlkreises pen­deln nach Zürich, Winter­thur oder St. Gallen zur Arbeit.[3]

In der Region Wil – zu der auch der Hinterthurgau zählt – sind im Alltag für Kultur und Wirtschaft die Kantonsgrenzen unbedeutend. Die Region Wil hat die Charta Metropolitanraum Bodensee unterzeichnet. Mit dem Projekt Wil West geht es hingegen nicht vorwärts.[3] Zwischen Münchwilen, Sirnach und Wil sollen in den nächsten Jahren 2000 bis 3000 Arbeitsplätze entstehen.[11]

Wichtigster Arbeitgeber ist Bühler in Uzwil, aber auch Benninger (Uzwil), Stihl (Wil) und Maestrani (Flawil) sorgen für Zupendler. Sowohl in der Stadt Wil als auch in den Landgemeinden spielen Vereine eine grosse Rolle. Mit der FDP-Politikerin Karin Keller-Sutter stellt Wil ein Mitglied im Bundesrat.[3]

Politische Gliederung

Der Wahlkreis Wil umfasst seit dem 1. Januar 2013 folgende Gemeinden:

Weitere Informationen Wappen, Name der Gemeinde ...
Wappen Name der Gemeinde Einwohner
(31. Dezember 2024)
Fläche
in km² [12]
Einw.
pro km²
Degersheim
Degersheim
Degersheim 4216 14,48291
Flawil
Flawil
Flawil 10'632 11,47927
Jonschwil
Jonschwil
Jonschwil 3992 10,99363
Niederbüren
Niederbüren
Niederbüren 1529 15,8497
Niederhelfenschwil
Niederhelfenschwil
Niederhelfenschwil 3290 16,37201
Oberbüren
Oberbüren
Oberbüren 4726 17,73267
Oberuzwil
Oberuzwil
Oberuzwil 6743 14,08479
Uzwil
Uzwil
Uzwil 14'570 14,491006
Wil
Wil
Wil (SG) 25'176 20,821209
Zuzwil
Zuzwil
Zuzwil (SG) 5033 8,97561
Total (10) 79'907 145,24 550
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Veränderungen im Gemeindebestand seit 2003

Gemeinden bis 2012
Commons: Wahlkreis Wil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Bis 2008 hatte das Kantonsparlament 180 statt wie seither 120 Sitze.

Einzelnachweise

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