Waigolshausen

Gemeinde im Landkreis Schweinfurt in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Waigolshausen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Bis 1900 war auch die Schreibweise „Weigolshausen“ üblich.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Waigolshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waigolshausen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 58′ N, 10° 7′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Höhe: 244 m ü. NHN
Fläche: 23,76 km²
Einwohner: 2614 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97534
Vorwahlen: 09722, 09384Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 190
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstr. 8
97534 Waigolshausen
Website: waigolshausen.de
Erster Bürgermeister: Christian Zeißner (Dorfgemeinschaft Theilheim)
Lage der Gemeinde Waigolshausen im Landkreis Schweinfurt
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Karte
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Geographie

Die Gemeinde liegt in der Region Main-Rhön.

Gemeindegliederung

Es gibt vier Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Hergolshausen, Theilheim und Waigolshausen.[4] Die Gemarkung Waigolshausen hat eine Fläche von 9,273 km². Sie ist in 1947 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4762,82 m² haben.[5][6]

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Bergrheinfeld, Röthlein, Wipfeld, Schwanfeld und Werneck.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Die erste urkundliche Erwähnung als „Witoldeshusen“ ist der Wildbannverleihung des Kaisers Heinrich an den Würzburger Bischof Adalbero von Lambach am 22. Juni 1060 zu entnehmen.[7] Als Teil des Hochstiftes Würzburg lag Waigolshausen ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Das Hochstift Würzburg wurde 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Kurfürstentums bzw. Großherzogtums Würzburg überlassen, mit dem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Die politische Gemeinde entstand im Jahr 1818.

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinden Hergolshausen und Theilheim eingegliedert.[8]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr19611970198719911995200020052010
Einwohner25372772261426962699291228932834
Jahr20152020
Einwohner27702709
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  • Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 2630 auf 2719 um 89 Einwohner bzw. um 3,4 %. 2000 hatte die Gemeinde 2951 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik

Bürgermeister

Seit 1. Mai 2020 ist Christian Zeißner (Dorfgemeinschaft Theilheim) Erster Bürgermeister. Dieser wurde am 15. März 2020 bei einer Wahlbeteiligung von 79,1 % mit 66,5 % der Stimmen gewählt.[9] Seine Vorgänger waren:

  • 1. Mai 2008 bis 30. April 2020: Peter Pfister (SPD)
  • bis 30. April 2008: Bruno Strobel (CSU)

Gemeinderat

Den Gemeinderat bilden seit 1. Mai 2020 14 Ratsmitglieder (zuzüglich Bürgermeister) aus folgenden vier Wahlvorschlägen:

  • CSU/Freie Wählergemeinschaft Waigolshausen 5 Sitze
  • Dorfgemeinschaft Theilheim 4 Sitze
  • Gemeinsame Liste Hergolshausen 3 Sitze und
  • SPD 2 Sitze.[10]

Wappen

Blasonierung: „In Rot unter einem silbernen Eisenbahnrad zwei schräg gekreuzte silberne Rebmesser.“[11]

Wappenführung seit 1982

Interkommunale Allianz

Die Gemeinde Waigolshausen ist Mitglied in der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Seit 2006 findet in Waigolshausen alle zwei Jahre eine Parade zum Saint Patrick’s Day statt.

Der Musikverein veranstaltet alljährlich zu Pfingsten in der Ortsmitte das Lindenblütenfest.

Bau- und Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 2023 nach der amtlichen Statistik insgesamt 120 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1163. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 39 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1849 Hektar, davon waren 1735 Hektar Ackerfläche und 105 Hektar Dauergrünfläche. In den Jahren 2008–2010 sollte die Flurbereinigung umgesetzt werden.

Verkehr

Am Bahnhof Waigolshausen zweigt die Werntalbahn nach Gemünden von der Bahnstrecke Bamberg–Würzburg ab.

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2024):

  • 3 Kindertagesstätten: 145 genehmigte Betreuungsplätze, 130 betreute Kinder

Persönlichkeiten

Literatur

  • Pfarramt der Pfarrei Sankt Jakobus der Ältere (Hrsg.): Chronik zum 200jährigen Bestehen der Pfarrei Waigolshausen, 1780–1980, Waigolshausen 1980

Einzelnachweise

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