Walbaum (Schriftart)

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Walbaum ist eine Schriftart, die von Justus Erich Walbaum (1768–1837) um 1800 entwickelt wurde und die neben der Bodoni und der Didot als eine der bedeutendsten Klassizistischen Antiquaschriftarten gilt. Im Vergleich zur Bodoni und zur Didot weist die Walbaum sich im Druck als besonders gut lesbar aus. Sie zeigt einige Besonderheiten, wie beispielsweise die fehlende Grundserife des kleinen ‚b‘.

Schriftbeispiel für Walbaum-Antiqua und Kursive

Sie lässt sich als breitlaufend, klassisch, offen, elegant, herrschaftlich, großzügig, seriös und leicht „quadratisch“ wirkend beschreiben. Von allen klassizistischen Antiquaschriftarten gilt sie als die „humanste“. Während die Bodoni und die Didot als die authentischsten Ausdrucksformen der Ära der Französischen Revolution bekannt sind, wird die Walbaum eher als deutsche Interpretation des Klassizismus angesehen.[1] Insbesondere die Walbaum-Antiqua und die Kursive sind Beispiele für die Stellung Walbaums in der Geschichte der Typografie in Deutschland.[2] Um 1800 entwarf Walbaum zudem eine Fraktur.

Verwendung

Die Berliner Zeitung verwendet die Walbaum als Font für Überschriften, die Berner Zeitung Der Bund als Grundschrift.[3]

Belege

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