Walburgiskerk (Zutphen)
Kirchengebäude in den Niederlanden
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Die Walburgiskerk (auch Walburgkerk genannt; deutsch Walburgiskirche) ist die Hauptkirche der niederländischen Stadt Zutphen, Provinz Gelderland.


Geschichte
Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert. Der heutige Bau stammt größtenteils aus dem 13. Jahrhundert; seit dem 16. Jahrhundert hat die Kirche ihr heutiges Aussehen. Bis 1261 war die Walburgiskerk die einzige Pfarrkirche von Zutphen. Seit der Eroberung Zutphens durch Moritz von Oranien 1591 ist sie in protestantischen Händen.
Bei der Kirche befindet sich eine Bibliothek von 1561, eine der wenigen erhaltenen Kettenbibliotheken in Europa.
Orgel

Sehens- und hörenswert ist die von Hans Henrich Bader gebaute Orgel aus dem Jahr 1639, die als größte niederländische Orgel der Spätrenaissance/des Frühbarock gilt. Das Instrument wurde im Laufe der Zeit verändert und erweitert, maßgeblich durch die Orgelbauer Johannes Wilhelmus Timpe (1813) und N. A. Lohman (1824). 1976 und 1996 wurde die Orgel von der Orgelbaufirma Gebrüder Reil restauriert und auf den historischen Zustand aus dem 17. Jahrhundert zurückgeführt.[1] 2016 wurde die Orgel als virtuelle Version (Sample-Set) für Hauptwerk (Software) veröffentlicht. Das Instrument hat 38 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Trakturen sind mechanisch.[2]
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- Koppeln: R/HW, B/HW, HW/R, HW/P, R/P, B/P
- Sonstige: Gesamttremulant
Geläut
Im Hauptturm der Walburgiskirche hängen sechs Glocken. Nachdem das alte Geläut 1948 während eines bei Restaurationsarbeiten ausgebrochenen Brandes zerstört worden war, wurden 1953 vier Glocken als Repliken ihrer Vorgänger in den durch ein Betonskelett verstärkten Turm gehängt. Sie stammen aus der Gießerei van Bergen, hängen auf dem ersten Dachboden in gut 24 Meter Höhe und tragen die Namen der Töchter von Königin Juliana. Anlässlich des 900-jährigen Patronatsfestes wurden 2005 zwei Glocken ergänzt, die seitens der Bürgerschaft gestiftet wurden. Sie hängen eine Etage höher auf dem 2. Dachboden in 31 Meter Höhe. Alle Glocken werden noch von Hand geläutet.
| Glocke | Name | Gussjahr[3] | Gießer | Etage | Masse ≈ | Schlagton |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Beatrix | 1953 | van Bergen | 1. Dachboden | 4800 kg | Gis |
| 2 | Walburga | 2005 | Kon. Eijsbouts | 2. Dachboden | 3800 kg | A |
| 3 | Irene | 1953 | van Bergen | 1. Dachboden | 2600 kg | B |
| 4 | Margriet | 1953 | van Bergen | 1. Dachboden | 2200 kg | Cis |
| 5 | Maria | 2005 | Kon. Eijsbouts | 2. Dachboden | 1600 kg | D |
| 6 | Marijke | 1953 | van Bergen | 1. Dachboden | 1475 kg | E |
Daneben befindet sich im Dachreiter noch eine kleinere Angelusglocke.
Literatur
- Lotte Hellinga: Vroege drukken in de Librije van de St. Walburgiskerk te Zutphen. Elchers, Groningen 2010, ISBN 978-90-5048-118-2.
Weblinks
- Offizielle Website der Kirche (niederländisch)
- Website der Bibliothek (niederländisch)