Walchum
Gemeinde in Deutschland
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Walchum ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Dörpen im Landkreis Emsland in Niedersachsen.

| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 56′ N, 7° 16′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Emsland | |
| Samtgemeinde: | Dörpen | |
| Höhe: | 6 m ü. NHN | |
| Fläche: | 26,5 km² | |
| Einwohner: | 1736 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 66 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 26907 | |
| Vorwahl: | 04963 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 54 056 | |
| LOCODE: | DE ZJB | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Südfeld 22 26907 Walchum | |
| Website: | www.walchum.de | |
| Bürgermeister: | Alois Milsch (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Walchum im Landkreis Emsland | ||
Geografie
Lage
Die Gemeinde Walchum liegt zwischen der Ems im Osten und der Grenze zu den Niederlanden im Westen zwischen Leer und Meppen.
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Dersum, im Osten die Gemeinde Kluse, im Süden die Gemeinde Sustrum in der Samtgemeinde Lathen und im Westen die niederländische Gemeinde Westerwolde.
Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete
Das Gebiet der Gemeinde Walchum gehört naturräumlich zur Emsniederung im nördlichen Emsland und damit hydrologisch zum Flusssystem der Ems.[2]
Das Gemeindegebiet liegt in der Emsniederung. Die Landschaft wird durch die Nähe zur Ems, durch Niederungsbereiche sowie durch ehemalige Moor- und Feuchtgebiete geprägt. Besonders die Flusslandschaft der Ems und die historischen Moorflächen bestimmten die natürliche Entwicklung und die landwirtschaftliche Nutzung des Gebietes.
Die Ems bildet als östliche Gemeindegrenze einen bedeutenden natürlichen Wasserlauf. Hinzu kommen kleinere Entwässerungsgräben, Kanäle und Vorfluter, die im Zusammenhang mit der Moorkultivierung und der landwirtschaftlichen Erschließung entstanden. Diese künstlichen Gewässer dienen der Regulierung des Wasserhaushalts in den Niederungs- und Moorflächen.[3]
Historisch gehörten Teile des heutigen Gemeindegebietes zu den Randbereichen des Bourtanger Moores, eines ehemals ausgedehnten Hochmoorgebietes an der deutsch-niederländischen Grenze. Reste der ursprünglichen Moor- und Feuchtlandschaft sind weiterhin landschaftsprägend.
Geschichte
20. Jahrhundert
Auf dem Gemeindegebiet existierte zwischen 1935 und 1945 das Emslandlager Walchum mit über 1000 Häftlingen.
Herkunft des Namens
Die Herkunft des Namens Walchum (alt: Walkium, Walkiun, später Walinoon, Waleihem, Walchem, Walchum) ist unbekannt. Walchum/Hasselbrock, liegt aber ein chaukisch / friesischer Ursprung nahe. Die Namen friesischer Gründungen enden oft auf „-um“. Beispiele sind: Dornum, Critzum, Pewsum, Petkum, Büsum, Lesum. Die Endigungen ina, ini, ine, inun, enan, enun, um, un, ene, en kommen in zahlreichen Ortsnamen anstelle eines abgeschlissenen Grundwortes vor, ohne dass sich entscheiden lässt, ob sie auf einunddasselbe oder auf mehrere ursprüngliche, alte Wörter zurückgehen. Darin steckt ein allgemeines Grundwort mit der Bedeutung „Siedlung“. Das im Emsland häufige um ist eine jüngere Form, die zum Teile an die Stelle älterer getreten ist, beispielsweise bei Dersum statt Dersinun, Baccum für Baccamun.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Walchum setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Bürgermeister
Hermann Schweers wurde 1996 zum ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Er hat für die Wahlperiode ab 2016 nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert. Zum neuen Bürgermeister wurde Alois Milsch gewählt.[7]
- Seit 2016 Alois Milsch (CDU)
- 1996–2016 Hermann Schweers (CDU)[8]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Verkehr
Walchum ist über die Bundesstraße 70 zu erreichen. Es besteht weiterhin ein Autobahnanschluss an die nahegelegene Bundesautobahn 31.
Literatur
- Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung. Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929.
- Heinz-Helmut Lüger: Ort und Gemeinde Walchum [Kreis Aschendorf-Hümmling] im Jahre 1872. Ein Beispiel für die Wandlung des emsländischen Dorfes im 19. Jahrhundert. In: Jahrbuch des Emsländischen Heimatvereins, Jg. 14 (1967), S. 167–177.


