Waldemar Walther
deutscher Generalapotheker des Heeres der Bundeswehr
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Waldemar Hans Walther (* 30. März 1924 in Hof; † 7. September 2018) war ein Generalapotheker des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Walther, Sohn eines Oberamtmanns, absolvierte 1942 das Abitur in Regensburg. Am 1. Juli 1942 trat er als Offizieranwärter beim Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 55 in Würzburg in die Wehrmacht ein. Dort diente er bis April 1943. Von April bis Juli 1943 war er Gruppenführer in einem Grenadier-Regiment am Mius in der Sowjetunion. Am 1. März 1944 erfolgte die Ernennung zum Leutnant. Von April 1944 bis Februar 1945 war er Ordonnanzoffizier und Bataillons-Adjutant im Grenadier-Regiment 245 im Raum Tarnobrzeg in Polen und an der Weichsel. Am 18. Februar 1945 wurde er schwer verwundet und war bis Mai 1945 im Standort-Lazarett in Regensburg. Im Mai 1945 war er kurzzeitig in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten.[1][2]
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Walther von Juli 1945 bis November 1950 Apothekerpraktikant und -assistent in der Adler- und Sankt-Josef-Apotheke in Regensburg. Von November 1950 bis März 1953 studierte er Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg am Standort Erlangen. Von April 1953 bis September 1955 war er Apotheker in der Nibelungen-Apotheke in Regensburg. Am 30. März 1954 erfolgte die Approbation als Apotheker. Vom Oktober 1955 bis März 1959 war er erster Apotheker der Adler-Apotheke in Regensburg.[1][2]
Am 1. April 1959 trat Walther als Stabsapotheker in die Bundeswehr ein und war bis Juli 1966 Offizier für Logistik (S 4) und Kompaniechef im Sanitätsbataillon 4 in Regensburg und Divisionsapotheker der 4. Panzergrenadierdivision. Anschließend war er von August 1966 bis März 1970 Hörsaalleiter an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München, von April 1970 bis April 1972 Dezernent für Sanitätsmaterialversorgung im Heer im Heeresamt in Köln und ab April 1972 Referent und ab April 1978, unter Ernennung zum Oberstapotheker, Referatsleiter II 7 (Materialbewirtschaftung, Materialerhaltung, Sanitätsmaterial-Versorgungseinrichtungen) in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn.[1][2]
Walther war ab Oktober 1980 Inspizient Pharmazie und Sanitätsmaterial im Sanitätsamt der Bundeswehr in Bonn und wurde zum Generalapotheker befördert.[3] Mit Ablauf des März 1984 wurde er in den Ruhestand versetzt.[4]
Walther war verheiratet und hatte vier Kinder.[2] Er wurde auf dem Friedhof Kottenforst in Bonn-Ückesdorf beigesetzt.[5]
Auszeichnungen
- Eisernes Kreuz II. Klasse[2]
- 1944: Eisernes Kreuz I. Klasse[1][2]
- 1944: Panzervernichtungsabzeichen[1][2]
- 1944: Infanterie-Sturmabzeichen[1][2]
- 1945: Verwundetenabzeichen in Silber[1][2]
- 1983: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[1][5][6]
Siehe auch
Schriften
- Manfred oder Waldemar – freiwillig zur Infanterie – der angefasste Divisionskommandeur – Leutnant und Verantwortung – Apotheker? Nie. In: Wolfgang Wietzker (Hrsg.): Kriegsalltag: der Zweite Weltkrieg in der Erinnerung von Zeitzeugen. Helios, Aachen 2010, ISBN 978-3-86933-008-2, S. 248–251.
Literatur
- Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 544.
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1982/1983. Bernard & Graefe, Bonn 1982, ISBN 3-7637-5262-5, S. 165.