Walther Reichling
deutscher Augenarzt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Walther Reichling (* 28. August 1894 in Köln; † 21. März 1972 in Kassel) war deutscher Augenarzt und Hochschullehrer an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Reichling wollte eigentlich Pianist werden, was durch eine Kriegsverletzung im Ersten Weltkrieg unmöglich wurde. Er studierte Medizin in Bonn, Wien und Berlin und wurde 1926 zum Dr. med. promoviert. Seit Januar 1927 war er als Assistent und seit Oktober 1935 als Oberarzt an der Augenklinik der Charité tätig. Nachdem er sich an der Berliner Universität für Augenheilkunde habilitiert hatte, erhielt er am 13. Februar 1936 eine Dozentur und wurde am 8. August 1940 zum außerplanmäßigen Professor ernannt.[1] 1947 wurde er Direktor der Augenklinik der Charité. 1951 folgte er einem Ruf als ordentlicher Professor an der Universität Würzburg und Direktor der Universitäts-Augenklinik. 1964 ging er in den Ruhestand.
Er befasste sich vor allem mit pathologischer Histologie des Auges und Chirurgie der Augenhöhle (Orbita). Die Exzision nach Reichling bei Exophthalmus aufgrund maligner Tumoren ist nach ihm benannt.
Er leitete ehrenamtlich einen nach ihm benannten Chor (Reichling-Chor) zunächst ab 1927 in Berlin und dann in Würzburg. Mit ihm führte er große Chorwerke von Johann Sebastian Bach auf.
Weblinks
- Andreas Mettenleiter: Mit Augenspiegel und Taktstock, Main-Post, 20. April 2008
- Würzburg Wiki
- Kurze Biografie in W. Jaeger (Hrsg.), Die periphere Sehbahn, 1972 (Google Books)