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Walther Sommerlath

Geschäftsmann From Wikipedia, the free encyclopedia

Carl August Walther Sommerlath (* 22. Januar 1901 in Heidelberg; † 21. Oktober 1990 ebenda) war ein deutscher Geschäftsmann. Er erlangte als Vater der Königin Silvia von Schweden Bekanntheit.

Familiengrab der Sommerlaths auf dem Friedhof Handschuhsheim

Leben

Mitte der 1920er Jahre ging Sommerlath nach São Paulo in Brasilien, wo er für das Stahlunternehmen Acus Roechling Boulerus do Brasil, eine Niederlassung des deutschen Stahlunternehmens Roechling, tätig war.[1] Dort heiratete er 1925 die Brasilianerin Alice Soares de Toledo, mit der er die Söhne Ralf (* 1929), Walther Ludwig (1934–2020) und Hans Jörg (1941–2006) sowie die Tochter Silvia (* 1943), die Königin von Schweden wurde, hatte.

Sommerlath trat zum 1. Dezember 1934 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.592.030).[2][3] Von 1938 bis 1945 lebte er in Deutschland, von 1939 bis 1943 war er Inhaber der Metallwaren- und Apparate-Fabrik Walther Sommerlath in Berlin-Kreuzberg. Das Werk hatte er im Rahmen der „Arisierung“ von einem jüdischen Geschäftsmann übernommen.

Nach Kriegsende bis 1957 lebte er wiederum in São Paulo, dann kehrte die Familie endgültig nach Deutschland zurück.[4][5]

Seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigte ab 2010 die europäische Öffentlichkeit und es wurden mehrere TV-Dokumentationen zum Thema publiziert.[3] Der Dokumentationsfilm „Sanningen om Sommerlath“ (Die Wahrheit über Sommerlath, englischer Titel „A royal nazi secret“) aus dem Jahr 2010 von Johan Åsard wurde 2012 mit dem 1. Preis in der Kategorie „Geschichte und Gesellschaft“ der internationalen Film & TV Awards in New York ausgezeichnet.[6] Im Jahr 2012 erschien im Auftrag des Schwedischen Königshauses ein Untersuchungsbericht des schwedischen Nationalarchivs, welcher Walther Sommerlath teilweise entlastete. Johan Åsard veröffentlichte im Jahr 2013 ein Buch unter dem Titel „Drottningens hemlighet“ (Das Geheimnis der Königin), in welchem er die offizielle Version des Untersuchungsberichtes über die Nazi-Vergangenheit von Walther Sommerlath als Schönfärberei kritisierte.[7]

Literatur

Einzelnachweise

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