Was geschah wirklich mit Baby Jane? (1991)

US-amerikanischer Fernsehfilm von David Greene (1991) From Wikipedia, the free encyclopedia

Was geschah wirklich mit Baby Jane? (Originaltitel: What Ever Happened to…) ist ein US-amerikanisches Thriller-Drama aus dem Jahr 1991 von Regisseur David Greene mit den Geschwistern Vanessa Redgrave und Lynn Redgrave in den Hauptrollen. Der Film basiert auf dem Roman What Ever Happened to Baby Jane? von Henry Farrell und ist eine Neuverfilmung des gleichnamigen Kinofilms von 1962. Er handelt von zwei Schwestern, die nach ihrer Schauspielkarriere durch gegenseitige Eifersucht, Abhängigkeit und Hassliebe miteinander verbunden sind.

TitelWas geschah wirklich mit Baby Jane?
OriginaltitelWhat Ever Happened to…
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Was geschah wirklich mit Baby Jane?
Originaltitel What Ever Happened to…
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 93 Minuten
Stab
Regie David Greene
Drehbuch Brian Taggert
Produktion Barry Bernardi
Musik Peter Manning Robinson
Kamera Stevan Larner
Schnitt Paul Dixon
Besetzung und Synchronisation
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Handlung

In den 1940er Jahren ist „Baby“ Jane Hudson ein berühmter Kinderstar. Sie dominiert ihre schüchterne Schwester Blanche, die als ihr Stuntdouble davon träumt, selbst Schauspielerin zu werden. In den 60er Jahren hat sich das Blatt gewendet: Blanche ist inzwischen eine gefeierte Schauspielerin, während Jane in Vergessenheit gerät. Doch auch Blanches Laufbahn endet schließlich durch einen Autounfall, seit dem sie querschnittsgelähmt ist. Jane wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Es wird angenommen, dass Jane aus Eifersucht ihre Schwester überfahren habe und aus Schuldgefühlen den Verstand verloren habe.

In der Gegenwart leben die alternden Schwestern gemeinsam in einer heruntergekommenen Villa in Brentwood. Die geisteskranke Jane, die sich noch immer wie zu ihren Zeiten als „Baby Jane“ kleidet und schminkt, kümmert sich um die gelähmte Blanche. Da Blanches Filme inzwischen auf Videokassette verfügbar sind, erlebt sie ein bescheidenes Comeback. Jane missgönnt ihrer Schwester die Beliebtheit und hasst ihre eigene Rolle als Pflegerin und lässt ihren Frust in grausamen Streichen an Blanche aus. Sie fängt sämtliche an Blanche gerichtete Post ab, insbesondere Fanbriefe, und erinnert Blanche ständig daran, dass sie ohne Janes Erfolg niemals Karriere gemacht hätte. Blanche will das Haus verkaufen, doch sie und ihr Physiotherapeut Dominick befürchten, dass Jane gewalttätig werden könnte, falls sie dies erfährt. In der Hoffnung auf ein eigenes Comeback besucht Jane eine Videothek, um herauszufinden, welche ihrer alten Filme erhältlich sind. Der Ladenbesitzer Billy Korn erkennt sie als Baby Jane, was sie begeistert. Billy bietet an, ihr Comeback zu managen, und verspricht ihr gegen 1000 Dollar einen Auftritt in einer Talentshow. Jane stimmt zu, ohne zu erkennen, dass Billy nur ein Betrüger ist. Zu Hause versucht Blanche, den Psychiater ihrer Schwester anzurufen. Jane belauscht das Gespräch, greift sie körperlich an und sperrt Jane in ihr Schlafzimmer ein, wo sie tagelang ausgehungert wird. Jane fälscht Blanches Unterschrift auf einem Scheck, um auf der Bank Geld für Billy abzuheben. Dominick erscheint zu einer Physiotherapiesitzung und findet Blanche gefesselt und geknebelt.

Als er sie befreien will, ersticht Jane ihn mit einer Schere und versteckt seine Leiche im Keller. Jane ist entsetzt, als sie erfährt, dass die von Billy organisierte „Talentshow“ in Wirklichkeit eine Drag-Revue ist, in der Billy selbst als Blanche verkleidet auftritt. Als die beiden versuchen, ein Duett aus ihrer Kindheit vorzutragen, macht sich das Publikum über Janes Aussehen und ihre schlechte Gesangsstimme lustig. Sie erleidet einen Nervenzusammenbruch und muss von der Bühne geführt werden. Billy fährt zur Villa und findet die noch immer gefesselte und geknebelte Blanche. Jane ersticht ihn mit einer zerbrochenen Trophäe. Anschließend setzt Jane Blanche ins Auto und fährt mit ihr an den Strand, an dem die beiden ihre schönsten Kindheitserinnerungen haben. Dort gesteht die dem Tode nahe Blanche, dass sie in der Nacht des Unfalls selbst am Steuer saß und die betrunkene Jane im Glauben ließ, dass diese schuld sei. Sie entschuldigt sich dafür, Jane nie die Wahrheit gesagt zu haben, und für einen Moment versöhnen sich die Schwestern. Die Polizei trifft ein und findet Blanche bewusstlos vor. Während die Beamten Hilfe anfordern, geht Jane ins Meer, um sich das Leben zu nehmen, doch ein Polizist kann sie herausziehen. Die letzte Einstellung zeigt Janes lächelndes Gesicht, während sie sich widerstandslos von der Polizei abführen lässt.

Hintergrund

Der Fernsehfilm hatte seine Premiere am 17. Februar 1991 beim US-Sender ABC. In Deutschland wurde er erstmals am 27. Januar 1995 in der ARD ausgestrahlt.[1]

Erstmals standen die Schwestern Vanessa und Lynn Redgrave gemeinsam vor der Kamera.[2]

Im Unterschied zum Original spielt das Remake nicht in den 1960er, sondern in den 1990er Jahren, und Baby Jane ist Filmschauspielerin statt Varieté-Künstlerin. Die Haushälterin Elvira Stitt und Edwin Flagg wurden durch den Physiotherapeuten Dominick und Billy Korn ersetzt. Eine weitere Änderung besteht darin, dass Jane am Ende des Films verhaftet wird.

Besetzung und Synchronisation

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Synchron­sprecher[3]
Blanche Hudson Vanessa Redgrave Doris Gallart
Jane Hudson Lynn Redgrave
Billy Korn John Glover
Dominick Bruce A. Young Oliver Stritzel
Connie Trotter Amy Steel
Frank John Scott Clough
junge Jane Samantha Ryan
junge Blanche Erinn Canavan
Mr. Hudson J. Michael Flynn
Cora Alexandra Johnson
Luther Bradley Mott
Abe Vinny Argiro
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Kritiken

Die Los Angeles Times urteilte 1991, die Neuverfilmung reiche zwar nicht an das Original heran, bemühe sich jedoch, dessen Logikschwächen auszubügeln und Janes Abstieg in den Wahnsinn genauer nachzuzeichnen. Zwar könne es niemand mit Davis’ brillanter Darstellung von Jane aufnehmen, doch die Redgrave-Schwestern böten etwas, das Davis und Crawford nicht hatten: ein beinahe magisches, schwesterliches Zusammenspiel, das diesem Remake eine emotionale Glaubwürdigkeit verleihe. Während Aldrichs Film eine überwältigende, fast hypnotische Kraft besessen habe, gewinne dieses Remake hingegen an Feinfühligkeit.[4]

Der Filmdienst nennt den Film ein überflüssiges, durchschnittliches Remake.[1]

TV Spielfilm bezeichnet den Film als mittelmäßige Kopie des Originals.[2]

Einzelnachweise

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