Wasserkraftwerk Kiebingen
Laufwasserkraftwerk in Deutschland
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Das Wasserkraftwerk Kiebingen ist ein Laufwasserkraftwerk am Neckar in Kiebingen, das zur Stadt Rottenburg am Neckar gehört. Eigentümer und Betreiber ist die EnBW Kraftwerke AG.[1][3]
| Wasserkraftwerk Kiebingen | ||
|---|---|---|
| Lage | ||
|
| ||
| Koordinaten | 48° 29′ 6″ N, 8° 58′ 37″ O | |
| Land | ||
| Ort | Rottenburg am Neckar | |
| Gewässer | Neckar[1] | |
| Gewässerkilometer | km 256,67[2] | |
| Kraftwerk | ||
| Eigentümer | EnBW Kraftwerke AG[1] | |
| Betreiber | EnBW Kraftwerke AG[3] | |
| Bauzeit | 1902–1903[3] | |
| Betriebsbeginn | 1903[1] | |
| Technik | ||
| Engpassleistung | 1,65[1] Megawatt | |
| Durchschnittliche Fallhöhe |
8,3[1] m | |
| Ausbaudurchfluss | 22,87[1] m³/s | |
| Regelarbeitsvermögen | 8[1] Millionen kWh/Jahr | |
| Turbinen | 4 Kaplan-Turbinen[1] | |
| Sonstiges | ||
| Website | Wasserkraftwerke am Neckar www.enbw.com ( vom 12. Januar 2012 im Internet Archive) | |
Geschichte


Das Kraftwerk wurde 1902 bis 1903 von den Gebrüdern Junghans erbaut.[3][4] Zunächst besaß es vier Francis-Turbinen, die aber 1924/25 durch vertikale Francis-Schachtturbinen ersetzt wurden, die ohne Einlaufbauwerk auskamen.[4][5] Zeitweilig befand sich am Standort des Wasserkraftwerks auch zusätzlich noch ein kleines Dampfkraftwerk. 1996 wurden das Stauwehr aus Sicherheitsgründen einer grundlegenden Sanierung unterzogen.[4] Bis dahin war das mit 14, jeweils 3,4 m breiten Wehrfeldern bestückte Stauwehr 56 m breit und hatte eine Stauhöhe von 3,3 m. Es wurde nun durch ein zweifeldriges Schlauchwehr ersetzt.[4] In den folgenden Jahren wurden weitere umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt:[1] So wurden die Turbinen wegen mangelnder Effizienz durch neue ersetzt.[4] Die ersten beiden neuen Propellerturbinen gingen im April 2001, die anderen beiden im Anfang 2003 in Betrieb.[4] Die neuen Turbinen wurden am Institut für Strömungsmechanik und hydraulische Strömungsmaschinen der Universität Stuttgart numerisch optimiert und so dimensioniert, dass das vorhandene Saugrohr nicht angepasst werden musste.[5][4] Mit den neuen Turbinen konnte eine um etwa 30 % höhere Energieausbeute erreicht werden.[4][5] Eine Fischtreppe wurde im Jahr 2004 errichtet.[2]
Heutige Technik
Die vier Kaplan-Turbinen erzeugen mit einem Durchfluss von insgesamt 22,87 m³/s und einer Fallhöhe von 8,3 m eine elektrische Leistung von 1,65 MW.[1] Das ca. 47 m lange, zweifeldrige Stauwehr ist als Schlauchwehr ausgeführt und war in dieser Bauform zeitweilig das größte in Europa.[1][2][3] Die beiden Wehrfelder sind dabei jeweils 23 m breit und haben eine Stauhöhe von 3,3 m.[1] Unterhalb des Wehrs befindet sich ein 21 m langes und 50 m breites Tosbecken.[1]
Das Kraftwerk verfügt über eine Fischtreppe.[6] Diese ist als Kombinationsbauwerk aus Umgehungsgewässer und Beckenschlitzpass angelegt und hat eine Länge von ca. 257 m und einen Wasserdurchfluss von ca. 500 l/s.[2]
Lagekarte

Siehe auch
- Weitere Kraftwerke in Rottenburg am Neckar: Flusskraftwerk Tübinger Straße, Flusskraftwerk Beim Preußischen, Wasserkraftwerk Bad Niedernau und Wasserkraftwerk Starzeltal.
- Flussabwärts ist das nächste Kraftwerk das Flusskraftwerk bei Tübingen-Hirschau.

