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Wasserkraftwerk Kiebingen

Laufwasserkraftwerk in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Wasserkraftwerk Kiebingen ist ein Laufwasserkraftwerk am Neckar in Kiebingen, das zur Stadt Rottenburg am Neckar gehört. Eigentümer und Betreiber ist die EnBW Kraftwerke AG.[1][3]

Schnelle Fakten
Wasserkraftwerk Kiebingen
Kiebinger Wasserkraftwerk im Jahr 2014
Kiebinger Wasserkraftwerk im Jahr 2014
Kiebinger Wasserkraftwerk im Jahr 2014
Lage
Wasserkraftwerk Kiebingen (Baden-Württemberg)
Wasserkraftwerk Kiebingen (Baden-Württemberg)
Koordinaten 48° 29′ 6″ N,  58′ 37″ O
Land Deutschland Deutschland
Baden-Württemberg Baden-Württemberg
Ort Rottenburg am Neckar
Gewässer Neckar[1]
Gewässerkilometer km 256,67[2]
f1
Kraftwerk
Eigentümer EnBW Kraftwerke AG[1]
Betreiber EnBW Kraftwerke AG[3]
Bauzeit 1902–1903[3]
Betriebsbeginn 1903[1]
Technik
Engpassleistung 1,65[1] Megawatt
Durchschnittliche
Fallhöhe
8,3[1] m
Ausbaudurchfluss 22,87[1] m³/s
Regelarbeitsvermögen 8[1] Millionen kWh/Jahr
Turbinen 4 Kaplan-Turbinen[1]
Sonstiges
Website Wasserkraftwerke am Neckar www.enbw.com (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive)
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Geschichte

Kombiniertes Kohle- und Wasserkraftwerk im Jahr 1910
Turbinen des Kiebinger Kraftwerks nach dem Umbau im Jahr 1912

Das Kraftwerk wurde 1902 bis 1903 von den Gebrüdern Junghans erbaut.[3][4] Zunächst besaß es vier Francis-Turbinen, die aber 1924/25 durch vertikale Francis-Schachtturbinen ersetzt wurden, die ohne Einlaufbauwerk auskamen.[4][5] Zeitweilig befand sich am Standort des Wasserkraftwerks auch zusätzlich noch ein kleines Dampfkraftwerk. 1996 wurden das Stauwehr aus Sicherheitsgründen einer grundlegenden Sanierung unterzogen.[4] Bis dahin war das mit 14, jeweils 3,4 m breiten Wehrfeldern bestückte Stauwehr 56 m breit und hatte eine Stauhöhe von 3,3 m. Es wurde nun durch ein zweifeldriges Schlauchwehr ersetzt.[4] In den folgenden Jahren wurden weitere umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt:[1] So wurden die Turbinen wegen mangelnder Effizienz durch neue ersetzt.[4] Die ersten beiden neuen Propellerturbinen gingen im April 2001, die anderen beiden im Anfang 2003 in Betrieb.[4] Die neuen Turbinen wurden am Institut für Strömungsmechanik und hydraulische Strömungsmaschinen der Universität Stuttgart numerisch optimiert und so dimensioniert, dass das vorhandene Saugrohr nicht angepasst werden musste.[5][4] Mit den neuen Turbinen konnte eine um etwa 30 % höhere Energieausbeute erreicht werden.[4][5] Eine Fischtreppe wurde im Jahr 2004 errichtet.[2]

Heutige Technik

Die vier Kaplan-Turbinen erzeugen mit einem Durchfluss von insgesamt 22,87 m³/s und einer Fallhöhe von 8,3 m eine elektrische Leistung von 1,65 MW.[1] Das ca. 47 m lange, zweifeldrige Stauwehr ist als Schlauchwehr ausgeführt und war in dieser Bauform zeitweilig das größte in Europa.[1][2][3] Die beiden Wehrfelder sind dabei jeweils 23 m breit und haben eine Stauhöhe von 3,3 m.[1] Unterhalb des Wehrs befindet sich ein 21 m langes und 50 m breites Tosbecken.[1]

Das Kraftwerk verfügt über eine Fischtreppe.[6] Diese ist als Kombinationsbauwerk aus Umgehungsgewässer und Beckenschlitzpass angelegt und hat eine Länge von ca. 257 m und einen Wasserdurchfluss von ca. 500 l/s.[2]

Lagekarte

Flusskraftwerk Beim PreußischenFlusskraftwerk Tübinger StraßeWasserkraftwerk Bad NiedernauWasserkraftwerk Kiebingen
Lage des Wasserkraftwerks Kiebingen und der anderen drei Kraftwerke in Rottenburg (interaktive Karte)

Siehe auch

Einzelnachweise

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