Wassil Bojdew
bulgarischer Generalleutnant
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Wassil Tenew Bojdew (bulgarisch Васил Тенев Бойдев; * 1. Januar 1893 in Kasanlak, Fürstentum Bulgarien; † 23. April 1983 in Trojan, Volksrepublik Bulgarien) war ein Offizier im Königreich Bulgarien, der unter anderem zwischen 1936 und 1941 Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte und 1941 kurzzeitig Chef des Generalstabes der Streitkräfte war und 1943 zum Generalleutnant befördert wurde.

Leben
Wassil Tenew Bojdew, Sohn von Oberst Tenju Dimitrow Bojdew, absolvierte eine Offiziersausbildung von 1905 bis 1912 eine Offiziersausbildung an der Militärschule Seiner Majästet und wurde nach deren Abschluss am 2. August 1912 zum Leutnant sowie am 2. August 1914 zum Oberleutnant befördert. Er nahm 1912 und 1913 an den Balkankriegen sowie am Ersten Weltkrieg teil, in dessen Verlauf am 14. Oktober 1917 seine Beförderung zum Hauptmann erfolgte. Nach Kriegsende fand er in der Zwischenkriegszeit zahlreiche Verwendungen als Offizier und Stabsoffizier, absolvierte die Militärakademie und wurde am 5. Dezember 1927 zum Oberstleutnant befördert. Er war zwischen 1933 und 1934 Chef des Stabes der 8. Infanteriedivision „Tundscha“ unter Generalmajor Nikola Staitschew und nach seiner Beförderung zum Oberst am 18. Juli 1934 von 1934 bis 1935 Chef des Stabes des 2. Armeebezirks, dessen Kommandeur Generalmajor Teodor Radew war. Am 4. November 1935 löste er Generalmajor Dimitar Stojanov als Kommandant der Militärschule Seiner Majestät ab und war als solcher bis zu seiner Ablösung durch Oberst Nikola Hadschiipetkow am 8. Oktober 1936 Chef der militärischen Ausbildung.
Im Oktober 1936 wurde Bojdew als Nachfolger von Oberstleutnant Georgi Popwassilew zunächst Direktor der Luftfahrtdirektion des Ministeriums für Eisenbahnen, Post und Telegrafie daraufhin im Juni 1937 Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte Seiner Majestät und verblieb in dieser Stellung bis Juli 1941, woraufhin Generalmajor Dimitar Ajranow[1][2] Er trug in dieser Funktion maßgeblich zum Wiederaufbau und zur Verbesserung der Luftstreitkräfte bei, die nach dem Ersten Weltkrieg durch Artikel 89 Abs. 1 des Vertrages von Neuilly-sur-Seine vom 27. November 1919 verboten wurden.
Er wurde 1940 zum Generalmajor befördert und war 1941 kurzzeitig Chef des Generalstabes der Streitkräfte. Daraufhin wurde er am 11. August 1941 Nachfolger von Generalmajor Nikola Mihow[3] als Kommandierender General der Fünften Bulgarischen Armee und behielt dieses Kommando bis zu seiner Ablösung durch Generalmajor Konstantin Stojanow[4] am 11. Mai 1944. Er wurde in dieser Verwendung 1943 zum Generalleutnant und trat im Mai 1944 in den Ruhestand.
Weblinks
- The Generals of WWII: Boydev, Vasil Tenev. generals.dk, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).