Wassili Wassiljewitsch Parchomtschuk
russischer Physiker
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Wassili Wassiljewitsch Parchomtschuk, russisch Василий Васильевич Пархомчук, englische Transkription Vasili oder Vasily Parkhomchuk (* 1. September 1946 in Torchyn, Ukrainische SSR, Sowjetunion, heute Ukraine; † 23. Juli 2026 in Nowosibirsk, Russland[1]), war ein sowjetischer bzw. russischer Physiker. Er galt international als Experte für Elektronenkühlung.
Parchomtschuk studierte 1964 bis 1968 an der Staatlichen Universität von Nowosibirsk und war dort ein Schüler von Gersch Izkowitsch Budker. Er war dort in den 1960er Jahren ein Pionier in der Elektronenkühlung bei Teilchenbeschleunigern, die Budker 1966 zuerst vorschlug. Das Verfahren wurde erstmals erfolgreich am NAP-M-Speicherring des Budkerinstituts in den Jahren 1971 bis 1980 getestet unter wesentlicher Mitwirkung von Parkhomchuk. Er richtete Elektronenkühlungsanlagen an Beschleunigern weltweit an, zum Beispiel am GSI (Synchrotron SIS-18, 1998), von 2001 bis 2004 am Institut für Moderne Physik in China (CSR-Projekt), am COSY (Jülich) und CERN (LHC).
Er leitete das Labor für Elektronenkühlung am Budkerinstitut. 1997 wurde er korrespondierendes und 2016 Vollmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.
2016 erhielt er den Robert R. Wilson Prize und 2002 den Staatspreis der Russischen Föderation.
Schriften
- mit Alexander Nikolajewitsch Skrinski: “Electron cooling: 35 years of development”, Physics Uspekhi, Band 43, 2000, S. 433–452
Weblinks
- Пархомчук, Василий Васильевич ( vom 6. April 2023 im Internet Archive) Eintrag bei der Russischen Akademie der Wissenschaften (russisch)
- Пархомчук, Василий Васильевич Biografie bei der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften (russisch)
- Eintrag bei den Autoren von Physics Uspekhi
- Robert Wilson Prize