Weiershausen

Ortsteil der Gemeinde Weimar (Lahn) From Wikipedia, the free encyclopedia

Weiershausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Weimar (Lahn) im Süden des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Schnelle Fakten Gemeinde Weimar (Lahn) ...
Weiershausen
Gemeinde Weimar (Lahn)
Koordinaten: 50° 47′ N,  40′ O
Höhe: 243 (229–253) m ü. NHN
Fläche: 3,31 km²[1]
Einwohner: 81 (Mai 2011)[2]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 35096
Vorwahl: 06421
Südlicher Ortseingang
Südlicher Ortseingang
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Geographische Lage

Ansicht von Süden. Zu sehen ist der höher gelegene Teil des Dorfes. Nach Osten (rechts der Bildmitte) erstreckt sich eine Talsenke, in der auch die einzige Zugangsstraße verläuft

Das Dorf befindet sich zwischen den zwei kleinen Orten Allna und Hermershausen. Es führt nur eine Straße in und aus dem Dorf (Sackgassendorf). Acht Kilometer östlich von Weiershausen befindet sich Marburg und acht Kilometer westlich liegt Gladenbach. Weiershausen liegt auf 239 m ü. NN Höhe.

Geschichte

Ortsgeschichte

Soweit bekannt wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen Wigershsen im Jahre 1285 im Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei (1, 1 Nr. 445). Weitere historisch verbürgte Namensformen sind Wyreshusen (1361) und Weyershausen (1577). Der Name Weiershausen erscheint Anfang des 18. Jahrhunderts (1708/10), die älteste Gemarkungskarte datiert von 1718. Die Flurnamen Sterbershäuser Wald und Sterberswiese deuten auf eine Wüstung etwa einen halben Kilometer westlich der heutigen Siedlung.[1]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen schloss sich die bis dahin selbständige Gemeinde Weiershausen zum 1. Juli 1972 freiwillig der Großgemeinde Weimar (Lahn) an.[3][4] Für Weiershausen wurde wie für die übrigen Ortsteile von Weimar ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.[5]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Weiershausen angehört(e):[1][6]

Gerichte seit 1821

Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz getrennt. In Marburg wurde der Kreis Marburg für die Verwaltung eingerichtet und das Landgericht Marburg war als Gericht in erster Instanz für Weiershausen zuständig. 1850 wurde das Landgericht in Justizamt Marburg umbenannt.[10] Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Marburg.[11][12] Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1879 blieb das Amtsgericht unter seinem Namen bestehen.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Weiershausen 81 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 12 Einwohner unter 18 Jahren, 36 zwischen 18 und 49, 15 zwischen 50 und 64 und 18 Einwohner waren älter.[2] Die Einwohner lebten in 30 Haushalten. Davon waren 3 Singlehaushalte, 15 Paare ohne Kinder und 12 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 6 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 18 Haushaltungen leben keine Senioren.[2]

Einwohnerentwicklung

Quelle:Historisches Ortslexikon[1]
 1577:6 Hausgesesse
 1630:6 hausgesessene Mannschaften (4 zweispännige Ackerleute 2 Einläuftige)
 1681:6 hausgesessene Mannschaften
 1747:48 Einwohner
 1838:78 Einwohner davon 8 nutzungabergte, ein nicht nutzungsberechtigter Ortsbürger.
Weiershausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2011
Jahr  Einwohner
1834
 
78
1840
 
99
1846
 
85
1852
 
82
1858
 
76
1864
 
80
1871
 
79
1875
 
92
1885
 
78
1895
 
76
1905
 
88
1910
 
77
1925
 
72
1939
 
75
1946
 
111
1950
 
107
1956
 
75
1961
 
71
1967
 
72
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
70
2005
 
80
2010
 
81
2011
 
81
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; nach 1970: Gemeinde Weimar:[13]; Zensus 2011[2]

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle:Historisches Ortslexikon[1]
 1861:71 evangelisch-lutherische Einwohner
 1885:78 evangelische (= 100,00 %) Einwohner
 1961:69 evangelische (= 97,18 %), zwei katholische (= 2,82 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

Quelle:Historisches Ortslexikon[1]
 1747:Erwerbspersonen: zwei Schmiede, ein Dachdecker und Tagelöhner, ein Branntweinbrenner. Familien: 8 Ackerbau, eine Gewerbe, eine Tagelöhner.
 1838:Familien: 8 Ackerbau, eine Gewerbe, eine Tagelöhner.
 1961:Erwerbspersonen: 35 Land- und Forstwirtschaft, 8 Produzierendes Gewerbe, 2 Handel und Verkehr.

Varia

Eine Kurzgeschichte von Heinz Strunk trägt den Titel DJ Bobo in Weiershausen.[14]

Commons: Weiershausen (Weimar) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

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