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Weilbach (Oberösterreich)

Gemeinde im Bezirk Ried, Oberösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Weilbach ist eine Gemeinde in Österreich im Bundesland Oberösterreich im Bezirk Ried im Innviertel mit 616 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Weilbach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Weilbach
Weilbach (Oberösterreich) (Österreich)
Weilbach (Oberösterreich) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 13,50 km²
Koordinaten: 48° 17′ N, 13° 22′ O
Höhe: 386 m ü. A.
Einwohner: 616 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 46 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4984
Vorwahl: 07757
Gemeindekennziffer: 4 12 35
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Weilbach 34
4984 Weilbach
Website: weilbach.at
Politik
Bürgermeister: vakant (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
7
5
1
7 5 1 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Weilbach im Bezirk Ried
Lage der Gemeinde Weilbach (Oberösterreich) im Bezirk Ried (anklickbare Karte)AndrichsfurtAntiesenhofenAurolzmünsterEberschwangEitzingGeiersberg (Oberösterreich)GeinbergGurtenHohenzellKirchdorf am InnKirchheim im InnkreisLambrechtenLohnsburg am KobernaußerwaldMehrnbachMettmachMörschwangMühlheim am InnNeuhofen im InnkreisObernberg am InnOrt im InnkreisPattighamPeterskirchenPrametReichersbergRied im InnkreisSchildornSenftenbachSt. Georgen bei Obernberg am InnSt. Marienkirchen am HausruckSt. Martin im InnkreisTaiskirchen im InnkreisTumeltshamUtzenaichWaldzellWeilbachWippenhamOberösterreich
Lage der Gemeinde Weilbach (Oberösterreich) im Bezirk Ried (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Der Ort Weilbach liegt auf 386 Meter Höhe im Innviertel, die bewaldeten Hügel im Osten sind 500 Meter hoch. Entwässert wird das Gemeindegebiet durch den Ellrechinger Bach und den Lautersbach, die nach Nordwesten fließen und gemeinsam in den nahen Inn münden. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,5 km, von West nach Ost 5,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 13½ Quadratkilometer. Mehr als drei Viertel der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, sechzehn Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026[2]):

  • Detzlhof (26)
  • Ellreching (81)
  • Hinterweintal (17)
  • Kirchberg (22)
  • Kleinmurham (29) samt Brandstatt
  • Klingersberg (25)
  • Kölbl (50) samt Pfennigsham
  • Lindl (18)
  • Neudorf (28)
  • Oberweintal (17)
  • Tal (24)
  • Voitshofen (91)
  • Weilbach (188)

Nachbargemeinden

Mörschwang
St. Georgen Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Senftenbach
Gurten

Geschichte

Ortsgeschichte

Der Ort wurde um das Jahr 800 als „Uuilpach“ erstmals schriftlich erwähnt.[3]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals „Innbaiern“) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Im Jahr 1906 wurde am Weilbacher Friedhof ein Münzfund mit 1010 kleinen Silbermünzen aus dem Zeitraum von 1524 bis 1633 gemacht.[4]

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

Weilbach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
865
1880
  
895
1890
  
801
1900
  
865
1910
  
905
1923
  
860
1934
  
795
1939
  
745
1951
  
883
1961
  
671
1971
  
657
1981
  
641
1991
  
603
2001
  
597
2011
  
622
2021
  
612
2026
  
616
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 603 Einwohner, 2001 dann 597 Einwohner. Der Rückgang erfolgte trotz positiver Geburtenbilanz (+12), da die Wanderungsbilanz stärker negativ war (−18). Von 2001 bis 2011 nahm die Geburtenrate deutlich zu, sie konnte die Abwanderung ausgleichen, sodass die Bevölkerungszahl auf 622 Personen anstieg.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Weilbach
Filialkirche Kleinmurham
Naturdenkmal ND410: Linde
  • Katholische Pfarrkirche Weilbach Mariä Himmelfahrt: Die Kirche ist von einer Friedhofsmauer umgeben, deren gotische Keilsteinabdeckung noch teilweise vorhanden ist. Das zweijochige, spätbarocke Langhaus wurde 1775 errichtet. Ostseitig ist ein leicht eingezogener, zweijochiger, gotischer Chor mit einem 5/8-Schluss angebaut. Der barocke Westturm mit einer hohen Haube wurde um 1780 errichtet. Der Hochaltar in spätbarocker-klassizistischer Tradition wurde laut Inschrift 1845 errichtet. Die Seitenaltäre sind neuerem Datums.[6]
  • Katholische Filialkirche Kleinmurham hl. Valentin
  • Naturdenkmal ND410: Kaiserlinde

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Weilbach ist eine Landwirtschaftsgemeinde. Von den 41 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 17 im Haupt-, 23 im Nebenerwerb und einer von einer Personengemeinschaft geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten mehr als siebzig Prozent der Flächen. Im schwach ausgeprägten Produktionssektor waren 14 der 15 Erwerbstätigen in den zwei Firmen des Bereiches Warenherstellung beschäftigt. Die größten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (29), soziale und öffentliche Dienste (23) und freiberufliche Tätigkeiten (16 Erwerbstätige).[7][8][9]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 41 57 40 46
Produktion 3 7 15 43
Dienstleistung 22 19 80 59
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 311 Erwerbstätige in Weilbach. Davon arbeiteten 66 in der Gemeinde, fast achtzig Prozent pendelten aus.[10]

Politik

Gemeindeamt

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 2003: 9 ÖVP, 3 SPÖ und 1 FPÖ.
  • 2009: 9 ÖVP, 3 FPÖ und 1 SPÖ.
  • 2015: 7 ÖVP, 5 FPÖ und 1 SPÖ.[11]
  • 2021: 7 ÖVP, 5 FPÖ und 1 SPÖ.[12][13]

In den Gemeinderat werden dreizehn Mandatare gewählt:

Weitere Informationen Partei, Prozent ...
Partei 2015[11] 2009[14] 2003[15] 1997[16]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 51,97 7 64,08 9 66,41 9 64,66 9
SPÖ 10,84 1 12,21 1 21,54 3 12,57 1
FPÖ 37,19 5 23,71 3 12,05 1 22,77 3
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Bürgermeister

Bürgermeister seit 1850 waren:[17]

  • 1850–1861 Andreas Bangerl
  • 1861–1864 Josef Zeillinger
  • 1864–1867 Josef Hörl
  • 1867–1870 Johann Springer
  • 1870–1873 Andreas Lindinger
  • 1873–1876 Johann Lobmaier
  • 1876–1879 Anton Streif
  • 1879–1885 Johann Nöbauer
  • 1885–1894 Josef Hobler
  • 1894–1897 Josef Doblhofer
  • 1897–1900 Max Schneglberger
  • 1900–1906 Josef Doblhofer
  • 1906–1909 Peter Buttinger
  • 1909–1912 Franz Wiesenberger
  • 1912–1916 Johann Reitinger
  • 1916–1919 Karl Haslinger
  • 1919–1924 Franz Hörl
  • 1924–1929 Alois Burgstaller
  • 1929–1942 Josef Aichinger
  • 1942–1945 Alois Bangerl
  • 1945–1949 Josef Aichinger
  • 1949–1961 Max Schneglberger
  • 1961–1970 Johann Burgstaller
  • 1970–1979 Gottfried Hörl
  • 1979–1996 Ludwig Huber sen. (ÖVP)[18]
  • 1996–2013 Hermann Vorauer (ÖVP)[18]
  • 2013–2026 Ludwig Huber jun. (ÖVP)[18][19]
  • seit 2026 vakant

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

In Gold ein schwarzes, aufgerichtetes Eichhörnchen.

Die Gemeindefarben sind Gelb-Schwarz-Grün.[20]

Das Wappen geht zurück auf das Geschlecht der Elrechinger, die ihren Stammsitz in der Gemeinde hatten.[17]

Persönlichkeiten

Literatur

  • Musikverein Weilbach. Festschrift 75 Jahre, 2004.
  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Weilbach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. Kirchdorf an der Krems 2007, S. 1–36 (zobodat.at [PDF]).
Commons: Weilbach, Upper Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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