Weimarische Villenbau- und Terraingesellschaft
Gesellschaft im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts
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Die Weimarische Villenbau- und Terraingesellschaft war ein Immobilien-Unternehmen, das im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts in Weimar Grundstücke aufkaufte und auf ihnen schlüsselfertige Villen errichtete.
Geschichte
Das Unternehmen entstand 1891 aus einem Zusammenschluss von verschiedenen Weimarer Kaufleuten und Handwerkern, es vermarktete spekulativ Bauland.[1] In dem von Rainer Müller bearbeiteten Denkmaltopographie-Band über Weimar erscheint diese Gesellschaft insbesondere im Zusammenhang mit der südlichen Erweiterung der Stadt; sie trat hier als Bauträger in Erscheinung. Die anvisierte Kundschaft war das wohlhabende Bürgertum. Die Entwürfe für die vom Unternehmen gebauten Villen kamen in der Hauptsache von einheimischen Architekten wie Bruno Röhr, Rudolf Zapfe und Hugo Weiß, nur vereinzelt kamen Entwürfe auswärtiger Architekten zur Ausführung wie von Richard Klepzig aus Gotha und Rudolf Schmidt aus Gera. Ein für die Weimarische Villenbau- und Terraingesellschaft tätiger Bauunternehmer war Karl Paulin.[2] Die Weimarer Südstadt wird insbesondere im Bereich der Freiherr-vom-Stein-Allee (einer direkten Verbindung zwischen Berkaer Straße und Max-Liebermann-Straße) von den ab den 1890er Jahren dort entstandenen Villen geprägt. Dasselbe gilt für die Kantstraße. Nach 1920 sind bislang keine nennenswerten Bauträger-Aktivitäten des Unternehmens mehr zu ermitteln, zumindest sind in dem Denkmalmaltopgraphie-Band keine späteren Bauten zu finden – die jüngste Villa ist das Gebäude Max-Liebermann-Straße 8 aus dem Jahr 1920.
Bauten
(unvollständig)
- Freiherr-vom-Stein-Allee 1
- Freiherr-vom-Stein-Allee 2
- Freiherr-vom-Stein-Allee 3
- Freiherr-vom-Stein-Allee 4
- Freiherr-vom-Stein-Allee 14
- Freiherr-vom-Stein-Allee 24
- Freiherr-vom-Stein-Allee 30
- Freiherr-vom-Stein-Allee 32
- Helmholtzstraße 1
- Kantstraße 1
- Kantstraße 5
- Kantstraße 10
- Kantstraße 12
- Kantstraße 14
- Max-Liebermann-Straße 8