Welser Höhenweg

Alpine Überschreitung des Toten Gebirges From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Welser Höhenweg ist die Ost-West-Überschreitung des Toten Gebirges (ausgenommen der Warscheneckgruppe).[1][2] Mit dem Ausseer Weg (Nord-Süd-Überschreitung) stellt er eine der beiden Hauptüberschreitungen über dieses Gebirge dar. In fünf Tagesetappen zieht sich der alpine Pfad in der Linzer Einstiegsvariante von Hinterstoder nach Bad Ischl, in der Welser Einstiegsvariante von Grünau im Almtal nach Bad Ischl. Dabei wird eine Distanz von 56 km (Linzer Variante) bzw. 62 km (Welser Variante) und etwa 3200 Höhenmetern zurückgelegt. Die Übernachtungen erfolgen bei der Linzer Variante auf dem Prielschutzhaus, der Pühringerhütte, dem Albert-Appel-Haus sowie der Ischler Hütte. Bei der Welser Variante ist der Start im Almtal beim Hotel Jagersimmerl und die erste Übernachtung auf der Welser Hütte, von der aus sich am zweiten Tag am Fleischbanksattel die Verläufe der beiden Einstiegsvarianten vereinigen. Die Namen der jeweiligen Varianten sind dabei auf jene beiden Städte bezogen, von denen aus sich die An- und Abreise des Höhenweges per öffentlicher Verkehrsmittel anbietet. Das Sektionsgebiet des Alpenverein Wels umfasst einen großen Anteil des Hauptplateaus des Toten Gebirges.[3][3][4][5][6][7][2][7]

Schnelle Fakten Karte, Daten ...
Welser Höhenweg
Karte
Karte des Wanderweges
Daten
Länge56 bzw. 62 kmdep1
Betreut durchAlpenverein Sektion Wels
StartpunktLinzer Variante: Hinterstoder

Welser Variante: Grünau im Almtal
Einmündung in den Hauptweg
47° 42′ 20,1″ N, 14° 1′ 21,8″ O

ZielpunktBad Ischl
47° 42′ 43″ N, 13° 37′ 37,1″ O
TypAlpine Route
Höhenunterschied3.200 hmdep1
Höchster Punkt2093 m, Schönberg
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Geschichte

Viele der Alpenvereins-Wege und Steige im Toten Gebirge, die heute den Welser Höhenweg bilden, entwickelten sich ursprünglich aus Vieh-, Jäger- und Saumpfaden. Bereits vor mehr als 2000 Jahren wurden diese genutzt, um Sommerweiden im Hochplateau zu erreichen. Auch der Salzhandel aus dem Raum Bad Aussee spielte ab dem Mittelalter indirekt eine Rolle, da Verbindungswege über das Gebirge wirtschaftlich wichtig waren. Auf der Basis dieser alten Routen über das Tote Gebirge errichtete der Alpenverein nach seiner Entstehung im 19. Jahrhundert alpine Steige und Wege.[6] Im Jahr 2019 wurden Anteile des bereits vorhandenen Wegenetzes am Plateau des Toten Gebirges durch den Alpenverein Wels zu der großen Ost-West-Gesamtüberschreitung dieses Gebirgsstockes, dem Welser Höhenweg, zusammengefügt.[8] Unterstützt wurde das Errichtungsprojekt durch die Zusammenarbeit mit den Städten Wels, Linz und Bad Ischl, den Gemeinden Hinterstoder und Grünau im Almtal, den Österreichischen Bundesforsten, der Linz AG sowie dem Tourismusverband Oberösterreich. An der Errichtung beteiligt waren Funktionärinnen und Funktionäre der Alpenvereinssektionen Wels, Linz, Ebensee und Salzkammergut (Bad Ischl) als auch der Naturfreundesektion Bad Aussee. In den Jahren 2019 und 2020 erfolgte die Digitalisierung des Höhenweges. Seit 2020 ist der Höhenweg beschildert.[3][4][5][6][7] Die offizielle Eröffnung des Weges wurde im Sommer 2024 bei einer Veranstaltung im Almtal bei dem Almtalerhaus gefeiert.[5]

Initiator

Wegweiser am Startpunkt Almtal

Markus Hepp (* 30. Juni 1989 in Wels, Oberösterreich) ist ein österreichischer Physiotherapeut[9], Vorstandsmitglied des Alpenverein Wels und Inhaber des Therapiezentrum Pernau.[10] Er gilt als Initiator und Organisator des Welser Höhenweges.[5][6][7] Unterstützt wurde er bei der Organisation durch den amtierenden Obmann und Bauunternehmer Herbert Peterstorfer.[5][6] Hepp erfuhr bei der Errichtung ideelle Unterstützung durch den Welser Bürgermeister Andreas Rabl und Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, den Bürgermeister von Hinterstoder Klaus Aitzetmüller, den Pfarrer von Hinterstoder Gerhard Hackl sowie durch den Oberst im Ruhestand Reinhard Guggenberger.[5]

Etappen

Die Namen der jeweiligen Varianten sind dabei auf jene beiden Städte bezogen, von denen aus sich die An- und Abreise des Höhenweges per öffentlicher Verkehrsmittel anbietet.[3][1]

Linzer Variante

Hinterstoder (591 m) – Prielschutzhaus (1420 m)

Nach der Anreise vom Bahnhof mittels Bus sind es je nach Gehtempo 2 bis 3 Stunden zur ersten Unterkunft.

Prielschutzhaus (1420 m) – Pühringerhütte (1638 m)

Eine der beiden längsten Etappen führt in etwa 6 Stunden Gehzeit über den höchsten Teil des Gebirgsplateaus am Priel vorbei zur Pühringerhütte. Dieser Wegabschnitt erfordert sehr gute Ausdauer, Trittsicherheit, gutes Wetter und gute Orientierungsfähigkeit.

Pühringerhütte (1638 m) – Albert-Appel-Haus (1663 m)

Diese Tagesetappe führt durch den grünen Anteil des Toten Gebirges in etwa 5 Stunden zum Albert-Appel-Haus. Verlief der Welser Höhenweg von Hinterstoder bis hierher entlang des Nordalpenwegs, trennen sich nun die Routen.

Albert-Appel-Haus (1663 m) – Ischler Hütte (1368 m)

Die längste Etappe. Sie führt am Wildensee und Rinnerkogel vorbei über den Gipfel des Schönberg (2093 m) zur Ischler Hütte, der letzten Unterkunft.

Ischler Hütte (1368 m) – Bad Ischl (468 m)

Abstieg zur Rettenbachalm und Marsch nach Bad Ischl (etwa 3–4 Stunden)
Welser Variante

Gasthof Jagersimmerl im Almtal (528 m) – Welser Hütte (1726 m)

Nach der Anreise vom Bahnhof Grünau im Almtal mittels Bus sind es je nach Gehtempo 4 bis 6 Stunden zur Hütte. Am Weg liegt das Almtaler Haus

Welser Hütte (1726 m) – Pühringerhütte (1638 m)

Diese Etappe führt in etwa 4 bis 5 Stunden Gehzeit über den höchsten Teil des Gebirgsplateaus am Priel vorbei zur Pühringerhütte. Am Fleischbanksattel trifft die Zustiegsvariante auf den Hauptweg. Dieser Wegabschnitt erfordert sehr gute Ausdauer, Trittsicherheit, gutes Wetter und gute Orientierungsfähigkeit.

Pühringerhütte (1638 m) – Albert-Appel-Haus (1663 m)

Diese Tagesetappe führt durch den grünen Anteil des Toten Gebirges in etwa 5 Stunden zum Albert-Appel-Haus. Verlief der Welser Höhenweg von Hinterstoder bis hierher entlang des Nordalpenwegs, trennen sich nun die Routen.

Albert-Appel-Haus (1663 m) – Ischler Hütte (1368 m)

Die längste Etappe. Sie führt am Wildensee und Rinnerkogel vorbei über den Gipfel des Schönberg (2093 m) zur Ischler Hütte, der letzten Unterkunft.

Ischler Hütte (1368 m) – Bad Ischl (468 m)

Abstieg zur Rettenbachalm und Marsch nach Bad Ischl (etwa 3 bis 4 Stunden)

Ansichten des Welser Höhenweges

Literatur

  • Wir im Bild: 160 Jahre Welser Alpenverein, Michaela Peterstorfer, Ausgabe 2022/07, S. 48/49
Commons: Welser Höhenweg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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