Welterbe in Kenia
Wikimedia-Liste (Kenia)
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Zum Welterbe in Kenia gehören (Stand 2024) acht UNESCO-Welterbestätten, darunter fünf Stätten des Weltkulturerbes und drei Stätten des Weltnaturerbes. Der ostafrikanische Staat Kenia ist der Welterbekonvention 1991 beigetreten, die erste Welterbestätte wurden 1997 eingetragen. Die bislang letzte Welterbestätte in Kenia wurde 2024 in die Welterbeliste aufgenommen.[1]

Welterbestätten
Die folgende Tabelle listet die UNESCO-Welterbestätten in Kenia in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Welterbeliste (K – Kulturerbe, N – Naturerbe, K/N – gemischt, (G) – auf der Liste des gefährdeten Welterbes).
| Bild | Bezeichnung | Jahr | Typ | Ref. | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Nationalpark und Naturwald Mount Kenia | 1997, 2013 | N | 800 | umfasste ursprünglich den Mount-Kenya-Nationalpark (Lage)
2013 erweitert um das Lewa Wildlife Conservancy (Lage) | |
| Nationalparks am Turkana-See | 1997, 2001 | N (G) |
801 | umfasste ursprünglich den Sibiloi-Nationalpark (Lage) am Ostufer des Turkana-Sees und die Seeinsel Central Island (Lage)
2001 erweitert um die Insel South-Island (Lage) Das Biotop ist durch einen Staudamm bedroht und wurde daher 2018 in die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen.[2] | |
| Altstadt von Lamu (Lage) |
2001 | K | 1055 | Historischer Stadtkern von Lamu Town, der Hauptstadt der Insel Lamu im Indischen Ozean | |
| Heilige Kaya-Wälder der Mijikenda (Lage) |
2008 | K | 1231 | Heilige Wälder des Volks der Mijikenda | |
| Kenianisches Seensystem im Great Rift Valley | 2011 | N | 1060 | umfasst den Elmenteitasee (Lage) und den Nakurusee (Lage) im Nakuru County sowie den Bogoriasee (Lage) im Baringo County, alle im Großen Afrikanischen Grabenbruch gelegen. | |
| Fort Jesus, Mombasa (Lage) |
2011 | K | 1295 | Festung in der Hafenstadt Mombasa, 1593 von den Portugiesen auf der Insel Mombasa erbaut. | |
| Archäologische Stätte Thimlich Ohinga | 2018 | K | 1450 | Thimlich Ohinga ist ein Steinkomplex nordöstlich von Migori am Victoriasee. Er wurde etwa im 16. Jahrhundert erbaut und diente zum Schutz der Bevölkerung und des Viehs. Der Trockensteinbau gilt als der größte und am besten erhaltene traditionelle Steinkomplex. | |
| Ruinenstadt und archäologische Stätte von Gedi (Lage) |
2024 | K | 1720 | Ruinenstadt an der Ostküste von Kenia
Erfüllte Kriterien für Weltkulturerbe: ii., iii., iv. |
Tentativliste
In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind. Derzeit (2026) sind 21 Stätten in der Tentativliste von Kenia eingetragen, die letzten Eintragungen erfolgten 2024.[3] Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.
| Bild | Bezeichnung | Jahr | Typ | Ref. | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Meru-Schutzgebiet | 2010 | N | 5509 | Das Meru-Schutzgebiet ist ein Komplex von Schutzgebieten entlang des Tana-Flusses, zu dem die angrenzenden Nationalreservate Bisanadi und Mwingi, der Kora-Nationalpark und der Meru-Nationalpark gehören. | |
| Großer Afrikanischer Grabenbruch: Masai Mara | 2010 | K/N | 5512 | Das Nationalreservat ist Kenias meistbesuchtes Schutzgebiet und weltberühmt für seine hohe Dichte an Pflanzenfressern und Raubtieren sowie für die jährlichen Wanderungen der Gnus | |
| Großer Afrikanischer Grabenbruch: Kenianische Seenlandschaft | 2010 | N | 5513 | bereits 2011 unter dem Titel Kenianisches Seensystem im Great Rift Valley in das Weltnaturerbe aufgenommen | |
| Tana-Delta und -Waldkomplex | 2010 | N | 5514 | Delta des Flusses Tana und an dem Fluss gelegene Wälder | |
| Nyandarua Mountains | 2023 | N | 6655 | Bereits ab 2010 unter dem kolonialen Namen "Aberdare Range" Welterbekandidat | |
| Amboseli Nationalpark | 2023 | N | 6656 | Der Name „Amboseli“ leitet sich vom Maasai-Wort „Empusel“ ab, was so viel wie „Ort des salzigen Staubs“ bedeutet, und ist einer der besten Orte in Afrika, um große Elefantenherden zu beobachten. | |
| Kenianische Küstenwälder | 2023 | N | 6657 | Arabuko-Sokoke-Nationalpark und Shimba Hills National Reserve, schon seit 2010 unter dem Namen Eastern-Arc-Küstenwälder und der Referenz 5507 nominiert | |
| Eastern Arc Mountains | 2023 | N | 6658 | Zu den Eastern Arc Mountains in Kenia gehören der Mbololo und der Mount Kasigau, die größten und unberührtesten Wälder der Taita Hills. Ihre Bergwälder beherbergen endemische und gefährdete Tier- und Pflanzenarten. | |
| Mount Elgon Ökosystem | 2023 | N | 6659 | Der Mount Elgon nicht nur der älteste, sondern auch der größte freistehende Vulkanberg in dieser Region und weist ein geschätztes Alter von etwa 24 Millionen Jahren auf. | |
| Mount Kulal Biosphärenreservat | 2023 | N | 6660 | Das Biosphärenreservat Mt Kulal umfasst einen erodierten, erloschenen Vulkan aus dem Pleistozän inmitten einer Wüstenlandschaft. Der Berg ist mit Wäldern bedeckt und somit ein Zufluchtsort für (Zug-)Vögel. | |
| Großer Afrikanischer Grabenbruch: Hell’s-Gate-Nationalpark | 2023 | N | 6661 | ist bereits seit 2010 unter dem Namen "Großer Afrikanischer Grabenbruch: Hell’s-Gate-Nationalpark" und der Referenz 5511 als Welterbekandidat nominiert | |
| Die Steinsäulenstätten des Turkana-Beckens | 2023 | K | 6663 | Die Steinsäulenstätten des Turkana-Beckens bestehen aus vier Gruppen prähistorischer archäologischer Fundstätten. Die Säulen, die in Kreisen oder auf Plattformen angeordnet sind, wurden von den ersten Hirtenvölkern der Region errichtet. Ihr Alter wird auf etwa 5.000 Jahre geschätzt. | |
| Prähistorische Stätten von Olorgesailie | 2023 | K/N | 6665 | Fundstätten von Werkzeugen aus der Zeit des Acheuléen im Gebiet des Olorgesailie-Beckens. Ist bereits seit 2010 unter dem Namen "Großer Afrikanischer Grabenbruch: Prähistorische Stätten von Olorgesailie" und der Referenz 5505 Welterbekandidat | |
| Nationalpark und Naturschutzgebiet Mount Marsabit | |||||
| Maasai-Mara-Wildreservat | 2023 | N | 6679 | Das Maasai Mara Wildreservat ist der nördliche Teil der weltberühmten Serengeti-Mara-Tierwanderung, die als eines der sieben Weltwunder bezeichnet wird. | |
| Kakamega Forest | 2023 | N | 6680 | Bereits seit 2010 unter dem Namen "Kakamega Forest National Reserve" und der Referenz 5508 nominiert | |
| Meru-Schutzgebiet | 2023 | N | 6681 | offensichtlich zweifach nominiert, siehe oben | |
| Felskunststätten auf der Insel Mfangano | 2023 | K | 6682 | ||
| Furchenbewässerungssystem im Marakwet Escarpment | 2023 | K | 6683 | Bereits seit 2010 unter dem Namen "Großer Afrikanischer Grabenbruch: Furchenbewässerungssystem im Marakwet Escarpment" und der Referenz 5503 nominiert | |
| Die Kilifi-Höhlen (Panga Ya Saidi, Mawe Meru und Chasimba) | 2023 | K | 6684 | ||
| Geometrische Felsmalereien in der Region des Viktoriasees in Kenia, Tansania und Uganda (Kenia) | 2023 | K | 6737 |
Ehemalige Welterbekandidaten
Diese Stätten standen früher auf der Tentativliste, wurden jedoch wieder zurückgezogen oder von der UNESCO abgelehnt. Stätten, die in anderen Einträgen auf der Tentativliste enthalten oder Bestandteile von Welterbestätten sind, werden hier nicht berücksichtigt.
| Bild | Bezeichnung | Jahr | Typ | Ref. | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|
| Altstadt von Mombasa | 1997 | K | 883 | Historischer Stadtkern der Hafenstadt Mombasa | |
| Lake-Nakuru-Nationalpark (Lage) |
1999 | N | 1344 | Der Nakurusee selber ist seit 2011 Bestandteil der Welterbestätte Kenianisches Seensystem im Great Rift Valley | |
| Naivashasee (Lage) |
1999 | N | 1345 | ||
| Lake Bogoria National Reserve (Lage) |
1999 | N | 1346 | Der Bogoriasee selber ist seit 2011 Bestandteil der Welterbestätte Kenianisches Seensystem im Great Rift Valley | |
| Mfangano-Rusinga Inselkomplex (Lage) |
2010 | K | 5502 | die Inseln Mfangano und Rusinga im Victoriasee mit Felsmalereien, heiligen Stätten und Fossilienfundstätten | |
| Tsavo-Parks und Chyulu-Hills-Komplex | 2010 | N | 5515 | Tsavo-East-Nationalpark, Tsavo-West-Nationalpark und die Chyulu Hills |

