Wenningfeld
Ortsteil der westmünsterländischen Stadt Stadtlohn im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen
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Wenningfeld ist ein Ortsteil der westmünsterländischen Stadt Stadtlohn im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen. Der Ortsteil liegt westlich des Stadtzentrums in Richtung der niederländischen Grenze und ist heute vor allem als ruhiges Wohn- und Siedlungsgebiet bekannt. Historisch entwickelte sich Wenningfeld aus einer Heidelandschaft und landwirtschaftlich genutzten Flächen zu einem jungen Ortsteil Stadtlohns.[1]
Geschichte
Die Geschichte Wenningfelds ist eng mit der Entwicklung Stadtlohns nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden. Während Stadtlohn im März 1945 durch alliierte Luftangriffe zu großen Teilen zerstört wurde, entstanden in den Jahren danach neue Wohnsiedlungen außerhalb des historischen Stadtkerns. Besonders in den 1950er Jahren wurden im Gebiet Wenningfeld zahlreiche Häuser errichtet, um Heimatvertriebenen und Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten neuen Wohnraum zu bieten. Viele Straßennamen erinnern bis heute an diese Zeit und an die Herkunft der damaligen Bewohner.
1962 begann in unmittelbarer Nähe der Flugbetrieb des heutigen Flugplatzes Stadtlohn-Vreden, der auf dem Gebiet Wenningfelds errichtet wurde. Der Flugplatz entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem bedeutenden Verkehrslandeplatz im Münsterland. 1970 übernahm die Flugplatz Wenningfeld GmbH den Betrieb, danach erfolgte ein schrittweiser Ausbau der Infrastruktur. (flugplatz-stadtlohn.de)[2]
Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurde das Kirchspiel Stadtlohn, zu dem auch Wenningfeld gehörte, am 1. Juli 1969 in die Stadt Stadtlohn eingegliedert.
Ab den 2000er Jahren entwickelte sich Wenningfeld zu einem modernen Wohngebiet. Gleichzeitig wuchs das Interesse an der lokalen Geschichte des Ortsteils. Im November 2024 wurde an der Ecke Eichendorffstraße/Gelsingstraße eine Infotafel mit dem Titel „Wenningfeld – von der Naturlandschaft über die Siedlung zum Ortsteil“ aufgestellt. Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung Wenningfelds als Nachkriegssiedlung dauerhaft zu dokumentieren.[1]