Werkstückträger

Träger, auf dem ein oder mehrere Werkstücke befestigt oder eingelegt sind, um sie entlang einer Fertigungslinie zu transportieren From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Werkstückträger (oft abgekürzt „WT“) ist ein Träger, auf dem ein oder mehrere Werkstücke oder Bauteile befestigt oder eingelegt werden, um sie während des Fertigungsprozesses zu transportieren, zu fixieren und zu schützen. In der industriellen Praxis werden neben dem Begriff Werkstückträger auch die Bezeichnungen Teileträger, Ladungsträger, Tray oder Werkstückhalter verwendet. Werkstückträger kommen in verschiedenen Industriezweigen zum Einsatz.[1]

Funktionen

Werkstückträger dienen der Fixierung und Positionierung von Werkstücken, schützen diese während Transport und Lagerung vor Beschädigung und Verschmutzung und unterstützen die Automatisierung, da sie in Robotik, Fördertechnik und andere automatisierte Systeme integriert werden können. Zu den zusätzlichen Funktionen zählen Codierung und Produkterkennung, etwa durch RFID, Codierleisten oder Farbstreifen, sowie Merkmale wie Griffmulden, Stapelschutz und Positionierungselemente.[1]

Einsatzbereiche

Werkstückträger können für eine Vielzahl an Anwendungen genutzt werden, darunter:

Werkstückträger für Logistik

Werkstückträger werden in der Intralogistik und Extralogistik eingesetzt. In der Intralogistik dienen sie dem innerbetrieblichen Materialfluss, zum Beispiel zwischen einzelnen Produktionsschritten. In der Extralogistik schützen sie Produkte beim Versand und in Mehrweg- oder Pendelverpackungssystemen. Typische Merkmale von Werkstückträgern sind passgenaue Formnester, Griffmulden, Stapelbarkeit sowie die Kompatibilität mit KLTs, Eurobehältern oder Paletten.[2]

Werkstückträger für Automatisierung & Produktion

Für automatisierte Fertigungsanlagen werden häufig thermogeformte Werkstückträger genutzt. Sie dienen dem sicheren Transport, der exakten Positionierung und der automatisierten Handhabung von Bauteilen. Dazu kommen Merkmale wie präzise Nester, Positioniernocken und Poka-Yoke-Elemente, die robotergestützte Prozesse unterstützen.[3]

Arten

Es gibt einfache Werkstückträger, die im Grundsatz einer Platte gleichen, sowie Werkstückträger, deren Form und Funktion an Produkt und Fertigungsanlage angepasst sind. Verbreitet sind vor allem produktspezifische Kunststofftrays, die auf den jeweiligen Einsatzfall abgestimmt werden. Da in Fertigungs- und Logistiksystemen häufig viele Werkstückträger im Umlauf sind, werden oft wiederverwendbare und stapelbare Varianten eingesetzt.

ESD-Werkstückträger

ESD-Werkstückträger bestehen aus elektrisch leitfähigem Kunststoff. Sie schützen empfindliche elektronische Bauteile vor elektrostatischer Entladung. Sie werden für Platinen, Chips, Halbleiter oder Sensoren eingesetzt.[4]

Werkstückträger mit Farbstreifen

Werkstückträger mit Farbstreifen sind Kunststofftrays mit sichtbarer Farbkennzeichnung, die der eindeutigen Identifikation und Zuordnung von Bauteilen in Lager, Fertigung und Logistik dienen. Die Farbcodierung kann Suchzeiten verkürzen und Fehler in manuellen oder automatisierten Prozessen reduzieren.[5][6]

Weitere Unterscheidungen

Es gibt

Da meist viele WTs gebraucht werden, werden billige Varianten bevorzugt und oft auch mehrere Werkstücke auf einem einzigen WT angebracht.

Einzelnachweise

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