Werner Teichmann

Professor für Innere Medizin (Gastroenterologie) an der Universität Rostock From Wikipedia, the free encyclopedia

Werner Teichmann (* 8. September 1917 in Leipzig; † 31. Oktober 2007 in Rostock) war ein deutscher Mediziner (Gastroenterologie) und Hochschullehrer an der Universität Rostock.

Leben

Werner Teichmann war ein Sohn des Studienrates (Dr. phil.) Georg Erwin Teichmann und dessen Frau Christiane Elisabeth, geb. Hörnig. Nach dem 1937 in Glauchau abgelegten Abitur folgte der Reichsarbeitsdienst. Er absolvierte 1939–1943 ein Medizinstudium an der Universität Leipzig und wurde 1943 dort promoviert. Ab 1943 diente er als Arzt im Sanitätsdienst des Heeres, ab 1945 war er als Arzt in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, aus der er 1949 zurückkehrte. Ab 1949 war er als Assistenzarzt und ab 1952 als Facharzt für Innere Medizin am Bezirkskrankenhaus St. Georg in Leipzig tätig.[1][2]

1959 folgte Teichmann dem Ruf als Oberarzt an der Medizinischen Klinik der Universität Rostock. Nach der Habilitation 1961 in Rostock war er nebenher Privatdozent für Innere Medizin an der Universität. 1965 folgte die Ernennung zum 1. Oberarzt der Medizinischen Klinik, zum Leiter der Ambulanz und zum 1. Stellvertreter des Klinikdirektors. 1966 wurde er zum Professor mit Lehrauftrag für Innere Medizin an der Rostocker Universität berufen und ab 1969 zum ordentlichen Professor für Innere Medizin (Gastroenterologie). Seit 1971 war er zudem Leiter der Hauptforschungsrichtung für Gastroenterologie. Beide Funktionen übte er bis zu seiner Emeritierung 1982 aus.[1][2]

Seine umfangreichen Publikationen befassten sich entsprechend seiner Spezialisierung vor allem mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe.[3] Nach seiner Emeritierung beschäftigte er sich zudem intensiv mit der Medizingeschichte.

Werner Teichmann war verheiratet mit Gisela Teichmann, geb. Weis (1919–2000), Dr. med. habil. und Professorin für Innere Medizin (Kardiologie) an der Universität Rostock. Ihre Grabstätten befinden sich auf dem Neuen Friedhof in Rostock (Feld UMe 953).

Mitgliedschaften und Funktionen

Ehrungen

Schriften (Auswahl)

Literatur

  • Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 10015 f.
  • Antje Krause, Hans-Jürgen Mende: Neuer Friedhof Rostock. Bemerkenswerte Grabstätten. (= Rostocker Friedhöfe, Teil 1). Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Presse- und Informationsstelle (Hrsg.), Rostock 2012, ISBN 978-3-00-036945-2, S. 46.
  • Karl-Heinz Jügelt: Schriftenverzeichnis von Gisela und Werner Teichmann. In: Hans-Uwe Lammel (Hrsg.): Schweinslederband und japanisches Wachs. Geschichtliche Einblicke in die Medizinische Fakultät. (= Beiträge zur Geschichte der Universität Rostock, Heft 25), Rostock 2002, S. 133–166, (RosDok).

Einzelnachweise

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