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Wieland-Miescher-Keton

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Wieland-Miescher-Keton ist eine organisch-chemische Verbindung. Es handelt sich um ein bicyclisches Diketon, das außer einer Doppelbindung gesättigt ist.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel des Wieland-Miescher-Ketons
Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Name Wieland-Miescher-Keton
Andere Namen
  • 9-Methyl-5(10)-octalin-1,6-dion
  • 8a-Methyl-3,4,8,8a-tetrahydro-1,6(2H,7H)-naphthalindion
Summenformel C11H14O2
Kurzbeschreibung

beigefarbener Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 243-463-6
ECHA-InfoCard 100.039.497
PubChem 89262
Wikidata Q413602
Eigenschaften
Molare Masse 178,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

47–50 °C[1]

Siedepunkt

109–115 °C (bei 6,7 Pa)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Das Wieland-Miescher-Keton ist nach seinen Entdeckern Peter Wieland und Karl Miescher benannt, die es bei Ciba-Geigy entwickelten.[3] Das eigentliche Wieland-Miescher-Keton wird racemisch durch eine Robinson-Anellierung gewonnen, von pharmazeutischem Interesse ist jedoch die enantiomerenreine Darstellung.

Isomerie

Das Wieland-Miescher-Keton ist eine chirale Verbindung mit einem Stereozentrum am C8a-Atom. Folglich existieren die zwei enantiomeren Formen (R)-Wieland-Miescher-Keton und (S)-Wieland-Miescher-Keton.

Stereoisomere des Wieland-Miescher-Ketons
Name (R)-Wieland-Miescher-Keton(S)-Wieland-Miescher-Keton
Andere Namen (−)-Wieland-Miescher-Keton(+)-Wieland-Miescher-Keton
Strukturformel
CAS-Nummer 100348-93-433878-99-8
20007-72-1 (unspez.)
PubChem 736070736069
89262 (unspez.)
Wikidata
Q413602 (unspez.)

Darstellung

Das Wieland-Miescher-Keton wurde erstmals durch eine Robinson-Anellierung hergestellt. Der zweite Schritt der Robinson-Anellierung (Aldol-Reaktion) wurde hierbei auf organokatalytischem Wege über die Eder-Sauer-Wiechert-Hajos-Parrish-Reaktion durchgeführt. Als Organokatalysator diente enantiomerenreines (S)-Prolin, wodurch das Produkt mit hoher Enantioselektivität erhalten werden konnte.[4]

Synthese des Wieland-Miescher-Ketons

Die Synthese kann auch als Eintopfreaktion durchgeführt werden.[5] Das Aldol-Zwischenprodukt wurde nur von Hajos und Parrish isoliert und in ihrem Patent beschrieben.[6][7]

Verwendung

Das Wieland-Miescher-Keton ist von synthetischem Interesse für die pharmazeutische Industrie. Es dient als Ausgangsverbindung zur Totalsynthese von Steroiden.

Siehe auch

Einzelnachweise

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