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Wiener-Philharmoniker-Gasse

Straße in der Stadt Salzburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Wiener-Philharmoniker-Gasse (amtlich Wiener-Philharmoniker-G.) in der österreichischen Landeshauptstadt Salzburg ist eine kurze Straße in der linken Altstadt. Sie verbindet den Universitätsplatz mit dem Max-Reinhardt-Platz.

Die Wiener-Philharmoniker-Gasse in Salzburg

Lage und Geschichte

Die nur 125 Meter[1] lange Straße beginnt beim Universitätsplatz, führt in südliche Richtung und mündet, gleichzeitig mit der links dazu kommenden Franziskanergasse, unweit des Hauses für Mozart in den Max-Reinhardt-Platz. Sie hieß ursprünglich Modestraße und ab 1873 bis 1968 Marktgasse, benannt nach dem noch heute existierenden sog. Grünmarkt auf dem Universitätsplatz. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Wiener Philharmoniker (1967) und in Hinblick auf ihre Verdienste um die Salzburger Festspiele (alljährliche Teilnahme bei Opern- und Konzertaufführungen) wurde 1968 beschlossen, die Gasse nach dem Orchester zu benennen.

Bauwerke und Einrichtungen

Wiener-Philharmoniker-Gasse 3, Langenhof

Die rechte Seite der Gasse wird großteils begrenzt von der Kollegienkirche (Eingang auf dem Universitätsplatz). Die von Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfene und 1707 eingeweihte Kirche ist die Kirche der Universität Salzburg. Ein südlicher Anbau (Kreuzkapelle, Hausnummer 2) ist Sitz der Katholischen Hochschulgemeinde.

Rechtsseitig an der Gasse befindet sich des Weiteren mit den Nummern 2a–2d eine Reihe von Kiosken, an denen Imbisse verkauft werden. Daneben gibt es eine öffentliche WC-Anlage. Bis Ende der 1990er Jahre stand zudem am oberen Ende der Straße ein ebenerdiges Gebäude mit einem Metzgereibetrieb. Heute befindet sich dort die Kunst-Installation A.E.I.O.U. von Anselm Kiefer, ein 2002 aufgestelltes Werk aus der Reihe Kunstprojekt Salzburg.

Linksseitig der Gasse steht zu Beginn ein Wohn- und Geschäftshaus (Nr. 1) mit einem gastronomischen Betrieb. Das anschließende Gebäude Nr. 3 ist Teil des sog. Langenhofs, auch Kuenburg-Palais genannt, der mit dem an der Sigmund-Haffner-Gasse liegenden Teil (Nr. 16) eine Einheit bildet. Das denkmalgeschützte Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert, in den 1670er Jahren anstelle eines älteren Baus von Max Gandolf von Kuenburg neu errichtet, wird heute großteils ebenfalls als Wohnhaus genutzt. Im Erdgeschoß befindet sich unter anderem das Kartenbüro der Osterfestspiele Salzburg.

Häuser Wiener-Philharmoniker-Gasse 5, 7 (Kapellhaus) und 9 (Rupertinum) vom Max-Reinhardt-Platz gesehen

Das Haus Nr. 5 bildet eine bauliche Einheit mit dem Gebäude Sigmund-Haffner-Gasse 18, ein Haus mit Einrichtungen der Universität Salzburg. Das nachfolgende Gebäude (Nr. 7) ist das sog. Kapellhaus, baulich vereint mit dem Haus Sigmund-Haffner-Gasse 20. Das denkmalgeschützte Gebäude war in erzbischöflicher Zeit ein Internat für Chorknaben des Salzburger Doms. Heute wird das Haus als Heim für Studierende von der Hochschülerschaft betrieben. Der Vorbau, lange Zeit eine universitäre Mensa, ist jetzt das Restaurant Triangel, ein Treffpunkt unter anderem für Festspielgäste.

Am Ende der Straße steht das Museum der Moderne Rupertinum (Nr. 9). Das denkmalgeschützte Gebäude, errichtet 1633 durch Erzbischof Paris von Lodron, war ursprünglich eine Ausbildungs- und Heimstätte für bedürftige Zöglinge des Collegium Rupertinum, einer von Lodron gestifteten Schule. Später diente dann das Haus bis 1974 weiterhin als Schüler- und Studentenheim. Das Museum wurde nach baulicher Adaptierung 1983 eröffnet, die Fensterdekorationen von Friedensreich Hundertwasser (Zungenbärte) stammen aus 1980 bis 1987.

Nutzung

Die Wiener-Philharmoniker-Gasse ist Fußgängerzone. An Samstagen werden dort zusätzliche Marktstände des wochentäglichen Grünmarkts auf dem Universitätsplatz aufgestellt.

Einzelnachweise

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