Wikipedia Diskussion:Typografie

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Abkürzung: WD:TYP
Archiv
Wie wird ein Archiv angelegt?

Präzisierung zur Fettschrift umseitig erforderlich

Bei WP:TYP #Schriftauszeichnung bei „Fett geschriebene Wörter […]“

In der Regel wird in einem Artikel ausschließlich

Im fortlaufenden Text („Fließtext“) eines Artikels wird in der Regel ausschließlich

Sehr wohl dürfen herausgehobene Überschriften, auch nachrangige, in Fettschrift ausgezeichnet werden. Das betrifft namentlich:

  • Die Unter-Unter-Unter-Abschnitte gemäß Hilfe:Überschrift
  • Überschriften von ganzen Tabellen, Tabellenspalten, Galerien, Block-Elementen;
  • Kopf von Tabellenzeilen, auch in Infoboxen;
  • Terme in Beschreibungslisten ;

Gegen diese Praxis wird teilweise unter Berufung von umseitig angegangen bis zum Edit-War. Tatsächlich steht umseitig mangels Präzision in objektivem Widerspruch zu HTML-Darstellungen sowie Hilfe:Überschrift.

VG --PerfektesChaos 15:41, 14. Jan. 2026 (CET)

Nur als Anmerkung, dann aber bitte die Seite Hilfe:Textgestaltung#fett nicht vergessen. --Liebe Grüße, Lómelinde Diskussion 16:13, 14. Jan. 2026 (CET)
Und wie dort und auch hier vermerkt: die Weiterleitungen, die im Zielartikel nur erkennbar sind, wenn man die Links auf ihn ansieht. Gruß euch beiden, Peter Gröbner – 17:14, 14. Jan. 2026 (CET)
Ich meine einen Hinweis, dass es auch Ausnahmen geben kann, also einen Link zur Vorderseite hier. --Liebe Grüße, Lómelinde Diskussion 16:39, 14. Jan. 2026 (CET)
Das muss zuerst mal umseitig geändert worden sein, bevor auf den neuen Text rückverwiesen werden kann. Tatsächlich geht eine Richtlinienseite mit Paragrafenzeichen einer Hilfeseite vor; diese darf dem nicht widersprechen, kann sie aber unter H:TG zur Übersichtlichkeit zusammenfassend zitieren. Wir können jedoch anschließend gern ein <ref> oder Wikilink nach umseitig einbauen. VG --PerfektesChaos 23:53, 14. Jan. 2026 (CET)
Stimme PerfektesChaos zu; die von ihm vorgeschlagene Ergänzung ist wohl erforderlich, und die Formulierung scheint mir zielführend. Gruß, --Yen Zotto (Diskussion) 18:15, 14. Jan. 2026 (CET)
+1 --Winkekatze (Winken) 21:18, 14. Jan. 2026 (CET)

So umgesetzt, nach 14 Tagen minus drei Stunden 22 Minuten. VG --PerfektesChaos 12:19, 28. Jan. 2026 (CET)

Von „Publikum“ war bisher nicht die Rede; ich würde „Leserschaft“ bevorzugen (s. auch den letzten Edit) --VolkerHaHa (Diskussion) 14:14, 28. Jan. 2026 (CET)
Ich bin immer für Lesende. Sie sind geschlechtsneutral ohne Doppelpunkte und Sternchen. -- Peter Gröbner – 14:35, 28. Jan. 2026 (CET)
Ich finde diese Partizipformen unerträglich. --Rodomonte (Diskussion) 15:20, 28. Jan. 2026 (CET)
… und Leserschaft ist unpersönlich. -- Peter Gröbner – 15:40, 28. Jan. 2026 (CET)

Auf Hilfeseiten und einigen Projektseiten hat sich schon seit einigen Jahren die Vokabel „Publikum“ eingebürgert, manchmal mit dem Zusatz „lesendes Publikum“, was signalisieren soll, dass die Menschen da draußen gemeint sind, die nicht intern mitarbeiten.

  • „Ich finde diese Partizipformen unerträglich“ – eben drum.
  • „der Leser“ ist auch nicht mehr zeitgemäß und wird nach und nach unauffällig ersetzt.
    • In der „Leserschaft“ befinden sich auch nur männliche Personen; das wäre die „Leser- und Leserinnenschaft“ noch ohne Berücksichtigung der Diversen.
  • „Publikum“ kling nicht so gequält wie die zu Fuß Gehenden und die eine Schule Besuchenden.

VG --PerfektesChaos 15:37, 28. Jan. 2026 (CET)

Ich kenne Publikum nur von (Live-)Veranstaltungen. -- Peter Gröbner – 15:41, 28. Jan. 2026 (CET)
Der Duden erklärt „Leserschaft“ als „Gesamtheit der Leser und Leserinnen von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften und anderen Publikationen“; da sind alle mitgegemeint --VolkerHaHa (Diskussion) 15:48, 28. Jan. 2026 (CET)

„Leserschaft“ enthält ein generisches Maskulinum und liest sich rein männlich; „der Leser“ hatte auch schon immer die Frauen und Diversen irgendwie mitgemeint. VG --PerfektesChaos 15:52, 28. Jan. 2026 (CET)

Wie wäre
Unterstreichungen sind nicht vorgesehen, da sie auf den ersten Blick für Hyperlinks gehalten werden könnten.
Nicht Rilke, aber umschifft des obige Problem. Gruß --Winkekatze (Winken) 16:05, 28. Jan. 2026 (CET)
  1. Von mir aus gerne auch so.
  2. Allgemein und für sonstige Fälle: Lesepublikumenglisch audience, auch wenn die nicht nur „hören“, sondern auch sehen und lesen. Publik, die Öffentlichkeit.
VG --PerfektesChaos 16:15, 28. Jan. 2026 (CET)

Sortenbezeichnungen in einfache Gänsefüßchen

Die von Martin Bahmann in der Zusammenfassungszeile genannte Ausnahme sollte m. E. umseitig ergänzt werden. -- Peter Gröbner – 12:59, 14. Feb. 2026 (CET)

Hier eine kleine Übersicht über die Botanische Nomenklatur und die Schreibweise:
  • Gattung: Großbuchstabe (z. B. Monstera).
  • Art: Kleinbuchstabe (z. B. deliciosa).
  • Sorte/Zuchtform: In einfachen Anführungszeichen, z. B. Monstera deliciosa 'Thai Constellation'.
  • Unterart (subsp.) / Varietät (var.): Wird kursiv nach dem Artnamen notiert (z. B. Pinus mugo subsp. pumilio).
  • Hybriden: Kreuzung durch ein "×" gekennzeichnet (z. B. Populus x canescens), teilweise auch Populus-canescens-Hybride.
  • Autorennamen: Oft in Kapitälchen, nicht kursiv (z. B. L. für Linné).
Ich glaube, das steht in irgendwelchen Ausnahmen eurer Korrekturlisten. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 14:40, 14. Feb. 2026 (CET)
Nur sollen die geraden englischen Behelfsanführungszeichen, die die Windows-Jünger so lieben, gar nicht verwendet werden. –Falk2 (Diskussion) 15:41, 14. Feb. 2026 (CET)
@Martin Bahmann: Wenn Du nicht weißt, wo es steht, wie soll ich es finden? Gruß und weiterhin viel Spaß, Peter Gröbner – 16:45, 14. Feb. 2026 (CET)
Als jemand vom Fach kann ich Dir nur mit schriftlichen Quellen dazu dienen, bei uns im deutschsprachigen Raum vor allem der "Zander" => Robert_Zander#Das_Handwörterbuch_der_Pflanzennamen,_„der_Zander“. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 17:21, 14. Feb. 2026 (CET)
Wenn es (auch) in der (deutschsprachigen) Wikipedia gilt, sollte es im Hilfebereich nachzulesen sein. -- Peter Gröbner – 17:24, 14. Feb. 2026 (CET)
Sind dann also typographisch korrekte einfache Anführungszeichen (Monstera deliciosa ‚Thai Constellation‘) richtig? --BurghardRichter (Diskussion) 17:14, 14. Feb. 2026 (CET)
Nein, das wäre nicht korrekt. Viele Grüße Martin Bahmann (Diskussion) 17:21, 14. Feb. 2026 (CET)
Das ist niemals von der Weltfachbiologie-Organisation so exakt standardisiert worden. Die Regel stammt aus der Schreibmaschinen-Zeit, und die Schriftsetzer im Bleisatz haben das so gemacht wie sie es für richtig hielten, und ASCII-Schreibmaschinen-Lettern gab es nicht im Setzkasten. Lässt sich in älteren Büchern nachlesen.
  • Die Biologen schreiben da auch den Kleinbuchstaben x statt ×.
  • US-Amerikaner tippen das, wo es Tasten auf der Computer-Tastatur gibt. Das ist kein Vorbild, insbesondere keine Webseite.
Wir sollten uns umseitig da komplett raushalten.
  • Die Linguisten können ihre Fachnotation in Redaktion und Portal regeln, die Biologen können ihre Fachnotation in ihrer eigenen Redaktion regeln. Kein öffentliches Interesse.
  • Wir hatten schon mal Dramen mit den Biologen um sowas. Die wussten es selbst nicht.
VG --PerfektesChaos 17:29, 14. Feb. 2026 (CET)

Korrekte Benutzung von Tilde als Symbol für „ungefähr“

Ich halte es für falsch, wenn behauptet wird, dass das Zeichen ∼ (U+223C) mit der Bedeutung „ungefähr“ unbedingt durch das Zeichen ≈ (U+2248) zu ersetzen ist, obwohl die Bedeutung eine ganz andere ist. Ersteres ist eine einstellige und letzteres eine zweistellige Operation – beide mit einem Spielraum für „ungefähr“, der sich aus dem Kontext ergeben muss. Hier heißt es:» … wird oft fälschlich verwendet für „ca.“ oder „ungefähr gleich“«, als wären die beiden dasselbe.

Beispiele für den Gebrauch, den ich sonst vorfinde und auch als richtig empfinde:

  • Die Anzahl der Moleküle in einem Mol beträgt ∼6.022e23.
  • Die Avogadro-Konstante A6.022e23 ist die Anzahl der Moleküle in einem Mol.

Ich bin nicht im Besitz einer typografischen Norm und habe sowas auch nicht im Netz gefunden. Aber dass man das eine Zeichen durch das andere ersetzen muss, kommt mir eher falsch vor. Gibts für eine solche Regel eine Quelle?

Leserfreundlicher wäre natürlich ein deutsches Wort oder eine passende Abkürzung, wenigstens in der einstelligen Bedeutung. --Lantani (Diskussion) 19:16, 11. Apr. 2026 (CEST)

Ich weiß aus meiner Erfahrung als Lehrer, dass im österreichischen Schulunterricht die einfache Tilde und im bay(e)rischen die doppelte für „ungefähr“ verwendet wird. Die einfache bezeichnet in bayerischen Schulen die Proportionalität. -- Peter Gröbner – 19:19, 11. Apr. 2026 (CEST)
Proportional als Bedeutung einer Tilde steht an vielen Stellen; ich habe es noch nie in freier Wildbahn angetroffen. Die Schule mag da eine Ausnahme sein; sie pflegt ja auch sonst eine eigene mathematische Formelsprache. Außerdem: Proportionalität ist eine zweistellige Relation, also kaum eine Verwechslungsgefahr mit den beiden Bedeutungen hier:
 : der Wert rechts von hier stimmt nur ungefähr
 : die Werte links und rechts von hier sind nur ungefähr gleich.
Für ersteres etwas zu verwenden, was wie Gleichheitszeichen aussieht, ist so grob irreführend, dass ich nicht glaube, dass es in einer Norm steht. --Lantani (Diskussion) 19:35, 11. Apr. 2026 (CEST)
Es gibt überhaupt kein „einstellig“, „unär“, „unary“.
Ich habe eine Höhe des Tisches von ≈ 80 cm gemessen.
  • Heißt: h ≈ 80 cm
  • Die andere Seite des zweistelligen steht in der Spaltenüberschrift der Tabelle, oder ist im Sinne einer Ellipse weggelassen worden, schwebt aber immer noch dabei.
Weil es keine nackten Ungefähr-Zahlen gibt (und bei etwas Nachdenken: nicht geben kann), gibt es auch nirgendwo eine offizielle Spezifikation für eine „einstellige Relation“ oder was auch immer. Dementsprechend auch keine Regel, dass dafür ein anderes Zeichen zu verwenden wäre.
„der Wert rechts von hier“ existiert in Wirklichkeit nicht; links davon muss es auch immer etwas geben, was man meint; egal ob es ausdrücklich nochmal hingeschrieben oder nur gemeint ist. Es ist aber immer auch eine linke Seite vorhanden; ansonsten wäre es sinnlos.
VG --PerfektesChaos 12:52, 12. Apr. 2026 (CEST)

Es gilt:

  1. A ~ B bedeutet: Die Größe A ist proportional zur Größe B.
  2. A ≈ B bedeutet: A ist ungefähr gleich B; oder „näherungsweise gleich“ usw.
  3. A = B bedeutet: A hat den gleichen Wert wie B.

Das ist wohl seit über einem Jahrhundert global standardisiert.

Der Grund, warum häufiger zu sehen ist, dass jemand fälschlich die einfache Tilde (die da mit bei ist, weil man damit ñ konstruieren könnte) für „ungefähr gleich“ benutzt, ist halt, dass es eine fertige Taste dafür auf der Tastatur gibt. Deshalb wird das aber noch nicht zu einer neuen Mathematik.

  • Heißt: Es ist eine Mischung aus Bequemlichkeit und Inkompetenz, falls jemand die einfache Tilde für „ungefähr gleich“ verwendet.
  • Im Wiki gibt es in Quelltext- wie VE-Bearbeitung Hilfsmittel, die das richtigen Zeichen anbieten, und deshalb keinerlei Grund, das irgendwie anders zu machen.
  • Wenn da Doppelpunkte mit bei sind; bedeutet das wieder was ganz anderes.

VG --PerfektesChaos 00:48, 12. Apr. 2026 (CEST)

Zumindest was die Proportionalität betrifft, ist es scheints nicht global standardisiert: en:Proportionality (mathematics)#Computer encoding. Als ich im vorigen Jahrtausend in Österreich Mathematik studierte, habe ich noch ∝ kennengelernt und, als ich Mathematik unterrichtete, ~ für „ungefähr“ verwendet. -- Peter Gröbner – 10:27, 12. Apr. 2026 (CEST)
Ich habe nicht behauptet, dass ~ das einzig mögliche Zeichen wäre, um Proportionalität auszudrücken.
  • Das ist hier auch nicht das Thema.
  • Man kann die arithmetische Multiplikation sowohl mit einem Mittepunkt als auch mit einem Kreuzchen und sogar ganz ohne Zeichen ausdrücken, und die Division sowohl mittels : als auch / als auch einem horizontalen Strich darstellen.
Das abschnittseröffnende Thema ist vielmehr, wie ~ zu verstehen wäre.
  • Und da wird trotz deines Einwurfs immer noch kein „ca.“ draus.
  • War noch niemals zulässig oder standardisiert gewesen, sondern immer nur Faulheit mit Kreide oder Tastatur.
VG --PerfektesChaos 10:45, 12. Apr. 2026 (CEST)--PerfektesChaos 10:45, 12. Apr. 2026 (CEST)
Meinst Du, dass die österreichischen (Hochschul-)Lehrer, welche die Näherung mit einer einfachen Tilde ausdrückten, faul oder die Kreide zu teuer war? -- Peter Gröbner – 11:07, 12. Apr. 2026 (CEST)
Ob es genormt ist, weiß ich nicht, lese aber im Abschnitt As a unary operator: A tilde in front of a single quantity can mean "approximately", "about" or "of the same order of magnitude as.". „Die Mathematik … sonstwo auf dem Planeten ist die gleiche“, nicht aber unbedingt die Schreibweise. -- Peter Gröbner – 11:22, 12. Apr. 2026 (CEST)
So ist es. Ich bin zwar nicht Lehrer, kann aber auf einige, wenn auch etwas zurückliegende Erfahrung als "Belehrter" zurückblicken und bestätigen, dass die Schreibweise bereits in der Fachwelt in Deutschland nicht einheitlich ist.
  • In der (Sekundar-) Schule (vulgo Gymnasium) verwendeten wir durchgängig die Tilde für Proportionalität und das „gewellte Gleichheitszeichen“ für „ungefähr gleich“, und zwar sowohl „einstellig“ als auch „zweistellig“. (Nachtrag: Wie PC inzwischen oben ergänzt hat, gibt es sowieso zwischen diesem „einstellig“ und „zweistellig“ keinen Bedeutungsunterschied.)
  • An der Universität und in der wissenschaftlichen Literatur, die ich seither lese, macht es jeder, wie er Lust hat.
    • Für Proportionalität wird da, wie auch hier sicher viele wissen, oft das (wohl aus dem angelsächsischen Bereich stammende) Zeichen verwendet (ähnelt einem Unendlich-Symbol, aber die rechte Seite der liegenden Acht ist offen).
  • Generell ist noch zu berücksichtigen, dass eventuell bestehende Konventionen nicht nur länderspezifisch sein, sondern sich auch zwischen Disziplinen (z. B. Mathematik vs. Physik) unterscheiden können.
  • Entscheidend ist, dass im jeweiligen Artikel zweifellos klar wird, was gemeint ist, etwa durch verbale Erläuterung vor der ersten Verwendung eines solchen Zeichens in einer Formel. Das ergibt sich bereits aus dem Gebot der Allgemeinverständlichkeit.
tl;dr: Da auch außerhalb der WP keine Einheitlichkeit herrscht, scheint es mir illusorisch, intern eine durchzusetzen. Gruß, --Yen Zotto (Diskussion) 11:58, 12. Apr. 2026 (CEST)
Den drei Punkten unter „es gilt“ stimme ich zu. Es handelt sich um drei verschiedene zweistellige Prädikate, und die Bedeutung ist die angegebene. Dass mir die Bedeutung „ist proportional zu“ noch nie in einem Buch durch dieses Symbol bezeichnet untergekommen ist, mag Zufall sein, tut hier aber nichts zur Sache.
Mein Punkt war: Den einstelligen Gebrauch „ungefähr“ (also nicht das zweistellige „ist ungefähr gleich“) habe ich meines Wissens sonst noch nie mit ≈ bezeichnet gesehen. Er kommt auch in mathematischen Formeln nicht vor, wo denn auch? – Genug der unbelegten persönlichen Erfahrung, die nicht maßgeblich ist.
Wenn irgendwo genormt ist, wie das Wort „ungefähr, etwa, circa“ mit einem mathematisch aussehenden Symbol zu bezeichnen ist, würde mich das interessieren. Ich bevorzuge da „etwa“ oder „circa“ oder „ca.“ bei messbaren Größen und „um“ bei Jahreszahlen (letzteres auch hier empfohlen). --Lantani (Diskussion) 12:38, 12. Apr. 2026 (CEST)

Zurück zur Abschnittsüberschrift, es wurde herausgearbeitet und diese Fälle sind anscheinend und offenbar verschieden:

  • Die Temperatur ist ~3 °C also 3,1 oder 2,9 °C.
  • Die Größen sind proportional A ~ B.
  • Das Ergebnis ist ungefähr X ≈ 6.

Ob das so Konsens ist, weiß ich nicht, ich lese es bislang so heraus? Im ersten Fall scheint vorteilhaft, das ~ durch ein Wort wie ungefähr zu ersetzen. --Holmium (d) 11:58, 12. Apr. 2026 (CEST)

Kein Konsens. Und es zählen nicht nur die hier abgegebenen Meinungen, sondern auch die etablierte Praxis, die dem auch nicht entspricht. In den Nekrolog-Tabellen wird zum Beispiel durchgängig die Doppelwelle für ein ungefähres Alter angegeben, obwohl die Bedeutung dort dem ersten der drei Punkte entspricht. Dass bei diesem ersten Beispiel bei Auftreten im Fließtext besser ein Wort wie „ungefähr“ oder „ca.“ verwendet werden sollte, ist umseitig bereits geregelt, da braucht es keine weitere Diskussion, denke ich. Aber in reinen Formeln und in Tabellen, deren Spaltenbreite nicht unnötig aufgeblasen werden sollte, ist es oft sinnvoll, ein Zeichen zu benutzen. Die grundsätzlichen Fragen sind:
  • Brauchen wir überhaupt eine interne Regelung über das Bestehende hinaus?
  • Und: Kann erwartet werden, dass eine solche auch in der Praxis angewendet würde?
Ich denke nein. Gruß, --Yen Zotto (Diskussion) 12:08, 12. Apr. 2026 (CEST)

mathe-online.at

  • Google-KI meldet dem Suchergebnis vorangestellt: „In Österreich (wie im gesamten deutschsprachigen Raum) ist das Symbol ≈ das Standardzeichen für Rundungen oder Näherungswerte in der Mathematik.“

Es gibt für die Formelzeichen in ISO, DIN, VDI, VDE und unterstützt von Fachgesellschaften (die bei Mathematik, Physik und Technik deckungsgleich sind) glasklare Definitionen, welche Notationen es gibt und was sie bedeuten; und was es umgekehrt nicht gibt und was keine gültige Interpretation wäre.

  • Wiedergaben aktueller ISO und DIN kann ich einsehen. ÖNORM wäre kostenpflichtig für mich, wird aber kaum abweichen.

Es ist völlig unstrittig, dass das immer mal wieder falsch zu sehen ist, und dass irgendwer seinen Privatgeschmack auslebt oder schlicht nicht weiß, wie das auf dem eigenen Rechner hinzubekommmen wäre.

  • Es ist trotzdem keine korrekte, vorbildliche, offiziell standardisierte oder WP-geeignete Notation.
  • Es ist auch keine anerkannte Literatur aufzufinden, die diese Praxis heiligen würde.

Unsere Artikel geben die standardisierte Form korrekt wieder:

  • Gleichheitszeichen stellt die möglichen Spielarten im Detail zusammen; so auch Liste mathematischer Symbole #Gleichheitszeichen bzw. Tilde #Mathematische Operatoren und technische Zeichen und Rundung.
  • ~ bedeutet bei numerischen Größen: proportional, in der Geometrie: ähnlich, und in Höheren Mathematiken gibt es noch weitere Bedeutungen. Elektrotechnik meint was anderes, und wer mit Wasser zu tun hat mag sich wieder was anderes dabei denken. In der Genalogie dann wohl getauft? Hier irrelevant.
  • Das Gleichheitszeichen wird als ≈ aufgeweicht, wenn man für Zahlenwerte ungefähr, näherungsweise, gerundet, nur unwesentlich unterschiedlich, annähernd gleich ausdrücken möchte.
  • Das ist die Notation, in die unsere Artikel konvergieren müssen, auch wenn irgendwer nur die Taste ~ auf seiner Tastatur fand. Auf gar keinen Fall wäre das eine nach „KORR“ angeblich gleichwertige und hinzunehmende Schreibweise.

Die zitierte Stelle „can mean“ klingt wie eine Kaptulation vor dem laienhaften ~ in irgendeiner Internetseite.

  • Das erinnert an Deppenleerzeichen, Deppen-Apostroph oder „Gelantine“, was auch viele sagen. Ja, ich weiß, dass für Eigennamen von Wurschtbuden kürzlich die Missbilligung des Deppen-Apostroph gelockert wurde, aber Petra’s neue Schuhe sind immer noch falsch.

VG --PerfektesChaos 12:30, 12. Apr. 2026 (CEST)

Rückblickend halte ich es für möglich, dass die einfache Tilde im universitären Gebrauch handschriftlich aus praktischen Gründen für „ungefähr“ verwendet wurde und von mir und anderen Lehrern beibehalten wurde. Umgekehrt habe ich in der Schule handschriftlich den doppelten Trennstrich gelernt, der im Druck scheints nur noch für Frakturschriften verwendet wird. -- Peter Gröbner – 15:11, 12. Apr. 2026 (CEST)

Meine Anfrage habe ich gestellt aufgrund eines Edit-Wars im Artikel JHWH vor rund einer Woche, wo das (unäre) Zeichen für ungefähr dauernd ausgetauscht wurde. Das halte ich für sinnlos und unbegründet. Deswegen wollte ich wissen, ob es eine allgemein anerkannte Regelung gibt. Ich gehe davon aus, dass es die nicht gibt, dafür aber viele Meinungen, eine davon die im Artikel hier apodiktisch vertretene. Ich fasse zusammen:

  1. Es geht nur um die Zeichen ∼ (U+223C) und ≈ (U+2248), nicht um Ersatzzeichen, die jemand zufällig auf seiner Tastatur findet wie etwa ~ (U+007E).
  2. Unstrittig ist die Bedeutung dieser beiden Zeichen als binäre Relationen in der Mathematik, nämlich ∼ für verschiedene Äquivalenzrelationen (z.B. Proportionalität), ≈ für die näherungsweise Gleichheit von Zahlenwerten. Auf die Reihenfolge der Operanden links und rechts kommt es dabei nicht an.
  3. Eine Verwendung von ∼ als unäres Symbol mit der Bedeutung, dass der nachfolgende Zahlenwert nur näherungsweise gilt, kommt vor, sowohl im Artikel Tilde beschrieben, als auch im dort zitierten Gerichtsurteil bestätigt. (Das Gericht hatte nicht zu entscheiden, ob die Verwendung der Tilde dort typographisch korrekt ist, wohl aber, ob die Bedeutung hinreichend klar für einen Vertragsinhalt ist.)
  4. Ein unäres Symbol für diesen Zweck steht nur vor Zahlenwerten, nicht vor Formelzeichen oder Abkürzungen. Unstrittig ist, dass es nur dann einen Sinn hat, wenn der Kontext die Angabe enthält, mit welcher Größe der Zahlenwert verglichen werden soll. Derselbe Sachverhalt kann also unter Verwendung eines unären oder binären Symbols ausgedrückt werden, jedoch mit deutlich verschiedenen Formulierungen. Daraus folgt weder, dass das in den beiden Fällen dasselbe Zeichen sein kann oder sein muss noch das Gegenteil.
  5. Strittig ist nur, welches der Symbole ∼ und ≈ in welchen Kontexten als unäres Symbol für ungefähr verwendet werden kann: keines, das eine, das andere, oder wahlfrei beide (dann aber konsequent in einem Text). Wenn in einer Liste von Symbolen für eines der Symbole die Erklärung ungefähr steht, reicht das nicht aus, die unäre und binäre Verwendung in allen Kontexten für passend zu halten.

Meine Meinung dazu:

  • Im laufenden Text kann man keine binären Operatoren unär so verwenden, dass damit eine binäre Relation zum Kontext gemeint ist: eine Höhe von >3m, eine Mahlzeit für ∼15 €. In der Mathematik wird das manchmal gemacht, wenn das Substantiv unmittelbar vorausgeht: eine Zahl >3, ein Wert ≠0. Das ist aber eine fachsprachliche Abkürzung von zweifelhafter Qualität. Normalerweise muss ein Wort oder eine Abkürzung verwendet werden.
  • In Tabellen, wo die Bedeutung aus der Spaltenüberschrift hervorgeht, kann ein Symbol vor der Zahl klarer sein. Kleiner- und Größerzeichen werden so verwendet; das Gleichheitszeichen nicht. Ich halte beide Zeichen ∼ und ≈ als Symbol für ungefähr für möglich und bevorzuge ∼ aus denselben Gründen, wie sie hier in einem Typografie-Forum diskutiert wurden.

Meiner Meinung nach wären diese beiden Regeln zielführender als die willkürliche Festlegung jetzt. --Lantani (Diskussion) 21:49, 14. Apr. 2026 (CEST)

Es existiert keine „unäre“ Verwendung.
  • Das ist völlig frei erfunden.
  • Es steht nirgendwo, es ist nirgendwo spezifiziert, es gibt keinerlei Standard oder ernstzunehmende Lehrbücher.
Jede Verwendung im Zusammenhang mit Zahlen (numerischen Größen) ist binär; es ist immer eine Vergleichsoperation.
In der Geometrie bedeutet das Zeichen ~ (der Unicode ist völlig egal, weil mit Kugelschreiber oder mit Kreide oder aus einem gedruckten Buch kann niemand den Unicode ablesen) „Ähnlichkeit“; eine Kichererbse und der Planet Erde sind sich ähnlich. In der Höheren Mathematik gibt es bezogen auf komplexe Gebilde weitere Verwendungen. Bezogen auf numerische Größen bedeutet es, dass die beiden Größen proportional sind.
Einführungsdatum von Online-Enzyklopädien
  • < 2001
  • 2001
  • = März 2001
  • ≈ 2001
  • > 2001
  • Der zweite und dritte Fall sind gleichbedeutend; mit Gleichheitszeichen wird es noch ein wenig stärker betont.
  • Das sieht ja der privaten Theorie nach alles irgendwie „unär“ aus.
  • Tatsächlich sind alle Angaben immer binär:
    • DNupedia < 2001
    • DdeWP = März 2001
    • DXY ≈ 2001
    • DKlexikon > 2001
@Wiegels: @ Spezial:Diff/266002198
  • JMescha-Stele ≈ −840
VG --PerfektesChaos 22:14, 14. Apr. 2026 (CEST)

Entschuldigt den Einwurf, aber wieso schreibt man, gerade im Fließtext, nicht "ca." oder "ungefährt" oder "in etwa" oder "annäherungsweise" u.d.gl.? Es wäre doch ein Leichtes, statt

  • Die Anzahl der Moleküle in einem Mol beträgt ∼6.022e23.
  • Die Anzahl der Moleküle in einem Mol beträgt ca. 6.022e23.

zu schreiben. Wenn man die Kurzform benötigt, z.B. in Tabellen, sollte man natürlich in jedem Fall die korrekte Form nutzen.
Was mir auch noch dazu einfällt, ist, dass gerade auf Computertastaturen (ob es auf Schreibmaschinen auch so ist/war, weiß ich nicht) zwar eine Taste mit dem ~-Zeichen zu finden ist (auf deutschen Tastaturen die Taste +, die mit AltGr gemeinsam eben die Tilde produziert), aber keine Taste für das doppelte ≈, was für die frühe EDV (alles vor Unicode, also die 1980er und 1990er) meist bedeutete, dass man das hernahm, was verfügbar war, auch wenn es falsch (bzw. nicht ganz richtig) war. Aber das steht eigentlich ohnehin schon alles im Artikel Tilde (Abschnitt #Als Abkürzungssymbol)...
Andreas 07:48, 15. Apr. 2026 (CEST)

Unsere Regelungen sind erstmal zuständig für alle Situationen, egal ob bei Platznot in der Tabellenspalte, oder ob man im ausformulierten Fließtext Abkürzungen und Kürzel aller Art stilistisch besser vermeiden sollte.
Die Tilde gab es schon auf mechanischen Schreibmaschinen, um Buchstaben zu modifizieren: ´^`¨~° und historisch war auch in den Computer-Fonts diese Tilde so hoch gesetzt gewesen, dass sie auf ein n passte und ñ bilden konnte. Heutzutage eher in die Mitte gerutscht, was jedoch beim ASCII-Zeichen nicht verbindlich ist.
Dass die begrenzt wenigen Tasten auf Schreibmaschine und Computer kreativ missbraucht werden, ist altbekannt aber deshalb nicht vorbildlich:
  • Halbgeviertstrich isnich, also wird getippt: 1939-1945 und 1939 - 1945 und vielleicht sogar 1939--1945
  • In den USA werden die Akzentzeichen ´` bzw. seit immer bis heute übel missbraucht, um hübschere einfache Anführungszeichne zu produzieren. Auf Papier und Webseite. Was semantisch eine Katastrophe ist.
  • Dass man die Doppeltilde nicht auf dem Keyboard hat und sich mit der einfachen „behilft“, ist ein verbreitetes Phänomen und hat trotzdem nichts dauerhaft in unseren Artikeln zu suchen.
Wenn man sich privat Notizen mit dem Kugelschreiber auf dem Bierdeckel, oder in einer Präsentation mit Kreide an der Tafel macht, dann sind die zwei Wellen parallel übereinander schwierig hinzubekommen und sehen handschriftlich fast immer etwas ungelenk aus. Schon klar, dass man sich da schnell eben mit der einfachen Welle behilft.
  • In meinem Schulunterricht wurde darauf geachtet, dass es zwei Wellen sind, und so von den Lehrkräften auch vorgelebt.
  • Wenn man Schulbücher und seriöse wissenschaftliche Werke oder seriöse Wikipedia-Artikel verfasst, dann achtet man darauf, dass das auch korrekt geschrieben wird.
  • Ich kann mich an Professoren erinnern, die machten ihre Doktoranden auf derlei Missgriffe aufmerksam und forderten Behebung. Wurde trotzdem mit derartigen Schlampereien eingereicht, dann fielen sie durch die Doktorprüfung, fertig.
Dass wir das in unseren Artikeln öfters falsch geschrieben antreffen, ist kein Problem; wir haben vielerlei kleine Pfuschereien. Wiegels, ich und andere korrigieren es beiläufig, ohne jemand den Kopf abzureißen. Dass sowas dann aber explizit revertiert wird, und jemand eine Kampagne startet, um das laienhafte Gemurkse zum offiziellen Standard erheben zu wollen, ist irgendwie neu.
VG --PerfektesChaos 11:40, 15. Apr. 2026 (CEST)
Ich war schon immer der Ansicht, dass die einfache Tilde im Sinne von ungefähr eine rein „umgangssprachliche“ (umgangsschriftliche?) Verwendung ist, die in einem enzyklopädischen Text nichts verloren hat. Das rangiert auf derselben Stufe, wie die Konjunktion und aus Faulheit durch ein Et-Zeichen (&) zu ersetzen.
Wie andere schon erwähnten, sollte man anstelle der Tilde ca., rund, etwa, ungefähr, näherungsweise oder ein anderes Synonym verwenden. Das sehe ich auch bei schmalem Platz so (Bildunterschriften, Tabellenspalten), da „ca.“ auch hinreichend kurz ist und die falsche Verwendung der Tilde nicht rechtfertigt. Ich kann mir momentan nur zwei Fälle vorstellen, wo die einfache Tilde überhaupt verwendet werden kann: als Proportional-Symbol (zweistelliger Operator) in mathematischen Formeln, und in Zitaten. Zu letzterem zähle ich im weiteren Sinn auch Code-Schnipsel; z. B. ist die Tilde der Operator für Bit-Komplement in Python, Java, C und etlichen anderen Programmiersprachen.
Die Doppeltilde dagegen bedeutet „ist ungefähr gleich“ (zweistelliger Operator, also c  3  1010 m/s für die Lichtgeschwindigkeit), und kann in genau diesem (mathematischen) Sinn verwendet werden. Im Fließtext würde ich sie auch eher vermeiden, sehe das aber nicht ganz so eng. In Formeln, auch in Tabellen, ist die Doppeltilde natürlich vollkommen in Ordnung, wenn sie im richtigen Sinn gebraucht wird. --Winof (Diskussion) 14:55, 15. Apr. 2026 (CEST)

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