Wikipedia – Die Schwarmoffensive

Film von María Teresa Curzio (2021) From Wikipedia, the free encyclopedia

Wikipedia – Die Schwarmoffensive ist ein deutscher Dokumentarfilm der Regisseurin María Teresa Curzio. Der Dokumentarfilm entstand im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der Wikipedia und soll einen kritischen Blick auf das Projekt werfen.

TitelWikipedia – Die Schwarmoffensive
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2021
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Wikipedia – Die Schwarmoffensive
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2021
Länge 90 Minuten
Produktions­unternehmen Hanfgarn & Ufer
Stab
Regie María Teresa Curzio
Drehbuch
Produktion
Musik
Kamera Marcus Lenz
Schnitt Calle Overweg
Besetzung
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Handlung

Der Film stellt die Wikipedia anhand einiger Protagonisten vor, die ihre Sicht auf die Wikipedia darstellen. Zu Wort kommen unter anderem Jimmy Wales, einer der beiden Gründer von Wikipedia, Pavel Richter, der ehemalige Geschäftsführer des gemeinnützigen Projekts Wikimedia Deutschland und Sachbuchautor, die deutschsprachige Autorin Elke Koepping, der ehemalige Wikipedia-Schiedsrichter Georg Hilt, Martin Rulsch, Steward und damals noch Administrator in der deutschsprachigen Wikipedia, sowie Peter Wuttke, der sich als normaler Wikipedia-Autor und als Bezahlschreiber mit eigener Agentur vorstellt. Denny Vrandečić stellt Wikidata vor und erklärt die Grundlagen der Wissensdatenbank.

Daneben werden einige Handlungsstränge in dem Dokumentarfilm dargestellt. Elwin Huaman möchte die Wikipedia in der indigenen Sprache Quechua voranbringen. Die Quechuasprachige Wikipedia stagnierte zum Zeitpunkt des Dokumentarfilms. Selbst aus Peru versucht er mit Hilfe von Sverker Johansson, der den umstrittenen Lsjbot entwickelte, der aus digitalen Informationsquellen und Datenbanken kurze Wikipedia-Artikel („Stubs“) in schwedischer Sprache sowie in Cebuano und Waray-Waray, zwei auf den Philippinen gesprochenen Sprachen, generierte, etwas Ähnliches für Quechua zu entwickeln. Daneben versucht Huaman seine Landsleute zu animieren, sich an einem Quechua-Wikipedia-Projekt zu beteiligen. Dies gelingt jedoch nur bedingt. Florence Devouard hat mehrere Projekte initiiert. Sie stellt eines davon vor, bei dem Schulkinder in Afrika im Umgang mit Computern geschult werden sollen.

Kritisch werden die Kompromisssuche sowie die Einflussnahme von kommerziell orientierten Schreibern beleuchtet. Auch dass die Wikipedia ein Diversitätsproblem habe, da 85 Prozent der Autoren weiß und männlich seien, wird erwähnt.

Hintergrund

Die Produktion übernahm die Filmproduktionsgesellschaft Hanfgarn & Ufer von Gunter Hanfgarn und Andrea Ufer. Der Film wurde in Deutschland, Österreich, Schweden, Peru, Frankreich, Philippinen, Kamerun und den Vereinigten Staaten gedreht. Auf Grund der Reisebeschränkungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie konnte die Regisseurin nicht selbst reisen und stellte Teams zusammen mit den Produzenten für die einzelnen Drehorte per Zoom-Briefings zusammen. Die Interviews wurden per WhatsApp geführt.[1]

Als Sprecherin wurde Ilka Teichmüller engagiert.[2]

Veröffentlichung

Der 90-minütige Dokumentarfilm hatte seine Fernsehpremiere am 9. September 2021 im Rahmen des Programms WissenHoch2 auf 3sat.[3] Im Anschluss wurde der Film außerdem über die Bundeszentrale für politische Bildung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.[4] 2022 wurde er auf DW Deutsch ausgestrahlt.[5]

Rezeption

Thore Rausch schrieb für die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „In Wikipedia – Die Schwarmoffensive gelingt María Teresa Curzio (Regie und Drehbuch) eine kritische Bestandsaufnahme des Projektes. Der Film taucht ein in die Prozesse der Wissensgemeinschaft und ihr aus Sicht einer Autorin ‚erbarmungsloses Umfeld‘.“[6]

Einzelnachweise

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