Wilfried König (Ingenieur)
Hochschullehrer
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Wilfried König (* 19. Oktober 1928 in Rivenich; † 27. Juni 2001[1]) war ein deutscher Ingenieur und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Produktionstechnik.
Leben und Wirken
Wilfried König wurde als Sohn von Anna-Maria König, geborener Simons, und des Lehrers Hubert König im Rheinland in der Nähe von Trier geboren und besuchte das Max-Planck-Gymnasium in Trier. Er studierte von 1951 bis 1957 Maschinenbau und Fertigungstechnik an der Technischen Hochschule Aachen, schloss das Studium als Diplom-Ingenieur ab und arbeitete ab 1956 als wissenschaftlicher Assistent bei Herwart Opitz. 1962 wurde er zum Dr.-Ing. promoviert und 1965 wurde er Oberingenieur am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen. In Aachen habilitierte er sich 1965 und begann im selben Jahr seine Lehrtätigkeit als Dozent für Zerspanung. 1968 wurde er Abteilungsvorsteher und Professor für Zerspantechnik in Aachen, 1972 ordentlicher Professor für Technologie der Fertigungsverfahren. Er war zudem geschäftsführender Direktor des Labors für Werkzeugmaschinen und Betriebsleiter. 1980 gründete er das von ihm geleitete Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie in Aachen,[2] blieb aber bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1994 in leitender Position am WZL tätig. Darüber hinaus leitete er von 1990 bis 1991 als Präsident die Internationale Akademie für Produktionstechnik (CIRP, französisch Collège International pour l’Etude Scientifique des Techniques de Production Mécanique), deren Mitglied er bereits seit den 1980er Jahren war. Er gehörte auch dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) an[3] und war Mitglied des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute (VdEh) sowie der deutschen Gesellschaft für Metallkunde (DGM).
Für seine Verdienste wurde König zum Ehrendoktor der Universität Leuven und der Universität Thessaloniki ernannt und 1992 mit der SME Frederick Taylor Research Medal (benannt nach Frederick Taylor) sowie 1995 mit der Erich-Siebel-Gedenkmünze der Europäischen Gesellschaft für Blechverarbeitung ausgezeichnet. Weitere Ehrungen waren der VDI-Ehrenring (1971), die Herwart Opitz-Ehrenmedaille des VDI im Jahr 1987 und das Bundesverdienstkreuz am Bande 10 Jahre später.[4] Bereits 1971 wurden seine Untersuchungen über die Zerspanbarkeit von Stählen und die erfolgreiche Befassung mit den Fragen des Werkzeugverschleißes mit dem VDI-Ehrenring gewürdigt.[3]
Wilfried König war katholisch, ab 1957 verheiratet mit Marie-Luise König, geborener Classen, und hatte zwei Söhne (Dieter und Michael).
Publikationen (Auswahl)
- Fertigungsverfahren (5 Bände)
- Ermittlung der Ursachen für ein unterschiedliches Kolkstandzeitverhalten bei der Zerspanung von Werkstoffen gleicher Normbezeichnung mit Hartmetalldrehwerkzeugen (Dissertation)
- Über den Einfluß nichtmetallischer Einschlüsse auf die Zerspanbarkeit von unlegierten Baustählen (Habilitationsschrift)
Literatur
- König, Wilfried. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 671.