Wilhelm-Sander-Stiftung

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Die Wilhelm Sander-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Neustadt an der Donau, Bayern. Sie wurde 1974 nach dem Tod des Unternehmers Wilhelm Sander gegründet und widmet sich vorrangig der Förderung medizinischer Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der Krebsforschung.

Gründung1974
StifterWilhelm Sander
Schnelle Fakten Rechtsform, Gründung ...
Wilhelm Sander-Stiftung
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Rechtsform rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts
Gründung 1974
Stifter Wilhelm Sander
Sitz Neustadt an der Donau
Zweck Medizinische Forschung der Krankheits-, insbesondere der Krebsbekämpfung
Vorsitz Ernst G. Wittmann
Umsatz 29.000.000 Brutto (inkl. CHF)
Stiftungskapital 700.000.000 Euro (inkl. CHF)
Beschäftigte 35
Website www.wilhelm-sander-stiftung.de
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Stiftungszweck und Förderschwerpunkte

Gemäß der Verfügung des Stifters Wilhelm Sander liegt der Schwerpunkt der Stiftungsarbeit auf der Förderung der medizinischen Forschung, insbesondere der Krebsforschung.[1] Der Stiftungsrat entscheidet unter Beratung des Wissenschaftlichen Beirats über die Vergabe der Fördermittel. Die Förderung ist beschränkt auf Deutschland und die Schweiz.

Sitz der Stiftung am Standort München

Geschichte

Gründung

Die Stiftung wurde auf Basis des Testaments des Medizintechnikunternehmers Wilhelm Sander gegründet. Sander hatte sein Vermögen der Förderung der medizinischen Forschung, insbesondere der Krebsforschung, vermacht. Nach seinem Tod am 31. Dezember 1973 wurde am 11. Dezember 1974 wurde die Wilhelm Sander-Stiftung offiziell gegründet. Im Verlauf des Jahres 1975 berief der Testamentsvollstrecker die nach der Satzung zuständigen Personen und Institutionen, um die Mitglieder des ersten Stiftungsrats für eine vierjährige Amtszeit zu berufen. Am 13. Oktober traf sich der fünfköpfige Stiftungsrat zur ersten konstituierenden Sitzung. Dem Gremium gehörten neben Ludwig Demling, der von 1966 bis 1986 die Medizinische Klinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Max Eder, dem Direktor des Pathologischen Instituts der LMU München und Regierungspräsident a. D. Johannes Rieder sowie Testamentsvollstrecker Christian Schelter und sein Bevollmächtigter Walter Idler. Zum Vorsitzenden wurde Schelter und als Stellvertreter Eder gewählt. Außerdem wurden Jörg Koppenhöfer und Heinz Reuter zum Vorstand der Stiftung bestellt.

Entwicklung

Am 12. Mai 1976 traf sich dann der Wissenschaftliche Beirat zur ersten konstituierenden Sitzung. Unter dem Vorsitz von Eberhard Buchborn, Direktor der Medizinischen Klinik Innenstadt der Universität München versammelten sich Hans-Werner Altmann, Wolfgang Gössner, die Direktoren der Pathologischen Institute der Universität Würzburg und der TU München, Harald zur Hausen, Direktor der Virologie der Universität Erlangen, Hanns Hippius, Direktor der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der Universität München und Direktor der Chirurgischen Klinik der TU München, Georg Maurer, Direktor der Universitätsfrauenklinik Erlangen, Karl G. Ober und Helmut Röckl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hauterkrankungen der Universität Würzburg.

Aktivitäten

Nach Gründung der Stiftung musste zunächst ein geeignetes Verfahren entwickelt werden, um die Mittel satzungsgemäß zu vergeben. Unter Mitwirkung der erfahrenen Gremienmitglieder entstanden Richtlinien für Förderanträge sowie ein Begutachtungsprozess, der sich an den Verfahren der Deutschen Forschungsgemeinschaft orientierte.

In den folgenden Jahren wuchs die Zahl der Förderanträge, sodass der Wissenschaftliche Beirat seine Sitzungen von zweimal auf dreimal jährlich aufstockte. Auch die Einführung einer Vergütung für externe Gutachter trug zur Effizienzsteigerung bei.

Aktuelle Gremien

Stiftungsrat

  • Harald Spiegel (Vorsitzender)
  • Thomas Gudermann (stellv. Vorsitzender)
  • Jörg Koppenhöfer (Ehrenvorsitz)
  • Anja Katrin Bosserhoff
  • Michael Mihatsch
  • Jochen Schenk

Wissenschaftlicher Beirat

  • Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Würzburg (Vorsitzender)
  • Sabine Werner, Direktorin des Instituts für Molekulare Gesundheitswissenschaften der ETH Zürich (Stellvertretende Vorsitzende)
  • Ralf Bartenschlager, Präsident der Gesellschaft für Virologie und Leiter der Abteilung Molekulare Virologie am Deutschen Krebsforschungszentrum, Heidelberg
  • Wolfgang Kastenmüller, Direktor des Instituts für Systemimmunologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Frederick Klauschen, Direktor des Institutes für Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Susanne Mühlich, Professorin für Molekulare und Klinische Pharmazie am Department Chemie und Pharmazie an der FAU Erlangen-Nürnberg
  • Olaf Ortmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Regensburg
  • Jürgen Ruland, Professor für Klinische Chemie und Pathobiochemie an der TUM School of Medicine and Health
  • Jens Werner, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie des LMU Klinikums, München

Vorstand

  • Ernst G. Wittmann, Diplom-Kaufmann
  • Ralf Reichartz, Architekt

Literatur

  • Wilhelm Sander-Stiftung (Hrsg.): Sander-Stiftung. 1975 bis 2005. Stifter – Entstehung – Tätigkeit. Gorbach GmbH, Utting 2005, ISBN 3-929691-06-X.
  • Wilhelm Sander-Stiftung (Hrsg.): Wilhelm Sander-Stiftung Bericht 2009–2011. Gorbach GmbH, Utting 2012, ISBN 978-3-929691-18-4.
  • Wilhelm Sander-Stiftung (Hrsg.): Wilhelm Sander-Stiftung Bericht 2006–2008. Gorbach GmbH, Utting 2009, ISBN 978-3-929691-15-3.
  • Wilhelm Sander-Stiftung (Hrsg.): Wilhelm Sander-Stiftung Bericht 2003–2005. Gorbach GmbH, Utting 2006, ISBN 3-929691-07-8.
  • Wilhelm Sander-Stiftung (Hrsg.): Wilhelm Sander-Stiftung Bericht 2000–2002. Urban & Vogel, München 2003, ISBN 3-89935-198-3.

Einzelnachweise

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