Wilhelm Aly
königlich hannoverischer Generalmajor
From Wikipedia, the free encyclopedia
Wilhelm Aly (* 1766 in Rotenkirchen bei Einbeck; † 26. März 1833 in Osnabrück) war ein königlich hannoverischer Generalmajor.
Er war der Sohn des Oberamtmanns von Langenhagen Ulrich August Aly.[1]
Er ging in braunschweig-lüneburgische Dienste und wurde am 10. Oktober 1787 Seconde-Lieutenant im 9. Dragoner-Regiment, am 27. Mai 1793 wurde er dort Premier-Lieutenant. Aber im Jahr 1803 wurde das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg von Frankreich besetzt und mit der Konvention von Artlenburg kam es zur Auflösung der kurhannoverschen Armee. Aly wechselte wie viele seiner Kameraden in britische Dienste. In der neuerrichteten King’s German Legion (KGL) kam er am 10. November 1803 als Hauptmann in das 1. Leichte Bataillon. Am 18. Juli 1812 wurde er bei Cañizal schwer verwundet. Am 16. Januar 1814 wurde er dort Major und am 18. Juni 1815 wurde er als Oberstleutnant in das 1. Leichte Bataillon versetzt. Bei der Auflösung der Legion wurde er als solcher in hannoverische Dienste übernommen.
Am 27. Dezember 1828 wurde er zum Oberst befördert und am 1. April 1831 zum Chef des 3. Bataillons ernannt. Am 5. April 1832 wurde er dann als Chef in die 4. Kavallerie-Brigade versetzt. Aly starb am 26. März 1833 in Osnabrück und wurde auf dem dortigen Johannisfriedhof beigesetzt.[2]
1830 wurde er mit dem Guelphen-Orden ausgezeichnet.[3]
Aly heiratete Phoebe Mann (oder Mane) (* 20. März 1790; † 4. Juli 1832), eine Tochter des Abraham Mann und der Elisabeth geb. Bicker. Das Paar hatte einen Sohn, nämlich Arthur Charles Albert (* 1825; † 27. März 1891).
Literatur
- Matthias Rickling, Osnabrück von A bis Z: Wissenswertes in 1500 Stichworten über Geschichte, Kunst und Kultur, S. 21
- North Ludlow Beamish, Geschichte der königlich Deutschen Legion, Band 2, S. 45 Nr. 211
- Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 303 Nr. 347
- Kladderadatsch, Band 45, 1892, Todesanzeige Arthur Aly