Wilhelm Breitenbach

deutscher Biologe, Zoologe und Verleger From Wikipedia, the free encyclopedia

Wilhelm Breitenbach (* 21. Dezember 1856 oder 1857[1] in Unna, Provinz Westfalen; † 1937) war ein deutscher Biologe, Zoologe und Verleger.

Wilhelm Breitenbach, um 1876

Leben

Breitenbach promovierte zum Dr. phil. in Zoologie bei Ernst Haeckel in Jena und bereiste anschließend Brasilien, bevor er als Verlagsbuchhändler sowie, ab 1908, als Redakteur der Zeitschrift Neue Weltanschauung tätig wurde. Er lebte in Brackwede und Bielefeld und war einige Jahre lang Mitglied im Deutschen Monistenbund.[2]

Wilhelm Breitenbach (Mitte rechts) im Darwin-Album von 1877 (Blatt 14)

Er bekannte sich zum Darwinismus und beteiligte sich am Ehrengeschenk der deutschen Anhänger zu Darwins 69. Geburtstag, einem vom Rechnungsrat und Naturforscher Emil Rade (1832–1931) initiierten, von Ernst Haeckel geförderten und im Wesentlichen von Arthur Fitger mit insgesamt 21 Blättern gestalteten mit Silber-(und Gold-)beschlägen reich verzierten 50 cm hohen und 43 cm breiten Album (Darwin-Album von 1877),[3] in dem ab Blatt 3 zahlreiche Fotografien seiner Anhänger in je ein bis zehn passepartoutartig geschnittenen Feldern eingefügt sind. Als W. Breitenbach zu Unna wurde er mit dem Zusatz Seinem hochverehrten Meister dem Herrn Charles Darwin in treuer Hingebung auf Blatt 14 in diesem Album, das Darwin im Februar 1877 überreicht wurde, aufgenommen.[4]

Werke

  • Die Provinz Rio do Sul, Brasilien und die deutsche Auswanderung dahin. Heidelberg 1885.
  • Die deutsche Auswanderung und die Frage der deutschen Kolonisation in Südbrasilien. Duncker und Humblot, Leipzig 1887.
  • Ueber das Deutschthum in Süd-Brasilien. Eine Studie. Richter, Hamburg 1887.
  • Kurze Darstellung der neueren deutschen Kolonial-Geschichte. Habel, Berlin 1888.
  • Die Stammesgeschichte der höheren Pflanzen. W. Breitenbach, Brackwede 1913.
  • Die Gründung und erste Entwicklung des Deutschen Monistenbundes. W. Breitenbach, Brackwede 1913.
  • Aus Süd-Brasilien. Erinnerungen u. Aufzeichnungen. W. Breitenbach, Bielefeld 1913.
  • England als Völker-Vernichter. W. Breitenbach, Bielefeld 1917.

Literatur

  • Andreas W. Daum: Wissenschaftspopularisierung im 19. Jahrhundert. Bürgerliche Kultur, naturwissenschaftliche Bildung und die deutsche Öffentlichkeit, 1848–1914. 2., erg. Aufl., Oldenbourg, München 2002, ISBN 978-3-486-56551-5.
  • Rosemarie Nöthlich: Wilhelm Breitenbach (1856–1937), Zoologe, Verleger und Monist; eine Analyse seines Wirkens. VWB, Berlin 2009, ISBN 978-3-86135-491-8.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI