Wilhelm Comberg
deutscher Augenmediziner
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Lebenslauf
Der Sohn eines Landwirts legte 1904 das Abitur in Moers ab, studierte bis 1909 Humanmedizin in Marburg, Greifswald, Münster, München, Heidelberg und Würzburg. Während seines Studiums wurde er 1904 Mitglied der Burschenschaft Arminia Marburg.[1][2] 1907 bis 1908 diente er als Einjährig-Freiwilliger (Arzt) in Würzburg. 1909 bis 1910 war er Medizinalpraktikant in Karlsruhe und Heidelberg. Die Promotion erfolgte 1911 in Heidelberg. 1911 diente er als Unterarzt in einem Pionierbataillon in Spandau, 1912 arbeitete er als Schiffsarzt bei Hapag in Hamburg. 1914–1918 nahm er am Ersten Weltkrieg in verschiedenen Lazaretten teil. Die Habilitation erfolgte 1921 für Augenheilkunde an der Humboldt-Universität zu Berlin über Untersuchungen zur Frage der "Periodizität" bei lang dauernden Nachbildern. 1926 bis 1933 war er außerplanmäßiger und außerordentlicher Professor für Augenheilkunde an der Universität Berlin, 1933 bis 1957 ordentlicher Professor für Augenheilkunde an der Universität Rostock. Ab Januar 1934 war er förderndes Mitglied der SS.
Im Jahr 1945 wurde er zunächst entlassen, blieb aber weiterhin Klinikdirektor und wurde 1946 neu berufen. 1934 bis 1937 war er Dekan der Medizinischen Fakultät. 1955 wurde er in der DDR Hervorragender Wissenschaftler des Volkes; er war Ehrenmitglied der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft Heidelberg.
Comberg hatte eine Tochter, die Oberärztin an der Universitätsaugenklinik in Ost-Berlin war.
Mitgliedschaften
- 1948–1954 Mitglied im Präsidium der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft
- 1952–1955 Vorsitzender der augenärztlichen Gesellschaft des Landes Mecklenburg
- 1955–1958 Erster Vorsitzender der Medizinisch-Wissenschaftlichen Gesellschaft für Augenheilkunde an den Univ. Rostock und Greifswald
- Mitglied der Internationalen Tonometerkommission
Literatur
- Michael Buddrus, Sigrid Fritzlar: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. Ein biographisches Lexikon. München 2007. S. 107–109 online