Wilhelm Hermann Howard

deutscher Agrarökonom From Wikipedia, the free encyclopedia

Wilhelm Hermann Howard (* 6. Februar 1848 in Leipzig; † 4. Januar 1919 ebenda) war ein deutscher Agrarökonom.

Leben

Dissertation (1873)

Wilhelm Hermann Howard war ein Sohn des Leipziger Predigers Samuel Rudolph Howard und der Bertha Kiefhaber. Er besuchte die 1. Bürgerschule, die Nikolaischule und machte das Abitur an der Thomasschule.[1] Er machte ab 1867 ein landwirtschaftliches Praktikum auf Rittergut Mockau und leistete seinen Wehrdienst. Danach studierte er Landwirtschaft an der Universität Leipzig, wurde aber 1870 in den Deutsch-Französischen Krieg eingezogen und zum Leutnant befördert. 1871 nahm er das Studium wieder auf und wurde 1873 mit der Dissertation Zur Reform landwirthschaftlicher Rentabilitäts-Berechnungen zum Dr. phil. promoviert.

1872 gründete er die erste privat betriebene landwirtschaftliche Buchstelle in Deutschland. Von 1887 bis 1919 war er außerordentlicher Professor für Landwirtschaftliches Rechnungswesen an der Philosophischen Fakultät in Leipzig. 1908 gründete er die Gesellschaft für Howard-Buchführung und Betriebsoberleitung. Er war Vertreter der doppelten Buchführung.

Er war mit Meta Lübbert verheiratet, der Musiktheoretiker Walther Howard (1880–1963) war ein Sohn.

Auszeichnungen

Howard war Ritter I. Klasse des Albrechts-Ordens, Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse und Träger des Hausordens Albrechts des Bären.[1]

Schriften (Auswahl)

  • Landwirthschaftliche Rentabilitäts-Berechnungen mit Rücksicht auf Brauchbarkeit doppelter Buchhaltung in der Landwirthschaft (1873)
  • Zur Reform landwirthschaftlicher Rentabilitäts-Berechnungen. Leipzig: Breitkopf und Härtel, 1873 Leipzig, Univ., Diss., 1873
  • Wie hat sich der Landwirt zur progressiven Einkommensteuer zu verhalten? Leipzig: Duncker & Humblot, 1889
  • Die Währungsfrage (1894)
  • Die Produktionskosten unserer wichtigsten Feldfrüchte (1902)

Einzelnachweise

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