Wilhelm Oertel (Metallurg)

deutscher Metallurg und Edelstahl-Fachmann From Wikipedia, the free encyclopedia

Wilhelm Oertel (* 15. Januar 1891 in Breslau; † 1942[1]) war ein deutscher Metallurg und Edelstahl-Fachmann.

Leben

Oertel studierte in Breslau und schloss sein Studium als Dipl.-Ing. ab. Mit seiner Arbeit Die Rekristallisation des kaltdeformierten Elektrolyteisens wurde er 1918 an der Technischen Hochschule in Breslau zum Dr. Ing. promoviert. Während seines Studiums wurde er im Corps Montania (heute Corps Silingia Breslau zu Köln) aktiv.[2] Später habilitierte (Dr. Ing. habil.) sich Oertel (venia legendi) in Aachen an der Technischen Hochschule (heute RWTH) am Institut für Eisenhüttenkunde und war dort seit mindestens 1933 Dozent für Edelstähle.[3][4]

Oertel nahm eine Tätigkeit in der Glockenstahlwerke AG in Remscheid an. Später arbeitete Oertel im Stahlwerk Becker AG in Willich und war dort Prokurist und Direktionsassessor.[5] Außerdem leitete er die Abteilung für Forschung und Überwachung. Nachdem Reinhold Becker, Manager und treibende Kraft hinter den Unternehmen der Stahlwerk Becker AG 1924 verstarb und das Unternehmen von Thyssen übernommen wurde,[6] war Oertel zu einem späteren Zeitpunkt für die Deutschen Edelstahlwerke AG tätig.

Oertel war über viele Jahre Mitglied des Werkstoffausschusses, einem Fachausschuss des Vereins deutscher Eisenhüttenleute. Er forschte zu den Eigenschaften von verschiedenen Edelstählen und publizierte einen großen Teil seine Erkenntnisse im Fachjournal Stahl und Eisen. Oertel hielt auch einige nationale und internationale Patente.[7]

Werke

Ein Auszug seiner Werke nach Veröffentlichungsdatum absteigend sortiert:

  • Oertel, W. &, Landt, W. (1937). Der Einfluss des Kohlenstoffs auf die Verzunderung von Chromstählen. Chemisches Zentralblatt, Bd. 108. Deutsche Chemische Gesellschaft (Hrsg.).
  • Eilender W., Oertel W., &, Schmalz H. (1934). Grundsätzliche Untersuchungen des Verschleißes auf der Spindel‐Maschine. In: Archiv für das Eisenhüttenwesen. Band 8, Nr. 2, 61–65, ISSN 0003-8962.
  • Eilender W., & Oertel. W. (1934). Stand der Erzeugung der Dynamo- und Transformatorenbleche. Stahl und Eisen, Jg. 54, Nr. 17, 409ff.
  • Oertel, W. &, Schepers, A. (1932). Hitzebeständiger Stahl durch Legierung mit Chrom, Nickel, Aluminium und Silizium. Stahl u. Eisen, Jg. 52, Nr. 21, 511–513.
  • Oertel, W. & Neumann, W. (1932). Einsatzstähle und ihre Wärmebehandlung: Untersuchungen an unlegiertem Stahl, an Stahl mit Nickel. Stahl u. Eisen, 52 Jg., Nr. 39.
  • Oertel, W. (1932). Einsatzhärtung von Schnellarbeitsstählen. Stahl u. Eisen, Jg. 52, Nr. 16, 393–394.
  • Oertel, W. &, Grützner, A. (1931). Die Schnelldrehstähle. Düsseldorf. Verlag Stahleisen.[8]
  • Oertel, W. & Schepers, A. (1931). Eigenschaften beruhigt und unberuhigt vergossenen Stahles. Stahl u. Eisen, Jg. 51, Nr. 23, 710–715.
  • Oertel, W. (1929). Das Gießen von Stahl in eine wassergekühlte Kupferkokille. Bericht des Werkstoffausschusses des Vereins deutscher Eisenhüttenleute Nr. 145. Stahl u. Eisen, Jg. 49, Nr. 19.
  • Oertel, W. (1928). Transformatoren- und Dynamobleche für höchste Beanspruchung. In: Stahl und Eisen als Werkstoff. Verlag Stahleisen.
  • Oertel, W. (1928). Über die Anforderungen und die Behandlung des Kugellagerstahles.
  • Oertel, W. (1927). Organisation der Abteilung Forschung und Überwachung der Stahlwerk Becker A. G.
  • Oertel, W. (1927). Neue Ergebnisse in der Edelstahlforschung.
  • Oertel, W., & Pakulla, E. (1925). Beitrag zur Frage der Kobalt, Chrom-, Wolfram- (Molybdän-)Legierung. Chemisches Zentralblatt. Deutsche Chemische Gesellschaft (Hrsg.).
  • Oertel, W. &, Pölzgüter, F. (1924). Beitrag zur Kenntnis des Einflusses von Kobalt und Vanadin auf die Eigenschaften von Schnellarbeitsstahl. Düsseldorf. Verlag Stahleisen.
  • Oertel, W. &, Pölzgüter, F. (1924). Mechanische Eigenschaften einiger Schnellstahle im Vergleich zu ihrer Schnittleistung. Stahl u. Eisen, Jg. 44, 1708–1713.
  • Oertel, W., & Leveringhaus, R. W. (1924). Der Einfluss von Kupfer auf die Eigenschaften eines Nickel-Chrom-Baustahles. Verlag Stahleisen.
  • Oertel, W. & Richter, L. A. (1922). Einfluß der Desoxydation auf die Warmverarbeitbarkeit und die Eigenschaften eines Chromnickel-Baustahles.
  • Oertel, W. (1918). Die Rekristallisation des kaltdeformierten Elektrolyteisens. Breslau, Technische Hochschule, Dissertation.[9]

Einzelnachweise

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