Wikiwand AI

Wilhelm Schober

deutscher Generalstabsarzt des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Wilhelm Schober (* 1. April 1924 in Hoheneck, heute Ludwigsburg; † 11. Juli 1998 in Bonn) war ein deutscher Generalstabsarzt des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Schober war Sohn eines Gerichtsvollziehers, der 1942, als Major der Reserve, gefallen ist. Er absolvierte das Abitur, trat am 1. August 1941 als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Ersatz-Bataillon 17 in Braunschweig in die Wehrmacht ein und diente in jenem Bataillon bis April 1942. Von 1942 bis 1944 studierte er Humanmedizin an der Militärärztlichen Akademie in Berlin sowie der Karls-Universität in Prag und war währenddessen im August 1942 als Gruppenführer im Infanterie-Regiment 17 in der Sowjetunion im Front-Einsatz. Nach dem Physikum wurde er am 1. August 1944 zum Feldunterarzt ernannt. Von Dezember 1944 bis April 1945 war er Hilfsarzt auf dem Hauptverbandplatz in der 2. Sanitäts-Kompanie „Brandenburg“ der Panzer-Grenadier-Division Großdeutschland in Ostpreußen. Von Mai bis August 1945 war er in Kriegsgefangenschaft des Vereinigten Königreichs und dabei Hilfsarzt im Lazarett in Avedøre, einem Vorort von Kopenhagen, in Dänemark.[1][2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Schober von September 1945 bis Dezember 1948 sein Studium der Medizin an der Medizinischen Akademie Düsseldorf fort. Am 22. Dezember 1948 erfolgte die Approbation zum Arzt und am 10. Januar 1949 die Promotion zum Doktor der Medizin mit einer Dissertation zum Thema Percid zur Händedesinfektion im Vergleich mit Sagrotan und Zephirol. Von Februar 1949 bis März 1951 war er Volontärarzt am Kreiskrankenhaus Herford und von April 1951 bis Juni 1956 Stationsarzt im United States Army Hospital in Frankfurt am Main.[1][2]

Am 2. Juli 1956 trat Schober als Stabsarzt und Sanitätsoffizier beim Sanitätsbataillon 5 in die Bundeswehr ein. In jenem Bataillon diente er bis Mai 1958 und war anschließend von Juni 1958 bis September 1959 Truppenarzt in der Stabskompanie des III. Korps in Koblenz. 1959 wurde er zum Oberstabsarzt befördert. Von Oktober 1959 bis März 1965 war er Offizier für Personalwesen (S 1) beim Korpssanitätskommandeur 3 in Koblenz und von April 1965 bis September 1976 zunächst Referent und dann Referatsleiter in den Referaten II 3 und II 2 der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens und V 7 der Abteilung Personal im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. 1966 wurde er zum Oberfeldarzt und 1971 zum Oberstarzt befördert.[1][2]

Am 1. Oktober 1976 wurde Schober Generalarzt[3] und war vom Oktober 1976 bis September 1980 Unterabteilungsleiter Sanitätswesen II im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[4.1] Zum 1. Oktober 1980 erfolgte Schobers Ernennung zum Generalarzt[3][5] und die Versetzung auf den Dienstposten des Stellvertreters und Chefs des Stabes des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[4.2] Mit Ablauf des September 1981 wurde er in den Ruhestand versetzt.[6]

Schober war verheiratet.[2]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks