Wilhelm Seidensticker

deutscher Architekt From Wikipedia, the free encyclopedia

Wilhelm Seidensticker (* 30. November 1909 in Bochum; † 10. April 2003 in Essen)[1][2] war ein deutscher Architekt.

Trauerhalle, Hauptfriedhof Bochum
Grillo-Theater, Essen
St. Mariae Geburt, Essen
St. Laurentius, Gelsenkirchen-Horst
St. Stephanus, Duisburg-Ungelsheim
Bochumer Verein
Volkshochschule, Essen

Leben

Seidensticker absolvierte ein Praktikum und studierte ab 1929 an der Technischen Hochschule Hannover bei Ernst Vetterlein und Otto Blum, mit einem Gastsemester an der Technischen Hochschule Graz. 1933 schloss er sein Studium mit dem akademischen Grad Dipl.-Ing. ab. Von 1934 bis 1937 war er beim Baudezernat der Stadt Bochum tätig, wo er u. a. die Trauerhalle am Freigrafendamm plante. 1936 promovierte er an der TH Hannover über Radwegeplanung unter besonderer Berücksichtigung des Ruhrgebietes. Im Jahr darauf machte er sich in Bochum selbstständig und betrieb bis 1941 ein eigenes Architekturbüro. Ab 1941 war Seidensticker als Regierungsbaurat bei der Luftwaffe in Norwegen und Finnland tätig.[3]

Er geriet in Kriegsgefangenschaft und kehrte 1947 nach Bochum zurück. 1948 war er am Wiederaufbauplan für Wattenscheid maßgeblich beteiligt.[3]

Später ließ er sich in Essen nieder. In den 1960er Jahren arbeitete er mit dem Diplom-Ingenieur Heinz Budde in einer Architektengemeinschaft zusammen.[4]

Seidensticker lebte in Essen und Südfrankreich; sein Nachlass liegt im Baukunstarchiv NRW.

Bauten

Veröffentlichungen

  • Umbau der Städte. Vulkan-Verlag, Essen 1959
  • Die City im Umbau. Vulkan-Verlag, Essen 1967
  • Umbau der Umwelt : humane Megalopolis?. Vulkan-Verlag, Essen 1973
Commons: Wilhelm Seidensticker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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