Wilhelmina Lagerholm
schwedische Porträt- und Genremalerin sowie Fotografin
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Wilhelmina Catharina Lagerholm (* 25. März 1826 in Örebro, Provinz Närke, Schweden; † 19. Juni 1917 in Stockholm) war eine schwedische Porträt- und Genremalerin sowie Fotografin und zählt zu den ersten Berufsfotografen ihres Landes.

Leben

Lagerholm, Tochter des Landvermessers Nils Lagerholm und dessen Ehefrau Anna Elisabeth Ekman, erhielt nach erstem Malunterricht, den sie in Stockholm genossen hatte, ein Reisestipendium, das es ihr ermöglichte, in den Jahren 1856 bis 1858 bei Thomas Couture und Jean-Baptiste-Ange Tissier in Paris Malerei zu studieren. 1859 und 1865 erhielt sie in Düsseldorf Privatunterricht bei ihrem Landsmann Ferdinand Fagerlin, der zuvor in Coutures Pariser Atelier gearbeitet hatte. In den folgenden Jahren schuf sie Genrebilder des Volkslebens im Stile der Düsseldorfer Malerschule. Bei einem erneuten Aufenthalt in Düsseldorf in den Jahren 1869/1870 nahm sie außerdem Unterricht bei dem angesehenen Porträtmaler Karl Ferdinand Sohn.[1][2] Von 1862 bis 1871 arbeitete sie im Haus ihrer Eltern in Örebro als Fotografin. Mit der Fotografie war sie vermutlich in Paris bei Charles Reutlinger in Berührung gekommen.[3] Danach ging sie nach Stockholm, wo sie neben der Porträtfotografie Porträts und Genrebilder malte und 1871 „Agré“ (anerkannter Künstler) der Kunstakademie wurde. Auf den Akademieausstellungen der Jahre 1853, 1858, 1860, 1863, 1866, 1868, 1870, 1875, 1885 und 1887 war sie hauptsächlich mit gemalten Porträts vertreten.[4] 1859 nahm sie mit einem Damenporträt in Pastell am Salon de Paris teil.[5]
Literatur
- Lagerholm, Vilhelmina. In: Theodor Westrin (Hrsg.): Nordisk familjebok konversationslexikon och realencyklopedi. 2. Auflage. Band 15: Kromat–Ledvätska. Nordisk familjeboks förlag, Stockholm 1911, Sp. 850 (schwedisch, runeberg.org).
- Lagerholm, Wilhelmina. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 22: Krügner–Leitch. E. A. Seemann, Leipzig 1928.
Weblinks
- Wilhelmina Lagerholm. Biografie im Portal olm.sitevision.se (schwedisch)
- Wilhelmina Catharina Lagerholm, genealogisches Datenblatt im Portal astridhaugland.net