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Willi Körtels

deutscher Heimatforscher und ehemaliger Gymnasiallehrer, Publizist zur jüdischen Geschichte um Trier From Wikipedia, the free encyclopedia

Willi Körtels (* 1947 in Schöndorf im Landkreis Trier-Saarburg)[1] ist ein deutscher Heimatforscher und ehemaliger Gymnasiallehrer sowie Autor und Herausgeber von Sachbüchern, insbesondere zur Geschichte der Juden in der Region Trier.[2]

Leben

Willi Körtels wurde 1947 in Schöndorf an der Ruwer geboren und durchlief zunächst eine Ausbildung zum landwirtschaftlichen Betriebsleiter, bevor er 1970 in Koblenz sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er katholische Theologie und Germanistik an der Universität Trier sowie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau.[1]

Von 1977 bis 2010 unterrichtete Körtels am Gymnasium Konz[3] die Fächer Deutsch und Religion, zuletzt als Oberstudienrat.[1]

Körtels betreibt die Website Mahnmal Trier. Zur Erinnerung an Personen der Region Trier, die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft wurden.[4] Er ist Mitbegründer des Fördervereins ehemalige Synagoge Könen e.V., und bietet, ebenso wie sein Kollege Bruno Lauscher, Führungen über den Jüdischen Friedhof in Könen an.[5]

Schriften

  • Geschichte der Juden von Oberemmel. Herausgegeben vom Heimat- und Kulturverein Kreis Trier-Saarburg. Verlag Alta Silva, Kell am See 1996, ISBN 3-9804786-1-0; Neuauflage 2012 (Inhaltsverzeichnis).
  • Unterwegs Aufgelesenes. Dorfgeschichten und andere Texte aus der Zeit des Kalten Krieges. Selbstverlag, Oberemmel 1999.
  • Schöndorfer Dialekt. Schennerwer Platt, zusammengetragen und bearbeitet von Willi Körtels. Selbstverlag, Oberemmel 2003.
  • Geschichte der Juden von Könen (= Schriftenreihe Ortschroniken des Trierer Landes, Nr. 44). Förderverein Synagoge Könen, Konz 2005.
    • überarbeitete Neuausgabe, herausgegeben im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für Landesgeschichte und Volkskunde des Trierer Raumes, 2011 (online auf mahnmal-trier.de, abgerufen am 19. August 2026).
  • Wenn es geht, vergesst nicht, auch meine Dahlienstöcke im Garten zu pflanzen. Briefe von Alfred Wagner aus nationalsozialistischen Haftanstalten. Selbstverlag, Konz 2005.
  • Elise Haas. Eine Lyrikerin aus Trier. Förderverein Synagoge Könen, Konz 2008 (Inhaltsverzeichnis).
  • Der Trierer Oberrabbiner Joseph Kahn. 1809–1875. Eine biographische Skizze. Herausgegeben vom Förderverein Synagoge Könen e.V. anlässlich des 200. Geburtstages von Joseph Kahn, Förderverein Synagoge Könen, Konz 2010 (online auf mahnmal-trier.de, abgerufen am 19. August 2026).
  • Gertrud Luckner im „Aufbau“. Selbstverlag, Konz 2012.
  • Die Region Trier im Spiegel der amerikanischen Zeitschrift „Aufbau“ 1945–2000. Selbstverlag, Konz 2012.
  • Die jüdische Schule in der Region Trier. Selbstverlag, Konz 2012 (online auf mahnmal-trier.de, abgerufen am 19. August 2026).
  • Die „Judenerklärung“ des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962–1965 im Spiegel der Zeitschrift „Aufbau“. Selbstverlag, Konz 2012.
  • Anmerkungen zum neuzeitlichen Antisemitismus in der Region Trier und die jüdische Reaktion. Selbstverlag, Konz 2012.
  • Von Konz über Sötern nach Israel. Selbstverlag, Konz 2013.
  • Michael Levy (1825–1902). Elementarlehrer und Chasan in Schweich und Trier. Selbstverlag, Konz 2013.
  • Materialien zur Geschichte der Juden von Konz. Selbstverlag, Konz 2014 (Inhaltsverzeichnis).
  • Caroline Bresslau-Isay. Schwiegermutter Albert Schweitzers. [o. O. (Trier), o. D., 2014?] (online auf mahnmal-trier.de, abgerufen am 19. August 2026).
  • Jüdische Schülerinnen und Schüler an höheren Schulen der Region Trier. Selbstverlag, Konz 2015.
  • Jüdische Biographien der Region Trier (= Teil der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek), Willi Körtels, Kaltenengers 2016.
  • Biographien von Frauen der Region Trier. Verlag Stephan Moll, Kordel 2019, ISBN 978-3-947470-33-4.
  • Höhere Mädchenschulen in der Region Trier vorwiegend im 19. und 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung jüdischer Schülerinnen. Selbstverlag, Kaltenengers 2020.
  • Erhaltung und Sicherung des Judentums. Zur Rolle der jüdischen Vereine in der Region Trier. Selbstverlag Kaltenengers 2022.
  • Verspiegelte Heimat. Selbstverlag, Kaltenengers 2023.
  • Der Verein zur Abwehr des Antisemitismus 1890–1933. Selbstverlag, Kaltenengers 2024.
  • Die Schriftstellerin Antonie Haupt [Viktorine Endler, geb. Bleser]. Selbstverlag, Kaltenengers 2025.
  • Neuzeitlicher Antisemitismus der Region Trier. 1795 bis zur Gegenwart. Selbstverlag, Kaltenengers 2026.

Einzelnachweise

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