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Windach

Gemeinde in Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Windach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Windach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Windach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 4′ N, 11° 2′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs­gemeinschaft: Windach
Höhe: 599 m ü. NHN
Fläche: 24,84 km²
Einwohner: 3772 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86949
Vorwahl: 08193
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 146
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: von-Pfetten-Füll-Platz 1
86949 Windach
Website: www.windach.de
Erste Bürgermeisterin: Christiane Freisleder (Freie Wähler Windach)
Lage der Gemeinde Windach im Landkreis Landsberg am Lech
KarteAmmerseeLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis OstallgäuLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis StarnbergLandkreis FürstenfeldbruckWindachWeil (Oberbayern)Utting am AmmerseeUnterdießenThainingPürgenSchwiftingSchondorf am AmmerseeScheuringRott (Landkreis Landsberg am Lech)ReichlingPrittrichingVilgertshofenPenzing (Bayern)ObermeitingenLandsberg am LechKinsauKauferingIglingHurlachHofstetten (Oberbayern)GreifenbergGeltendorfFuchstalFinningEresingEgling an der PaarEching am AmmerseeDießen am AmmerseeDenklingenApfeldorf
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Windach von Südosten

Gemeindeteile

Die Gemeinde hat sechs Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt die Gemarkungen Hechenwang, Oberwindach, Schöffelding und Unterwindach.

Geschichte

Hofmark

1157 wurden die Herren von Windach erstmals urkundlich erwähnt. Windach gehörte zum Kurfürstentum Bayern. Es handelte sich um eine geschlossene Hofmark, die später in Besitz der Freiherren von Füll gelangte und deren Sitz Unterwindach war.[4]

Erster Weltkrieg

Es wurden 151 Männer aus der Pfarrei Windach (Unterwindach, Oberwindach, Hechenwang) als Soldaten einberufen; 36 sind gefallen.

Im Jahr 1917 wurden sechs Kirchenglocken für Kriegszwecke beschlagnahmt und abtransportiert. In den drei betroffenen Kirchen konnte in den 1920er Jahren das Geläut ergänzt werden.

Zweiter Weltkrieg

Es wurden aus der Pfarrei Windach 191 Männer eingezogen; 66 von ihnen sind gefallen.

Für Kriegszwecke wurden fünf Glocken eingeschmolzen. In jeder der drei Kirchen verblieb eine. Die Geläute wurden in den Jahren 1948/49 wieder ergänzt.

Gemeindefusion

Am 1. April 1939 wurden die Gemeinden Oberwindach und Unterwindach zur neuen Gemeinde Windach zusammengeschlossen.[5]

Erster Bürgermeister der fusionierten Gemeinde wurde August Popp.[6]

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die Gemeinde Schöffelding und ein Großteil der Gemeinde Hechenwang (ohne Achselschwang) eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
19701741
19872264
19912565
19952725
20003214
20053601
20103668
20153759
20203844
20253772
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Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres[7]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder:

Weitere Informationen Jahr, DGW ...
Sitzverteilung im Gemeinderat
JahrDGWFWGSFWWWGHBILOgesamtWahlbeteiligung in %
2026 5 3 4 1 3 16 74,4[8]
2020 2 3 5 2 4 16 70,9[9]
2014 4 3 4 2 3 16 65,6[10]
2008 6 3 2 2 3 16 70,7
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Legende:

  • BILO = Bürgerinitiative Lebendiger Ortskern (seit 2020 BILO/B90 Grüne)
  • DGW = Dorfgemeinschaft Windach
  • FWGS = Freie Wählergemeinschaft Schöffelding
  • FWW= Freie Wähler Windach
  • WGH = Wählergemeinschaft Hechenwang

Die Gemeinderatswahl 2008 wurde angefochten und nach Ungültigkeitserklärung des Landratsamtes am 28. September 2008 wiederholt.

Bürgermeister

Als Nachfolger von Walter Graf war seit 2014 Richard Michl Erster Bürgermeister der Gemeinde. Am 15. März 2020 wurde er mit 70,3 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.[11] Am 8. März 2026 wurde Christiane Freisleder mit 54,2 % der gültigen Stimmen zur neuen Ersten Bürgermeisterin gewählt.[12]

Wappen

Blasonierung: „In Blau unter einem silbernen Wellenbalken ein aufspringendes, golden bewehrtes silbernes Ross auf silbernem Dreiberg.“[13]

Wappenführung seit 1953

Pfarrkirche Maria am Wege
Schloss Windach
Kirche St. Petrus und Paulus

Sehenswürdigkeiten

Bodendenkmäler

Verkehr

Windach hat eine Anschlussstelle an der A 96 MünchenLindau.

Persönlichkeiten

  • Philipp Jacob Weigel (1752–1826), Benediktinermönch und Kirchenmusiker, in Windach geboren
  • Max Hagen (1859–1914), Landschaftsmaler, lebte in Windach
  • Frederick Kanfer (1925–2002), Psychologe, Gründer der psychosomatischen Klinik in Windach
  • Claus-Peter Lieckfeld (* 1948), Schriftsteller und Journalist, lebt in Windach
  • Ernst Kistler (1952–2021), Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, in Windach geboren
  • Veronika Straaß (* 1957), Schriftstellerin und Übersetzerin, lebt in Windach

Einzelnachweise

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