Wittmackia

Gattung der Familie Bromeliengewächse (Bromeliaceae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Wittmackia ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Bromelioideae innerhalb der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae).[1] Die etwa 47 Arten sind in der Neotropis vom südöstlichen Mexiko und karibischen Inseln bis ins tropische Südamerika verbreitet.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Wittmackia

Wittmackia lingulata

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Bromeliengewächse (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Bromelioideae
Gattung: Wittmackia
Wissenschaftlicher Name
Wittmackia
Mez
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Beschreibung

Bewehrtes Laubblatt von Wittmackia patentissima
Trichterförmiger Habitus und Fruchtstand von Wittmackia patentissima von oben mit einer geöffneten Blüte
Blütenstand von Wittmackia patentissima
Ausschnitt eines Blütenstands mit Hochblättern von Wittmackia patentissima nach der Anthese
Früchte von Wittmackia patentissima

Vegetative Merkmale

Die Wittmackia-Arten sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie gedeihen epiphytisch, lithophytisch und terrestrisch.[1] Manche Arten bilden durch Ausläufer Bestände. Die Sprossachse ist gestaucht. Diese Trichterbromelien bilden Zisternen, in denen oft Wasser gesammelt wird, also Phytotelmata entstehen.[1]

Die Laubblätter sind deutlich in Blattscheide und -spreite gegliedert.[1] Die grünen, hell-brauen und unregelmäßig purpurfarbenen Blattscheiden sind elliptisch, länglich oder eiförmig und ihr Rand ist zum oberen Ende hin glatt oder gesägt; auf beiden Flächen sind Saugschuppen vorhanden.[1] Die grünen oder manchmal rotweinfarbenen, derben, einfachen, parallelnervigen Blattspreiten sind linealisch bis zungenförmig mit zugespitztem bis gerundetem, gespitzem bis stachelspitzigem oberen Ende. Die Blattränder sind glatte bis stark stachelig gesägt. Bei manchen Arten sind die Blattspreiten zu ihrer Basis hin verschmälert. Die Blattspreiten können gefurcht sein. Die Blattflächen sind grün oder gezeichnet und besitzen auf beiden Blattseiten Saugschuppen, aber dichter auf der Blattunterseite.[1]

Generative Merkmale

Der grüne, matt-purpurfarbene oder weißliche, verkahlende bis dicht flockig behaarte Blütenstandsschaft ist oft mehr oder weniger kurz, dadurch überragt bei manchen Arten (Wittmackia guedesiae, Wittmackia neoregelioides) der Blütenstand den Blatttrichter nicht oder nur wenig oder er ist relativ lang.[1] Die Hochblätter des Blütenstandsschaftes sind wirken verwelkt oder häutig und sind grün, matt-purpurfarben oder hell-braun, kahl bis dicht flockig behaart; sie sind kürzer bis länger als die Internodien, aufrecht bis aufsteigend und linalisch-lanzettlich, lanzettlich oder verkehrt-lanzettlich mit zugespitzem bis spitzem, bespitztem oder stachelspitzigem oberen Ende und glatten bis gesägten Rand.[1] Im je nach Art 4 bis 70 Zentimeter langen, einfachen bis zwei- bis selten dreigeteilten ährigen Blütenstand sind die Teilblütenstände dicht bis locker angeordnet. Die Blütenstandsachsen sind sichtbar oder von den Tragblättern verdeckt. Die grünen, cremefarbenen, matt-purpurfarbenen, hell-braunen oder nur bei Wittmackia tentaculifera leuchtend roten Tragblätter sind eiförmig bis linealisch-lanzettlich mit zugespitzten bis spitzem oberen Ende, glatten bis gesägten Rand und spärlich mit Saugschuppen oder dicht mit flockigen Trichomen bedeckt. Die verwelkt oder häutig wirkenden Tragblätter werden langsam bis plötzlich kleiner je weiter oben im Blütenstand sie sich befinden, sie sind an den Blütenstandsachsen anliegend bis spreizend, sind kürzer bis länger als die Blütenstandsachsen. Die sitzenden oder auf einem 0,5 bis 15 Zentimeter langen, stielrunden bis leicht abgeflachten Blütenstandsschaft befindlichen, rispigen Teilblütenstände sind kugelig-zapfenförmig bis lang-zylindrisch und kahl bis flockig behaart.[1] Die Blütenstandsachse der Teilblütenstände ist gerade und ist sichtbar oder von Deckblättern verdeckt. Die allmählich bis abrupt Richtung oberen Ende des Blütenstandes sich verkleinernden und spirallig angeordenten Deckblätter sind haltbar, sind kürzer als die Fruchtknoten bis die Kelchblätter überragend, symmetrisch, locker bis dicht sich dachziegelig überdeckend angeordnet, aufrecht bis spreizend, linealisch, dreieckig, lanzettlich, ei- oder kreisförmig. Die häutigen bis ledrigen Deckblätter sind grün, cremefarben, gelb, orange-, rotweinfarben oder nur bei Wittmackia tentaculifera leuchtend rot mit zugespitzten bis zurückgekrümmtem, bespitzem, beschwänztem oder stachelspitzigem oberen Ende, glatten bis gesägten Rand. Drei bis etwa hundert sitzende Blüten sind aufrecht bis spreizend, locker bis dicht im Teilblütenstand angeordnet.[1]

Die pentazyklischen (fünf Blütenblattkreise), zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten sind dreizählig. Der Blütenkelch in konisch bis seitlich abgeflacht und zusammengerollt oder nur bei Wittmackia turbinocalyx kreiselförmig-zusammengerollt.[1] Die drei deutlich asymmetrischen, ledrigen Kelchblätter sind an ihrer Basis verwachsen und bilden eine häutigen seitlichen Flügel, der die angrenzenden Kelchblätter überlappt. Die weißen, grünen, gelben, creme-, lila-, purpur-, rosafarbenen oder leuchtend roten Kelchblätter sind kahl bis dicht flockig behaart oder selten braun-wollig beschuppt und sie können stark stachelspitzig sein. Die haltbaren Kelchblätter verdicken sich manchmal nach der Anthese.[1] Die drei freien, weißen oder grünen Kronblätter sind elliptisch oder fast-spatelförmig mit spitzem bis stumpfem oberen Ende. Die Kronblätter können 2 Millimeter oder mehr über ihrer Basis gelappte Schüppchen besitzen oder sie fehlen.[1] Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden; sie überragen die Blütenkrone nicht. Die Staubfäden sind abgeflacht und etwas verdreht am Ansatzpunkt des Staubbeutels. Die Staubbeutel sind rechteckig mit bespitzten bis stachelspitzigen Enden.[1] Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Die kahlen bis dicht flockig behaarten Fruchtknoten abgeflacht-eiförmig, ellipsoidal, zylindrisch, verkehrt-eiförmig oder keulenförmig und weiß, gelb, creme-, orange-, rosa-, purpurfarben oder leuchtend-rot.[1] Im Fruchtknoten sind in zentraler Plazentation etwa 30 Samenanlagen enthalten.[1] Die Narbe ist gefaltet-spirallig und papillös.[1]

Blütenformel:

Die bei Reife gelben, roten, blauen oder schwarzen Beeren sind abgeflacht-eiförmig, eiförmig, ellipsoidal, zylindrisch, verkehrt-eiförmig oder keulenförmig[1] und enthalten relativ viele Samen.

Systematik, botanische Geschichte und Verbreitung

Taxonomie

Die Gattung Wittmackia wurde am 1. November 1891 durch den deutschen Botaniker Carl Christian Mez in Carl Friedrich Philipp von Martius: Flora Brasiliensis, Band 3, 3, S. 180, 274 aufgestellt. Typusart ist Wittmackia lingulata (L.) Mez aufgestellt. Sie hat ursprünglich drei Arten enthalten.[2] Der botanische Gattungsname Wittmackia ehrt den deutschen Botaniker Ludewig Wittmack (1839–1929),[3] dem Autor des Bromelien-Abschnittes in Engler: Die Natürlichen Pflanzenfamilien, 1. Auflage, II. Teil, 4. Abteilung, 1887–1888, S. 32–59.[4] Ein Synonym von Wittmackia Mez ist Wittmackiopsis Mez subgen. Wittmackiopsis.[4]

Botanische Geschichte

Alle Arten wurden durch Smith 1955 in die Untergattung Aechmea Ruiz & Pavon subg. Aechmea gestellt.[2] Durch Aguirre-Santoro 2027 bis 2020 wurden Arten aus der Untergattung Hohenbergia subg. Wittmackiopsis Mez in die Gattung Wittmackia gestellt.[2]

Die Verwandtschaft rund um die Gattung Ronnbergia wurde durch Aguirre-Santoro et al. 2016 und Aguirre-Santoro 2017[1] untersucht und es ergaben sich wesentliche taxonomische Änderungen mit einem erheblich größeren Umfang dieser Gattung.[4] Die Gattung Ronnbergia und Wittmackia gehören zur RonnbergiaAllianz in der Unterfamilie Bromelioideae innerhalb der Familie Bromeliaceae.[1][5]

Arten und ihre Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der etwa 47 Arten reicht vom südöstlichen Mexiko und karibischen Inseln bis ins tropische Südamerika. Es gibt zwei Diversitätszentren, das eine ist der Mata Atlântica, davon die meisten Arten im südöstlichen brasilianischen Bundesstaat Bahia, das andere ist Jamaika, die Großen Antillen (ohne Hispaniola), ihre angrenzenden Inseln in der westlichen Karibik sowie die Yucatan-Halbinsel. Etwa 17 Arten kommen im karibischen Raum vor.[1][6] Die Arten der beiden Diversitätszentren unterscheiden sich auch morphologisch.[2]

In der Gattung Wittmackia gibt es seit 2025 etwa 47 Arten:[1][4][7]
Wittmackia pernambucentris
  • Wittmackia abbreviata (L.B.Sm. & Proctor) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia abbreviata L.B.Sm. & Procto): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch an schattigen oder exponierten Standorten auf bewaldeten Karsthügeln in Höhenlagen von 275 bis 840 Metern nur im zentralen Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia altocaririensis (Leme & L.Kollmann) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea altocaririensis Leme & L.Kollmann): Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch im Unterwuchs oder am Waldboden im feuchten, montanen Mata Atlântica in Höhenlagen von etwa 900 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[4]
  • Wittmackia amorimii (Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea amorimii Leme): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch im Unterwuchs im feuchten Bergwald in Höhenlagen von 100 bis 400 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia andersoniana (Leme & H.Luther) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea andersoniana Leme & H.Luther): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch im Mata Atlântica in Höhenlagen von etwa 800 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia antillana (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia antillana Mez, Hohenbergia tetaensis Proctor & Cedeño-Maldonado): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch auf bewaldeten Karsthügeln in Höhenlagen von 0 bis 275, selten bis 840 Metern auf den Inseln Puerto Rico sowie Britische Jungferninseln[6].[4]
  • Wittmackia aurantiolilacina Leme, E.Fernandez & Amorim: Die Erstbeschreibung erfolgte 2025. Sie wurde bisher nur im Mata Atlântica in einem dichten Bergwald in Höhenlagen von 380 bis 950 Metern in der Alto-Cariri-Region an der Grenze der brasilianischen Bundesstaaten Bahia sowie Minas Gerais.[4] Sie gilt als CR = „Critically Endangered“ = „vom Aussterben bedroht“. Hauptsächlich gefährdet durch Habitatverlust, Fragmentierung sowie Zunahme von Feuerereignissen.[8]
  • Wittmackia bicolor (L.B.Sm.) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea bicolor L.B.Sm., Ortgiesia bicolor (L.B.Sm.) L.B.Sm. & W.J.Kress): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht im Unterwuchs in Höhenlagen von 400 bis 600 Metern von feuchten Bergwäldern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia brasiliensis (E.Pereira & I.A.Penna) Aguirre-Santoro (Syn.: Ronnbergia brasiliensis E.Pereira & I.A.Penna, Streptocalyx laxiflora Philcox, Streptocalyx subintegerrimus Philcox, Aechmea subintegerrima (Philcox) Leme): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht im Unterwuchs von feucht Tieflandwäldern und Bergwäldern in Höhenlagen von 200 bis 700 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia burle-marxii (E.Pereira) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea burle-marxii E.Pereira, Ortgiesia burle-marxii (Pereira) L.B.Sm. & W.J.Kress): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht im feuchten Bergwald in Höhenlagen von 300 bis 400 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.[4]
  • Wittmackia canaliculata (Leme & H.Luther) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea canaliculata Leme & H.Luther): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch im feuchten Mata Atlântica in Höhenlagen von 500 bis 800 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia carvalhoi (Martinelli & Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Ronnbergia carvalhoi Martinelli & Leme): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch in Höhenlagen von 50 bis 100 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia caymanensis (Britton ex L.B.Sm.) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia caymanensis Britton ex L.B.Sm.): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie kommt nur auf Grand Cayman der Cayman-Inseln und auf der kolumbianischen Insel Providencia vor.[6] Sie gedeiht epiphytisch an schattigen, bewaldeten Standorten auf Kalksteinformationen in Höhenlagen von 0 bis 70 Metern.[4]
  • Wittmackia conduruensis Leme & E.H.Souza: Die Erstbeschreibung erfolgte 2023. Sie gedeiht epiphytisch im Mata Atlântica in Höhenlagen von 100 bis 200 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[2][4]
  • Wittmackia distans (Griseb.) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea distans Griseb., Hohenbergia distans (Grisebach) Baker, Hohenbergia brittoniana L.B.Sm): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch fragmentierten Waldgebieten in Höhenlagen von 15 bis 550 Metern nur im westlichen Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia eriostachya (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia eriostachya Mez): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch in feuchten Bergwäldern an Waldrändern in Höhenlagen von 300 bis 1250 Metern nur im östlichen Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia fawcettii (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia fawcettii Mez, Hohenbergia fawcettiana K.Schum): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch in feuchten Bergwäldern an Waldrändern und in der Nähe von Fließgewässern in Höhenlagen von 1000 bis 1400 Metern nur im östlichen Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia froesii (L.B.Sm.) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea lingulata var. froesii L.B.Sm., Aechmea froesii (L.B.Sm) Leme & J.A.Siquueira): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht terrestrisch oder epiphytisch im Unterwuchs von feuchten Tieflandwäldern in Höhenlagen von 0 bis 500 Metern in den brasilianischen Bundesstaaten Pernambuco sowie Bahia.[4]
  • Wittmackia gregaria (Leme & L.Kollmann) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea gregaria Leme & L.Kollmann): Die Erstbeschreibung erfolgte 2014 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht terrestrisch mit langen Ausläufern in dichten sowie großen Gruppen am schattigen Waldboden nahe der Meereshöhe nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia guedesiae E.H.Souza & Leme: Die Erstbeschreibung erfolgte 2023. Sie wurde bisher nur epiphytisch und am schattigen Waldboden wachsend in Fragmenten des Mata Atlântica in Höhenlagen von etwa 35 Metern.[2][4]
  • Wittmackia incompta (Leme & H.Luther) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea incompta Leme & H.Luther): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht im Unterwuchs von feuchten Tieflandwälder nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia inermis (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia inermis Mez): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht im tropischen Karst entweder epiphytisch auf Kalksteinhügeln oder terrestrisch auf exponierten Kalksteinflächen in Höhenlagen von 100 bis 670 Metern nur im „Cockpit Country“ in Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia ituberaensis (Leme & L.Kollmann) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea ituberaensis Leme & L.Kollmann): Die Erstbeschreibung erfolgte 2013 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht terrestrisch im schattigen Unterwuchs von Restinga-Wäldern nahe von Küstengebieten in Höhenlagen von 0 bis 15 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia jamaicana (L.B.Sm. & Proctor) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia jamaicana L.B.Sm. & Proctor): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht in Höhenlagen von etwa 300 Metern nur im „Cockpit Country“ in Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia laesslei (L.B.Sm.) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia laesslei L.B.Sm.): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht im tropischen Karst epiphytisch oder lithophytisch auf bewaldeten Kalksteinhügeln in Höhenlagen von 550 bis 750 Metern nur im „Cockpit Country“ in Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia laevigata (Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea laevigata Leme): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch im unteren Bereich von Bäumen und lithophytisch auf schattigen Felsen in Restbeständen des Mata Atlântica in Höhenlagen von 500 bis 600 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia limae (Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea limae Leme): Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch im Unterwuchs im sumpfigen Bereich vom im Tiefland vorkommenden Mata Atlântica nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4][9]
  • Wittmackia lingulata (L.) Mez (Syn.: Bromelia lingulata L., Billbergia odora Miq., Aechmea surinamensis hort. Van Houtte ex Beer, Hoplophytum lingulatum Beer, Lamprococcus ramosus Beer, Chevaliera lingulata (L.) Griseb., Hohenbergia odora Baker, Aechmea lingulata (L.) Baker, Aechmea lingulata var. lingulata (L.) Baker, Aechmea odora (Miq.) Baker, Aechmea plumieri Baker, Aechmea poeppigii Baker, Wittmackia odora (Miquel) Mez, Wittmackia poeppigii (Baker)): Diese Neukombination erfolgte 2017. Das Verbreitungsgebiet sind die Bahamas, Großen sowie Kleinen Antillen und die Amazonasregion. Sie gedeiht epiphytisch oder terrestrisch von der Strauchvegetation nahe der Küsten bis zum Inneren von feuchten Wäldern.[4]
  • Wittmackia lingulatoides (Leme & H.Luther) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea lingulatoides Leme & H.Luther): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht an Felswänden oder im Unterwuchs von Trockenwäldern der Caatinga sowie Campos Rupestres in Höhenlagen von 0 bis 900 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia linharesiorum (Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea linharesiorum Leme): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht im Unterwuchs von feuchten Bergwäldern in Höhenlagen von 100 bis 750 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia maranguapensis (Leme & Scharf) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea maranguapensis Leme & Scharf): Die Erstbeschreibung erfolgte 2011 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie wurde bisher nur epiphytisch in einem Sekundärwald wachsend in einer Höhenlage von etwa 500 Metern im brasilianischen Bundesstaat Ceará gefunden.[4][9]
  • Wittmackia mesoamericana (I.Ramírez, Carnevali & Cetzal) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia mesoamericana I.Ramírez, Carnevali et Cetzal): Die Erstbeschreibung erfolgte 2010 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie wurde bisher nur epiphytisch oder terrestrisch wachsend in einer Höhenlage von etwa 0 Metern auf einer bewaldeten Kalksteinformation auf der mexikanischen Yucatan-Halbinsel gefunden.[6][4]
  • Wittmackia negrilensis (Britton ex L.B.Sm.) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia negrilensis Britton ex L.B.Sm.): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht in einer bewaldten Kalksteinformation in Höhenlagen von 0 bis 50 Metern nur im westlichen Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia neoregelioides (Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Ronnbergia neoregelioides Leme): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch im brasilianischen Mata Atlântica in Höhenlagen von etwa 800 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4][1]
  • Wittmackia patentissima (Mart. ex Schult. & Schult. f.) Mez (Syn.: Billbergia patentissima Mart. ex Schult. & Schult. f., Aechmea patentissima (Mart. ex Schult. & Schult. f.) Baker, Wittmackia glaziovii Mez, Aechmea lingulata var. patentissima (Mart. ex Schult. f.) L.B.Sm.): Diese Neukombination erfolgte 2017.[4] Sie kommt in den östlichen brasilianischen Bundesstaaten Rio de Janeiro, Espírito Santo bis Pernambuco vor.[2]
  • Wittmackia penduliflora (A.Rich.) Aguirre-Santoro (Syn.: Pitcairnia penduliflora A.Rich., Pitcairnia penduliflora (Griseb.) Mez, Aechmea distans Griseb., Aechmea wrightii Baker, Aechmea virens Brongn. ex Baker, Hohenbergia ferruginea sensu Mez, Hohenbergia penduliflora (A.Richard) Mez, Hohenbergia virens (Brongn. ex Baker) Mez): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie kommt in unterschiedlichen Ökosystemen von den Küsten, über bewaldte Kalksteinformation bis feuchten Bergwäldern in Höhenlagen von 0 bis 1200 Metern in Kuba sowie Jamaika vor.[6][4]
  • Wittmackia pendulispica (Leme & L.Kollmann) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea pendulispica Leme & L.Kollmann): Die Erstbeschreibung erfolgte 2013 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch an niedrigen Küstenhängen, die mit feuchten Mata Atlântica bedeckt sind, in Höhenlagen von 200 bis 300 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia pernambucentris (J.A.Siqueira & Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea pernambucentris J.A.Siqueira & Leme): Die Erstbeschreibung erfolgte 2006 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie wurde bisher nur in feuchten Bergwäldern in Höhenlagen von etwa 1060 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Penambuco gefunden.[4]
  • Wittmackia polycephala (Baker) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea polycephala Baker, Aechmea pycnantha Mez & Sodiro, Pothuava pycnantha hort. ex Baker, Hohenbergia gnetacea Mez, Hohenbergia pycnantha (Baker) Mez, Hohenbergia polycephala (Baker) Mez): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht in unterschiedlich bewaldten oder offenen Kalksteinformation in Höhenlagen von 70 bis 1000 Metern nur in Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia portoricensis (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia portoricensis Mez, Hohenbergia attenuata Britton): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch im Unterwuchs sowie an Waldrändern von feuchten Wäldern in Höhenlagen von 200 bis 970 Metern nur in Puerto Rico.[6][4]
  • Wittmackia rohan-estyi (Proctor, Aguirre-Santoro & K.Campbell) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia rohan-estyi Proctor, Aguirre-Santoro & K.Campbell): Die Erstbeschreibung erfolgte 2016 und diese Neukombination erfolgte 2017. Sie wurde bisher nur in feuchten Wäldern im tropischen Karst in Höhenlagen von 20 bis 370 Metern im westlichen Jamaika gefunden.[6][4]
  • Wittmackia silvana (Leme) Aguirre-Santoro (Syn.: Ronnbergia silvana Leme): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch und lithophytisch im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4][1]
  • Wittmackia spinulosa (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia spinulosa Mez): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch in feuchten Wäldern auf Kalksteinformationen in Höhenlagen von 100 bis 975 Metern nur im zentralen-südlichen Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia sulbahianensis (Leme, Amorim & J.A.Siqueira) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea sulbahianensis Leme, Amorim & J.A.Siqueira): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht vom Tieflandwald bis zum feucht Bergwald oder selten an offenen Standorten in Höhenlagen von 0 bis 600 Metern in den brasilianischen Bundesstaaten Bahia sowie Espirito Santo.[4]
  • Wittmackia tentaculifera (Leme, Amorim & J.A.Siqueira) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea tentaculifera Leme, Amorim & J.A.Siqueira): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch in niedrigen Waldländern von ursprünglichen und restlichen Vorkommen des Mata Atlântica angrenzend an Koka-Plantation in Höhenlagen von 700 bis 1000 Metern nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia turbinocalyx (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea turbinocalyx Mez, Streptocalyx curranii L.B.Sm., Macrochordion turbinocalyx (Mez) L.B.Sm. & W.J.Kress, Aechmea curranii (L.B.Sm.) L.B.Sm. & M.A.Spencer): Diese Neukombination erfolgte 2017. Sie gedeiht epiphytisch und lithophytisch im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]
  • Wittmackia urbaniana (Mez) Aguirre-Santoro (Syn.: Hohenbergia urbaniana Mez, Hohenbergia proctorii L.B.Sm.): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch in feuchten Wäldern auf Kalksteinformationen in Höhenlagen von 100 bis 950 Metern nur im zentralen bis zentralen-südlichen Jamaika.[6][4]
  • Wittmackia viridostigma (Leme & H.Luther) Aguirre-Santoro (Syn.: Aechmea viridostigma Leme & H.Luther): Diese Neukombination erfolgte 2017. Dieser Endemit gedeiht epiphytisch im Unterwuchs von feuchten Bergwäldern in Höhenlagen von 400 bis 600 Metern nur zwischen Ibicui sowie Nova Canaa in der sogenannten Serra da Boa Vista im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[4]

Quellen

Weiterführende Literatur

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