Vítovice (Rousínov)

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Vítovice (deutsch Wittowitz, früher Witowitz) ist ein Ortsteil von Rousínov in Tschechien. Er liegt drei Kilometer nordwestlich von Rousínov und gehört zum Okres Vyškov.

Schnelle Fakten Basisdaten, Verkehr ...
Vítovice
Vítovice (Rousínov) (Tschechien)
Vítovice (Rousínov) (Tschechien)
Basisdaten
Staat: Tschechien Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Vyškov
Gemeinde: Rousínov
Geographische Lage: 49° 13′ N, 16° 51′ O
Höhe: 270 m n.m.
Einwohner: 304 (1. März 2001)
Postleitzahl: 683 01
Kfz-Kennzeichen: B
Verkehr
Straße: Viničné ŠumiceKrálovopolské Vážany
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Geographie

Vítovice befindet sich am südlichen Fuße des Drahaner Berglandes im Tal des Baches Vítovický potok. Nördlich erheben sich die Červená hora, der Červený vrch (Roter Berg, 535 m) und die Horka (368 m).

Nachbarorte sind Olšany im Norden, Habrovany im Nordosten, Komořany im Osten, Královopolské Vážany und Rousínov im Südosten, Slavíkovice und Velešovice im Süden, Stará Pošta, Holubice, Kruh und Kovalovice im Südwesten, Viničné Šumice und Jezera im Westen sowie Hostěnice im Nordwesten.

Geschichte

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Wytouicz datiert auf das Jahr 1365, als Čeněk Krušina von Lichtenburg seiner Ehefrau Dorothea die Burg Ronov und die zugehörigen Dörfer als Leibgedinge zuwies. Wenig später gelangte der Ort an die Herren von Wildenberg. 1371 verkauften diese die Burg Wildenberg mit allem Zubehör, darunter auch Vítovice, an Markgraf Johann Heinrich. 1406 veräußerte dessen Sohn Jobst das Dorf samt Hof an Mikuláš Roman von Myslegowicz. Dessen Söhne Mikuláš und Petr traten den Besitz 1448 an Anna von Magetin ab. Sie verkaufte Vítovice noch im selben Jahr an Bušek von Melicz. 1466 ging der Ort an den Brünner Bürger Hanuš Ryšan, in dessen Nachkommenschaft Vítovice verblieb. 1515 verkaufte Mauric Zolczar das Dorf an den Brünner Bürger Jeronym Polczmacher. Bald darauf gelangte Vítovice an das Adelsgeschlecht von Widbach. 1563 veräußerte Hynek von Widbach den Ort an Albrecht von Boskowitz und Černahora, der Vítovice der Herrschaft Pozořice anschloss. 1834 zählte Vítovice 30 Häuser und 221 Einwohner. Damals bestanden im Ort eine Mühle sowie oberhalb des Dorfes am Waldrand ein herrschaftliches Jägerhaus. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Vítovice der Herrschaft Pozořice untertänig.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Vitovice ab 1850 eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Wischau. 1961 wurde Vítovice mit Královopolské Vážany zur Gemeinde Vážany-Vítovice vereinigt. Mit Beginn des Jahres 1986 erfolgte die Eingemeindung nach Rousínov. Gepfarrt ist das Dorf traditionell nach Královopolské Vážany. 1991 hatte Vítovice 328 Einwohner. Beim Zensus 2001 wurden 304 Personen und 118 Häuser gezählt.

Sehenswürdigkeiten

  • Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk
  • spätbarocker Glockenturm, errichtet 1766
  • Statue des hl. Johannes von Nepomuk, geschaffen 1756
  • Reste der Burg Vildenberk, in den Wäldern nordwestlich des Dorfes
  • Reste der Burg Hrádek u Vítovic, in den Wäldern nördlich des Dorfes
  • Ehemaliger Steinbruch Panská skála, nördlich des Ortes, seit 1990 als Naturreservat geschützt
  • Naturdenkmal Hynčicovy skály, in den Weinbergen westlich von Vítovice
Commons: Vítovice (Rousínov) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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