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Wohn- und Geschäftshaus Kapitän-Dallmann-Straße 2

wohn- und Geschäftshaus in Bremen-Blumenthal From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Wohn- und Geschäftshaus Kapitän-Dallmann-Straße 2, Ecke Mühlenstraße und am Marktplatz, in Bremen-Blumenthal, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Es wird aktuell (2026) zum Wohnen, kulturell und gewerblich (u. a. seit 2016 Nunatak Kultur.ideen.raum, Repair Café Blumenthal, Läden, Büros) genutzt.

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BW

Das Gebäude steht seit 2024 unter bremischem Denkmalschutz.[1]

Geschichte und Beschreibung

Um die Jahrhundertwende entwickelte sich die damals preußische Gemeinde Blumenthal zum wachsenden Industriestandort mit der Bremer Woll-Kämmerei (1883), dem Bahnanschluss (1988), der benachbarten Werft Bremer Vulkan (1893) und dem Elektrizitätswerk (1904) sowie einem starken Bevölkerungswachstum (1885 um 3600 und 1905 um 9300 Einwohner). Die Kapitän-Dallmann-Straße wurde zur begehrten Hauptstraße.

Das viergeschossige, giebel- und traufständige, verklinkerte und verputzte (oben) Gebäude mit ziegelgedecktem Satteldach, breitem Giebelrisalit, den Materialkontrasten, unterschiedlichen Fensterformen und -formaten sowie den vielgestaltigen Erkern und Dachgauben, wurde 1904 (Inschrift) im Heimatschutz- und auch Jugendstil für den Vegesacker Kaufmann und Drogisten Anton Otte gebaut. Mit seiner Größe und der detail- und abwechslungsreichen aufwändigen Fassadengestaltung mit den dominanten Rundbögen war das Haus eine städtebauliche Dominante im Ortsbild Blumenthals. Das obere Giebeldreieck erhielt ein dekoratives Fachwerk. Die Drogerie im EG wurde nach einem Eigentümerwechsel durch den Apotheker Otto Junge weitergeführt.

Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… Es zeugt von dem ausgeprägten Repräsentationsbedürfnis seines Bauherrn wie auch von dessen Bestreben, sich durch die Übernahme des großstädtischen Mietshaustypus sowie der Formensprache des zum damaligen Zeitpunkt sehr modernen Reform- und Jugendstils von den älteren, noch dem Spätklassizismus verpflichteten Wohn- und Geschäftshäusern im Blumenthaler Zentrum abzusetzen.“

Literatur

Einzelnachweise

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