Wojo van Brouwer
deutscher Schauspieler und Musiker
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Wojo van Brouwer (* 21. Oktober 1982 in Bad Homburg als Wolfgang Joachim Drexler; † 24. April 2026 in Frankfurt am Main)[1] war ein deutscher Schauspieler.
Leben
Wojo van Brouwer studierte zunächst Jazzgesang.[2] Seine Schauspielausbildung erhielt er ab 2006 am Max Reinhardt Seminar, die er 2010 abschloss.[3][4]
Engagements führten ihn unter anderem an das Deutsche Theater Göttingen, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Schauspielhaus Graz, das Landestheater Niederösterreich und das Kosmos Theater in Wien.[1][2][4] Am Theater in der Josefstadt gehörte er ab der Saison 2016/17 zum Ensemble, dort wirkte er unter anderem 2016 in der Uraufführung von Niemand von Ödön von Horváth sowie 2018 in der Uraufführung von Die Reise der Verlorenen von Daniel Kehlmann als kubanischer Einwanderungsminister Manuel Benítez mit.[4]
Am WerkX spielte er unter der Regie von Nurkan Erpulat in Dunkel Lockende Welt, die Inszenierung wurde im Rahmen der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2020 als Beste Off-Produktion ausgezeichnet.[2] Bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf stand er 2022 unter der Regie von Michael Sturminger in Molière oder die Verschwörung der Scheinheiligen von Michail Bulgakow auf der Bühne.[5] Am Maxim Gorki Theater spielte er in Streulicht erneut unter der Regie von Nurkan Erpulat. 2025 verkörperte er am Tiroler Landestheater in Innsbruck in Figaro lässt sich scheiden die Titelrolle.[1][6]
Sein Kinodebüt in einem Langspielfilm gab er 2011 im Drama Die Unsichtbare von Christian Schwochow als Micha. Im Fernsehen war er unter anderem 2011 in der Folge Schwarze Tiger, weiße Löwen der Krimireihe Tatort als Polizeibeamter und 2014 in Ein todsicherer Plan von Roland Suso Richter als Chris Müller zu sehen. In der Sky-Miniserie Ich und die Anderen von David Schalko verkörperte er 2021 die Rolle des Georg Kratky. In der Folge Entzweit der ZDF-Serie Ein Fall für zwei hatte er 2024 als Kai Zillich eine Episodenrolle.[1][7][8]
Er starb im April 2026 im Alter von 43 Jahren in Frankfurt am Main. Auf seinem Instagram-Account hatte er einige Monate zuvor eine Krebserkrankung öffentlich gemacht.[1]
Filmografie (Auswahl)
- 2011: Die Unsichtbare
- 2011: Tatort: Schwarze Tiger, weiße Löwen (Fernsehreihe)
- 2014: Ein todsicherer Plan (Fernsehfilm)
- 2016: Rungu Lufus
- 2021: Ich und die Anderen (Miniserie, 4 Folgen)
- 2021: Dunkel lockende Welt
- 2024: Ein Fall für zwei (Fernsehserie, Folge Entzweit)
Hörspiele (Auswahl)
- 2024: Elisabeth Weilenmann: LIBIDOdialoge. Eine Datingsinfonie in drei Sätzen (3. Teil: Hals über Kopf) (Peter) – Regie: Elisabeth Weilenmann (Original-Hörspiel – HR/ORF)[9]