Wolf-Rüdiger Michel
deutscher Kommunalpolitiker
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Wolf-Rüdiger Michel (* 14. November 1958 in Schwenningen am Neckar[1]) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 2002 bis 2026 Landrat des Landkreises Rottweil.
Ausbildung und Beruf
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg war er von 1989 bis 1990 angestellter Rechtsanwalt in Freiburg. Von 1990 bis 1992 war er am Landratsamt des Ortenaukreises beschäftigt, bevor er 1993 in das Verkehrsministerium Baden-Württemberg wechselte. Mit einer Arbeit über das Thema Das württembergische Gesetz über die Kirchen vom 3. März 1924 : Entstehung und Entwicklung wurde er 1993 in Freiburg zum Doktor der Rechte promoviert.[2] Von 1994 bis 2002 war er beim Regierungspräsidium Stuttgart beschäftigt und dort als Referent im Abfallwirtschaftsreferat, als persönlicher Referent des Regierungspräsidenten und später als Stellvertreter des Polizeipräsidenten und Abteilungsleiter der Verwaltungsabteilung der Landespolizeidirektion Stuttgart tätig.[3]
Politische Karriere
Im Jahr 2002 wurde Michel vom Kreistag zum Landrat des Landkreises Rottweil gewählt. Er trat das Amt am 1. Mai 2002 an. Am 8. Februar 2010 wurde er mit 41 von 48 Stimmen in diesem Amt bestätigt.[4] Am 5. Februar 2018 wurde er für weitere acht Jahre im Amt bestätigt.[5] Bei der Landratswahl 2026 trat er nicht erneut an; seine Amtszeit lief bis Ende April 2026. Zu diesem Zeitpunkt war er der dienstälteste Landrat Baden-Württembergs.[6] Christoph Keckeisen folgte ihm nach.[7]
Weitere Ämter
In seiner Funktion als Landrat war er auch Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Rottweil und stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) sowie Aufsichtsratsmitglied der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Ebenso war er Mitglied des Aufsichtsrats der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH und nahm damit Einfluss auf die kommunale Wirtschaftsförderung.[8] Am 11. Oktober 2019 wurde Michel zum Verbandsvorsitzenden des Regionalverbands Schwarzwald-Baar-Heuberg gewählt.[9] Seit dem 7. November 2025 ist er Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, deren Vizepräsident er zuvor ab 2021 gewesen war.[10]
Privates
Wolf-Rüdiger Michel engagiert sich für zahlreiche Sozialprojekte im Heiligen Land. 2019 wurde er vom Kardinal-Großmeister Edwin Frederick O’Brien zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 25. Mai im Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt am Main durch Reinhard Kardinal Marx, Großprior der deutschen Statthalterei, in den Orden investiert. Er ist Mitglied im Deutschen Verein vom Heiligen Lande.[11]