Wolfgang Heydrich

deutscher Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Wolfgang Heydrich (* 18. August 1932 in Berlin) ist ein Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Heydrich erlangte 1951 das Abitur. Er absolvierte ein Praktikum als Maschinenschlosser und studierte Maschinenbau. Am 23. Juli 1956 trat er beim Artillerielehrbataillon in Idar-Oberstein als Offizieranwärter in die Bundeswehr ein und durchlief die Offizierausbildung zum Offizier des Truppendienstes der Artillerietruppe. Von Januar bis Juli 1957 besuchte er die Heeresoffizierschule II in Husum und von Juli bis Dezember 1957 die Artillerieschule in Idar-Oberstein. Danach hatte er Verwendungen von Dezember 1957 bis Januar 1960 als Zugführer im Artilleriebeobachtungslehrbataillon in Idar-Oberstein, von Februar bis November 1960 als Hörsaalleiter an der Artillerieschule und von November 1960 bis März 1964 als und Batteriechef der 2. Batterie des Panzerartillerielehrbataillons 51 in Idar-Oberstein.[1][2]

Von Oktober 1964 bis September 1966 absolvierte Heydrich den 7. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.[3] Danach war er von April 1964 bis September 1966 Generalstabsoffizier für Personalwesen (G 1) der 6. Panzergrenadierdivision in Neumünster. Von September 1968 bis Juli 1969 war er Lehrgangsteilnehmer am Canadian Army Command and Staff College in Kingston in Ontario, war anschließend Generalstabsoffizier für Nukleare Planung (G 3) im Stab der Central Army Group der NATO in Heidelberg und wurde im April 1971 Bataillonskommandeur des Artilleriebataillons 210 in Philippsburg. Von April 1973 bis Juni 1975 war er militärischer Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen und wurde anschließend Deputy Chief für nukleare Grundsatzfragen im Supreme Headquarters Allied Powers Europe in Mons in Belgien. 1979 wurde er Referatsleiter im Führungsstab der Streitkräfte, Stabsabteilung III, Referat 5 (Rüstungsbegrenzung und -kontrolle) im Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn.[1][2]

Von Oktober 1982 bis Februar 1989 war Heydrich als Brigadegeneral Leiter der Delegation des Bundesministeriums der Verteidigung bei den Verhandlungen zu den Mutual and Balanced Force Reductions (gegenseitige und ausgewogene Truppenreduzierungen) in Wien.[4] Ab März 1989 war er Leiter des Delegationsanteils des Bundesministeriums der Verteidigung bei der Delegation der Bundesrepublik Deutschland zum Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa in Wien. Mit Ablauf des März 1991 wurde er in den Ruhestand versetzt.[5]

Heydrich ist verheiratet, evangelisch und hat drei Töchter sowie einen Sohn.[2]

Auszeichnungen

Siehe auch

Schriften

  • mit Rüdiger Hartmann: Die Anpassung des Vertrages über konventionelle Streitkräfte in Europa : Ursachen, Verhandlungsgeschichte, Kommentar, Dokumentation. Nomos, Baden-Baden 2002, ISBN 978-3-7890-8158-3.
  • mit Rüdiger Hartmann: Der Vertrag über den Offenen Himmel: Entwicklung und Inhalt des Vertragswerks, Kommentar, Dokumentation. Nomos, Baden-Baden 2000, ISBN 978-3-7890-6513-2.
  • mit Hans-Dieter Lemke und Joachim Rohde (Hrsg.): Die Bundeswehr am Beginn einer neuen Epoche: Anforderungen an die Streitkräfte und ihre rüstungsindustrielle Basis. Nomos, Baden-Baden 1996, ISBN 978-3-7890-4199-0.
  • mit Rüdiger Hartmann und Nikolaus Meyer-Landrut: Der Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa: Vertragswerk, Verhandlungsgeschichte, Kommentar, Dokumentation. Nomos, Baden-Baden 1994, ISBN 978-3-7890-3462-6.
  • als Herausgeber: Sicherheitspolitik Deutschlands: neue Konstellationen, Risiken, Instrumente. Nomos, Baden-Baden 1992, ISBN 978-3-7890-2785-7.
  • mit Rüdiger Hartmann und Nikolaus Meyer-Landrut: Kommentar zum Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa. Forschungsinstitut für Internationale Politik und Sicherheit, Ebenhausen 1992, DNB 920820573.

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 351–352.
  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1990/1991. 8. Auflage. Bernard & Graefe, Bonn 1990, ISBN 3-7637-5865-8, S. 58.

Einzelnachweise

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