Wolfgang Jacoby
deutscher Geophysiker
From Wikipedia, the free encyclopedia
Wolfgang Robert Jacoby (* 3. Dezember 1936 in Reval in Estland; † 1. Juli 2026)[1] war ein deutscher Geophysiker und Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo er die Arbeitsgruppe Geophysik leitete.
Wolfgang Jacoby, Sohn von Sylvia Jacoby, geborene Borell, und des Diplom-Ingenieurs Hans Jacoby, studierte Physik und Geophysik. Er wurde Mitte der 1960er-Jahre im Fach Geophysik bei Karl Jung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zum Dr. rer. nat. promoviert, der ihn danach als Forschungsassistent anstellte. Nach Studienaufenthalten an der Gravity Division im kanadischen Ottawa, wo er sich als Research Scientist mit geologisch-geophysikalischen Erdmodellen und Seismologie befasste, begann er eine längere Tätigkeit in Themenbereichen der Geodynamik und wurde danach Professor für Angewandte Geophysik in Frankfurt.
Ab Ende 1984 bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Geophysik und -dynamik sowie Seismologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, wo er sich weiterhin mit den Antriebkräften der Plattentektonik und der Mantelkonvektion und – durch die geodynamischen Phänomene der umliegenden Region veranlasst -- mit Riftzonen, Gravimetrie und Seismik sowie dem Vulkanismus der Eifel befasste.
Jacoby war auch in der European Geosciences Union (EGS) und ihren Tagungen als Vorsitzender tätig und Herausgeber des Journal of Geodynamics der EGS.
Am 1. Juli 2026 verstarb Wolfgang Jacoby im Alter von 89 Jahren.[1]
Literatur
- Jacoby, Wolfgang Robert. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 573.