Wolterstorff-Gymnasium Ballenstedt
Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises Harz mit Sitz in Ballenstedt
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Das Wolterstorff-Gymnasium Ballenstedt ist ein öffentliches Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises Harz mit Sitz in Ballenstedt. Es ist benannt nach Otto Woltersdorff.[3]
| Wolterstorff-Gymnasium Ballenstedt | |
|---|---|
| Anbau des Schulgebäudes, Foto 2017 | |
| Schulform | Gymnasium |
| Schulnummer | 306690 |
| Gründung | 1991 |
| Adresse | Wolterstorffstraße 20 |
| Ort | Ballenstedt |
| Land | Sachsen-Anhalt |
| Staat | Deutschland |
| Träger | Landkreis Harz |
| Schüler | 467[1] |
| Leitung | Hagen T. Meyer[2] |
| Website | gymba.de |
Geschichte
Vorgängerschulen
Die erste Prinzenschule wurde durch Karl Heinrich Wilhelm Brinckmeier am 1. Juli 1850 auf Wunsch des Fürsten von Wittgenstein gegründet. Als Brinckmeiersche Lehranstalt wurden das Holsteiner Haus und der Hirschteich integriert. Zum 2. Dezember 1876 wurde ein Mittelbau mit Aula neu eröffnet werden. Brinckmeier starb 1891 und so kauften im Sommer 1892 der spätere Namensgeber Otto Woltersdorff und sein Bruder Hermann Schulgrundstücke der Brinkmeier'schen Erben zu Ballenstedt. Die Wolterstorffsche Lehranstalt, eine private Lehranstalt in Osterburg siedelte zum 12. Oktober 1892 nach Ballenstedt um. Staatlich anerkannt wurde 1893 die progymnasiale, 1897 die reale Seite des Institutes.[3] 1893 wurde die Militärberechtigung erteilt. Nach dem Tode von Hermann Wolterstorff 1900 wurde die Schule in Wolterstorffsches Pädagogium umbenannt und als höhere Knabenschule mit Alumnat weiter geführt. Sechs Jahre später starb auch Otto Wolterstorff und die Stadt Ballenstedt übernahm die Schule am 1. Juli 1907 in eigene Trägerschaft. Bereits im Folgejahr wurde das Progymnasium zum Gymnasium erweitert, die Realschule blieb bestehen. Die Bezeichnung Städtisches Wolterstorff-Gymnasium mit Realschule und Alumnat wurde offiziell vergeben. 1934 wurde nach zurückgehenden Schülerzahlen die Schule zur Nationalpolitischen Bildungsanstalt Ballenstedt umfunktioniert und in Heimschule und Tagesschule getrennt. Die Tagesschule wurde im Folgejahr zum Staatlichen Realgymnasium bzw. 1937 zur Markgraf-Albrecht-Schule. Der Schulbetrieb nach Ende des Zweiten Weltkrieges erfolgte 1945 als Karl-Liebknecht-Oberschule als Einheitsschule mit Oberschule. 1973 wurde der Schulbetrieb wegen schwerer baulicher Mängel eingestellt.
Heutiges Gymnasium
Nach der politische Wende wurde im September 1991 das Schulgebäude in der Allee als Gymnasium eröffnet. Aufgrund der Raumknappheit war die Schule teilweise auf mehrere angemietete Räumlichkeiten verteilt, bevor 1993 das zweite Gebäude in der Bebelstraße bezogen werden konnte. Zum 15. Mai 1993 wurde der Name Wolterstorff-Gymnasium offiziell verliehen.[4] Im Jahr 1999 wurde durch Unterstützung einer Spende des Vereins ehemaliger Wolterstorffer und des neuen Fördervereines ein Grundstück für eine eigene Turnhalle gekauft und am 22. November 2001 eingeweiht.[5]
Im Schuljahr 2025/26 hat das Gymnasium eine Ausnahmegenehmigung zum Weiterbetrieb, da es die erforderlichen Mindestschülerzahlen gemäß Schulentwicklungsplanung des Landes Sachsen-Anhalt unterschreitet. Daher muss die gymnasiale Oberstufe in Kooperation mit dem GutsMuths-Gymnasium Quedlinburg gestaltet werden.[1]
Schülerzahlen
Leiter / Schulleiter
(Quelle: [4])
- Otto Wolterstroff (1900–1906)
- OL Dr. Peper, internistische Leitung (1907)
- Adolf Brinck (1907–1930)
- Max Pahnke, Amtsleiter, später Oberstudiendirektor (1930–1934)
- Kurt Meißner, Studienrat (1945–1946)
- Walther Hahn, Studienrat (1946–1950)
- Rudolf Müller (1950–1960)
- Heinz Bollmann (1960–1961)
- Wilfried Reimann (1991– ?)
- Christa Weber (? – 2020)
- Hagen T. Meyer (seit 2020)