Wulf Beeck
deutscher Seemann und Marineflieger
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Wulf „Buddy“ Beeck (* 1. Mai 1939 in Bergen auf Rügen)[1.1] ist ein deutscher Seemann, Marineoffizier und Flugzeugführer.

Jugend
Berufstätigkeit
Im Alter von 18 Jahren begann Wulf Beeck die Ausbildung zum Seemann.[1.4] Nach acht Jahren beendete er seine Tätigkeit in der Handelsmarine bei der HAPAG als Steuermann.[1.5]

Militärische Laufbahn
Ab 1965 durchlief Beeck eine militärische Ausbildung, zunächst an der Marineschule Mürwik am Stützpunkt Flensburg-Mürwik.[3.1] Im September 1966 wurde er zum Leutnant zur See befördert. Nach Bestehen der fliegerischen Auswahlprüfung im Herbst 1966 kam er in die USA zur Ausbildung als Strahlflugzeugführer.[3.2] Nach den Flugzeugmustern T-37 Tweet und T-38 folgte die Ausbildung auf dem Starfighter auf der Luke Air Force Base.[3.3]


Ab August 1968 wurde Beeck als Flugzeugführer auf dem Starfighter beim Marinefliegergeschwader 2 auf dem Fliegerhorst Eggebek in Schleswig-Holstein eingesetzt.[3.4] Während seiner Zugehörigkeit zum MFG 2 ereignete sich der tödliche Starfighter-Unfall seines Staffelkameraden Joachim von Hassel, Sohn des damaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages und vormaligen Bundesministers der Verteidigung Kai-Uwe von Hassel.[4][5]
Ab 1973 war Beeck als Hörsaalleiter an der Marineschule in Mürwik tätig. Er war dort Truppenfachlehrer für Nautik und für die Ausbildung von Personal auf den bundeswehreigenen Segelbooten zuständig.[3.5]
Zum 1. Oktober 1983 wurde Beeck als Ausbilder zum Tri-National Tornado Training Establishment (TTTE) in England versetzt.[3.6] Er bildete für den Tornado die angehenden Waffensystemoffiziere (auch „Backseater“ genannt) in der Theorie und im Simulator aus. Beeck bestand dort auch die englische Fliegerärztliche Tauglichkeitsuntersuchung, so dass er zumindest mit englischen Schülern auf englischen Tornados fliegen durfte.[3.7]

Nach Rückkehr aus England wurde Wulf Beeck noch einmal als Nautiklehrer an der Marineschule in Mürwik tätig. Anschließend folgte noch eine Tätigkeit als IT-Sicherheits-Stabsoffizier der Flotte, bevor er im Jahr 1995 als Fregattenkapitän in den Ruhestand ging.[3.8]
Werke
- Radarplotting mit Übungen und Aufgaben, Verlag Delius Klasing, Bielefeld 1996, ISBN 3-7688-0951-X.
- Warum tust Du Dir das an? Vom Schiffsjungen zum Starfighter-Piloten, Vindobona Verlag, Neckenmarkt 2012, ISBN 3-85040-699-7.
- Mein Bruder Ontje, united p.c. Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-84-9039-2805.
- Mit Überschall durch den Kalten Krieg: Ein Leben für die Marine, Carola Hartmann Miles-Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-937885-70-4.