Xanthochromie
medizinischer Befund
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Die Xanthochromie[1][2], auch Xanthochromasie oder Liquorxanthochromie (von griechisch xantho- = Wortteil „gelb“; und chromie von chroma abgeleitet = „Farbe“) ist der medizinische Begriff für die gelbe, rosa, oder rotbraune Verfärbung des Liquor cerebrospinalis, die als Folge einer Einblutung in den Liquorraum oder einer erhöhten Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke für Bilirubin auftritt. Kommt es zu einer Einblutung in den Liquorraum, tritt Hämoglobin aus den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) aus. Das Hämoglobin und dessen Abbauprodukte geben dem Liquor die veränderte Farbe.
Dass die Xanthochromie Ausdruck einer Eiweißerhöhung[3] sein kann, stellte G. Froin 1903[4] fest.
Typische Ursachen der Xanthochromie können sein:
- schwerer Ikterus
- Subarachnoidalblutung
- exzessive Eiweißvermehrung