Xanthomegnin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Xanthomegnin ist eine Verbindung aus der Gruppe der Mykotoxine und wird insbesondere in Arten der Schimmelpilzgattung Penicillium (Pinselschimmel) gebildet. Es wirkt nephrotoxisch (nierenschädigend) und hepatotoxisch (leberschädigend).

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Xanthomegnin
Allgemeines
Name Xanthomegnin
Andere Namen
  • (3R,3′R)-10,10′-Dihydroxy-7,7′-dimethoxy-3,3′-dimethyl-3,3′,4,4′-tetrahydro-1H,1′H-8,8′-bibenzo[g]isochromen-1,1′,6,6′,9,9′-hexon
  • NSC 264720
Summenformel C30H22O12
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1685-91-2
PubChem 15519
ChemSpider 2297394
Wikidata Q72516638
Eigenschaften
Molare Masse 574,49 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302312319
P: 270280312302+352[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Eigenschaften

Die Verbindung ist ein dimeres 1,4-Naphthochinon. Es wurde gezeigt, dass Xanthomegnin dem Pilz Trichophyton rubrum in Abhängigkeit vom pH-Wert eine leuchtend rote oder gelbe Farbe verleiht.[2]

Xanthomegnin ist nephrotoxisch und hepatotoxisch. Die Aufnahme kann bei Tieren tödlich sein. Auf zellulärer Ebene beeinträchtigt das Toxin die Atmungskette.[3]

Vorkommen

Xanthomegnin wurde 1963 aus dem Dermatophyten Trichophyton megninii extrahiert.[4] Xanthomegnin wurde auch in menschlichen Nägeln und Hautmaterial gefunden, die mit Trichophyton rubrum infiziert waren.[3]

Das Toxin wird zudem in Arten der Gattungen Aspergillus und Penicillium gebildet (A. ochraceus, P. cyclopium, P. viridicatum),[5][6][7] ferner in Talaromyces.[6]

Als Stoffwechselprodukt von Schimmelpilzen, die auf Getreide wachsen, die als Lebens- und Futtermittel verwendet warden, ist Xanthomegnin als Mykotoxin im Tierfutter bedeutsam.[8]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI